Effizienter ATSV Stockelsdorf bezwingt Lübeck 1876 erneut

Hausherren verzweifeln an Fritz Lenz

Sajad Barbari erzielte das 2:0 für den ATSV Stockelsdorf am Freitagabend. Foto; Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – Der zehnte Spieltag in der Kreisliga Süd wurde am Freitagabend eröffnet. An der Travemünder Allee trafen mit Lübeck 1876 und dem ATSV Stockelsdorf zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt zweimal erfolglos blieben. Daher galt es für beide, schnell zurück in die Spur zu kommen. Am Ende des Abends feierte eine Mannschaft einen 2:0-Erfolg und sammelte wichtige Punkte.

Es ist nicht allzu lange her, dass Lübeck 1876 und der ATSV Stockelsdorf sich in einem Pflichtspiel begegneten. Im Juli traf man sich erst zum Pokalspiel, in dem der ATSV sich mit 2:1 durchsetzte. Es war ein enttäuschender Start für den Gegner, der nach einer Pleite im ersten Ligaspiel durchaus einen Fehlstart hinlegte. Dies änderte sich allerdings schnell, sodass das Team von Uwe Buchholz sich als unbequemer Gegner erwies und es einigen Teams schwer machte. Dreimal stand hinten die Null und es wurden fünf von sechs Spielen gewonnen. Plötzlich wurde die Mannschaft von der Travemünder Allee zu einer Spitzenmannschaft, die oben anklopfte, doch es folgten in den vergangenen Wochen zwei Niederlagen gegen vermeintliche Konkurrenten aus der oberen Tabellenhälfte. Nun sollte gegen den ATSV zurück in die Spur gefunden werden, doch dieses Ziel verfolgte der Gegner auch. Dieser kam nach Fehlstart zu einem Positivtrend, verlor allerdings anschließend zweimal. Gegen Siebenbäumen musste die Partie wegen zu wenig spielfähigen Spielern abgebrochen werden und in der Vorwoche haderte man mit einfachen Fehlern und einer schwachen Chancenverwertung. Im Spiel am gestrigen Freitagabend steckte also einiges drin, denn für beide war das Ziel klar.

Personell mussten die 76er zwei schmerzhafte Ausfälle verzeichnen. Mit Daniel Raub fehlte ein wichtiger Mittelfeldspieler, der in der Vorwoche verletzt ausgewechselt werden musste, und auch Daniel Möllner stand nicht zur Verfügung. Im Mittelfeld galt es also zu improvisieren. Stockelsdorf konnte zur Vorwoche wieder auf einige Spieler setzen, wie Selim Sarikoc oder aber Tjark Sölter, der in den Kader zurückkehrte, doch nur auf der Bank saß. Mit Tim Seeger fehlte dagegen ein wichtiger Mittelfeldspieler. Dennoch sollte es der ATSV an diesem Abend wirklich gut machen auf dem Kunstrasen an der Travemünder Allee, auch wenn die Hausherren mehr Spielanteile hatten. Es gab einige gute Chancen für die Heimelf, doch ein an diesem Abend überragender Fritz Lenz hielt seinen Kasten sauber. Wie so oft sollte sich der Chancenwucher rächen und der Gegner aus wenig ganz viel machen. Sarikoc brachte Stockelsdorf in Führung (8.). Das 0:1 war der Pausenstand, der für Lübeck 1876 schwer zu begreifen war. Es gab genügend Chancen, doch keine fand den Weg ins Tor. Nach der Pause war es dann ein starker Kampf der Gäste, die sich überall reinwarfen, um unbedingt diesen Sieg einzufahren. Sajad Barbari (77.), der in den vergangenen Wochen bereits immer wieder zu überzeugen wusste, sollte mit dem 2:0 den Sack zumachen. Es war zugleich der Endstand, sodass auch das zweite Duell gegen die Lübecker in dieser Saison an den ATSV ging.

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Es sind wichtige drei Punkte für den ATSV Stockelsdorf, die am Freitagabend eingefahren wurden. Zehn Zähler wiegt das Punktekonto nun bereits schon und darauf lässt sich aufbauen. Sieben davon gab es in der Fremde, was ein wirklich guter Wert aus fünf Auswärtsspielen ist. Der jüngste Erfolg war ein hart erarbeiteter durch eine starke Teamleistung und einen überragenden Torhüter. Jan Mehlfeld sagte zum Auswärtssieg seiner Mannschaft: „Eine gute kämpferische Teamleistung bringt uns wichtige drei Punkte. Gute Leistung gegen den Ball, jeder hat für jeden gekämpft und die richtige Einstellung auf den Platz gezeigt. Unsere wenigen Chancen in diesem Spiel nutzen wir gut aus.“ Für Lübeck 1876 war es nun die dritte Pleite in Serie, sodass der Trend wieder nach unten zeigt. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch rutscht man nun in der Tabelle ab und die Gegentore häufen sich. Acht sind es nun schon aus den jüngsten drei Begegnungen. Die Pleite am gestrigen Abend war bitter, denn hätte so nicht sein müssen. Uwe Buchholz sagte zur Heimniederlage: „Das war heute sehr ärgerlich, dass wir keine Punkte geholt haben. Wir hatten gerade in der ersten Halbzeit genügend Chancen, Tore zu erzielen, aber auch die besten Möglichkeiten wurden vergeben. Zudem hatte der Keeper von Stodo einen Sahnetag. Stodo macht aus drei Torchancen zwei Treffer und dann verliert man am Ende so ein Spiel. Glückwunsch an Stodo.“

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