Hamburg stößt im Kellerduell in der Crunch-Time den Bock um

Hanseaten profitieren am Ende von den Fehlern der Gäste

Torhüter Leon Nowottny pariert 7m und bringt Hamburg auf die Siegerstraße
Foto: Lobeca/Ralf Homburg
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Hamburg – Der Handball Club Hamburg hat in seinem dritten Heimspiel vor 2.403 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn, die HSG Wetzlar, mit dem 37:32 (16:17)-Erfolg den ersten Saisonsieg, dank einer Leistungssteigerung in den zweiten 30 Minuten, auf die Habenseite gebracht! Die Hamburger konnten wieder auf Nicolaj Jørgensen zurückgreifen, der beim Pokalerfolg unter der Woche, aufgrund von Fußproblemen, schmerzlich vermisst wurde.

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Handball Club Hamburg – HSG Wetzlar 37:32 (16:17)

Der Handball Club Hamburg erwischte einen rabenschwarzen Start, sah sich nach schnellen und überhasteten Würfen mit 0:3 in der 3. Minute im Rückstand, bevor Kaj Geenen den ersten Hamburger Treffer zum 1:3 markierte. Martin Hovde und erneut Geenen glichen beim 3:3 (6.) erstmals aus. Doch die HSG Wetzlar legte erneut vor und die Gastgeber zogen nach. Nach dem 4:5 legte der HC Hamburg einen 3:0-Lauf hin und übernahm mit 7:5 (11.) die Führung. Trotz der 2:7-Tore ließen sich die Gäste nicht abschütteln, legten ihrerseits nach und glichen beim 8:8 (13.) wieder aus. Ein erneuter 3:0-Lauf der Mannschaft von Trainer Torsten Jansen brachte erstmals eine Drei-Tore-Führung mit dem 11:8 (16.). Trotz Überzahl gelang es den Hamburgern nicht, sich abzusetzen, sondern kassierten ebenfalls eine Zeitstrafe. In dieser Überzahl schloss Wetzlar wieder zum 10:11 (20.) auf und es entfaltete sich in der Folgezeit ein wechselhaftes Spiel. In der Schlussphase der ersten Halbzeit zeigte sich die Hamburger Hintermannschaft nicht immer auf der Höhe des Geschehens und der inzwischen eingewechselte Leon Nowottny konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. So gingen die Hanseaten mit einem 16:17-Rückstand in die Pause.

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Hamburg wie ausgewechselt aus der Kabine zurück

Der HC Hamburg kam hellwach zurück auf die Platte und machte mit einem 4:1-Lauf und einem stark beginnenden Haug im Tor aus dem Pausenrückstand eine 20:18-Führung, als gerade knapp drei Minuten gespielt waren. Hier setzte Oliver Norlyk ein großes Zeichen mit drei der vier Treffer und legte noch zwei weitere nach. Doch die Gäste blieben ein unbequemer Gegner und glichen beim 22:22 (41.) aus. Nach dem 23:23 (44.) trafen Elias Kofler doppelt und Frederik Bo Andersen per Gegenstoß zum 26:23 (47.), was noch nicht die Vorentscheidung des Spiels gewesen sein sollte.

oliver norlyk netzt neunfach foto ralf homburg @ Hamburg stößt im Kellerduell in der Crunch-Time den Bock um
Oliver Norlyk (# 5) steuert neun Tore zum ersten Hamburger Sieg bei
Foto: Lobeca/Ralf Homburg

Eine 5:1-Deckung und der Sieben-gegen-Sechs-Angriff der HSG Wetzlar bereiteten der Truppe von Trainer Jansen plötzlich Probleme. So fiel in der 54. Minute der Treffer zum 30:30 durch Wetzlars Torhüter Bart Ravensbergen ins leere Hamburger Tor, alles war auf null gestellt. Hamburgs Haupttorschütze des Abends Norlyk – traf insgesamt neunfach – brachte seine Farben wieder mit 31:30 in Front und Nowottny parierte im Anschluss einen Siebenmeter von Tristan Kirschner, was die Wende sowie die Entscheidung des Spiels einläuteten. Zwei Treffer von Noah Beyer, einer von der Siebenmeterlinie, und ein weiteres Tor von Norlyk brachten Hamburg beim 34:30 (58.) endgültig auf die Siegerstraße. Am Ende stand ein hart erkämpfter 37:32-Erfolg auf der Anzeige, was gleichzeitig den ersten Punktspielsieg unter den neuen Namen Handball Club Hamburg bedeutete.
Mit diesem Sieg verbesserte sich der HC Hamburg um einen Rang auf Platz 15, während die HSG Wetzlar weiter auf den ersten Saisonsieg wartet.

So spielte der Handball Club Hamburg
Robin Haug, Leon Nowottny – Toma Gadza, Oliver Norlyk (9), Elias Kofler (6), Nicolaj Jørgensen (4/1), Dominik Axmann, Kaj Geenen (4), Frederik Bo Andersen (7/1), Noah Beyer (3/1), Einar Olafsson, Nicolai Daling, Levin Unbehaun, Jan Schmidt (1), Alem Hadzic, Martin Hovde (3)

Alle bisherigen Spiele des Spieltages

THW Kiel–SG Flensb.-Handew.31:31
RN Löwen–MT Melsungen30:28
SC Magdeburg–SG BBM Bietigheim33:24
TSV Hann.-Burgd.–FA! Göppingen36:28
VfL Gummersbach–Bergischer HC38:30
HC Hamburg–HSG Wetzlar37:32

Die aktuelle Tabelle

1SG Flensburg-Handewitt11:1212:18824
2THW Kiel11:1191:17021
3SC Magdeburg (M)10:2205:18421
4TSV Hannover-Burgdorf 9:3183:17310
5Füchse Berlin8:2169:15415
6MT Melsungen7:5190:17317
7VfL Gummersbach7:5195:1869
8Rhein-Neckar Löwen6:6171:173-2
9FRISCH AUF! Göppingen6:6170:188-18
10HC Erlangen5:5153:154-1
11TVB 1898 Stuttgart5:5153:157-4
12HBW Balingen-Weilst. (N)4:6151:1429
13TBV Lemgo Lippe4:6152:163-11
14ThSV Eisenach3:7147:153-6
15HC Hamburg 3:9190:195-5
16SG BBM Bietigheim (N)2:10170:200-30
17HSG Wetzlar1:11186:208-22
18Bergischer HC0:12168:195-27

So geht es in der Bundesliga weiter

28.09.202619.30HC Erlangen–ThSV Eisenach
01.10.202619.00TBV Lemgo Lippe–HC Hamburg
01.10.202619.00ThSV Eisenach–TVB 1898 Stuttgart
02.10.202619.00HSG Wetzlar–RN Löwen
02.10.202620.00HBW Balingen-Weilstett.–Bergischer HC
03.10.202618.00THW Kiel–VfL Gummersbach
03.10.202619.00SG Flensb.-Handew.–FA! Göppingen
03.10.202620.00MT Melsungen–TSV Hann.-Burgd.
03.10.202620.00SG BBM Bietigheim–Füchse Berlin
04.10.202615.00SC Magdeburg–HC Erlangen
04.10.202616.30TVB 1898 Stuttgart–TBV Lemgo Lippe

 

Bildquellen

  • Oliver Norlyk netzt neunfach Foto Ralf Homburg: Lobeca/Ralf Homburg
  • Leon Nowottny läutet Wende ein: Lobeca/Ralf Homburg
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