SC Cismar gewinnt erneut ohne Gegentor – SGGO dreht nach der Pause auf

Bösdorf/Malente zu Hause nun über ein Jahr unbesiegt

Der SC Cismar gewann erneut ohne Gegentor. Bennet Kern (hier am Ball) war erneut der Matchwinner. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Grömitz – In der Kreisliga Südost gab es bereits am Freitagabend zwei Spiele. Nach dem Auswärtssieg von Eutin 08 II in Dannau sowie dem torlosen Remis in Preetz folgten am Sonnabend und Sonntag weitere spannende Duelle. So gab es keinen Sieger in Malente, wo sich eine Serie gejährt hat. Außerdem feierten Cismar und Gremersdorf Heimsiege. Am Sonntag sollte es zwei deutliche Erfolge für die Gastmannschaften geben.

SG Bösdorf/Malente – FSG Saxonia 1:1 (1:0)

364 Tage lagen zwischen der 1:5-Niederlage gegen die SG Dobersdorf/P’hagen und dem jüngsten Duell gegen die FSG Saxonia. Es ist eine lange Serie der SG Bösdorf/Malente, in der es keine Heimniederlage mehr gab, und diese sollte sich, wenn es nach der SG ging, nun jähren. Mit nur einer Niederlage aus neun Spielen führte man die Kreisliga Südost als Tabellenführer vor diesem Spieltag an, sodass man favorisiert ins Duell mit der FSG ging. Es wartete eine schwierige Aufgabe, denn der Gegner ist nur schwer zu schlagen und feierte in der Vorwoche einen souveränen 3:0-Sieg gegen Großenbrode. Dieser war allerdings zu Hause, denn in der Fremde tut sich die Mannschaft von Tobias Becker schwer. Drei Punkte aus vier Spielen gab es vor dem zehnten Spieltag. Alle drei Saisonniederlagen gab es in der Fremde. Nun wollte man im Ernst-Rüdiger-Sportzentrum den zweiten Auswärtssieg einfahren, doch dabei musste personell auf einige Spieler verzichtet werden. Vor allem der Ausfall des zuletzt formstarken Andrej Knaub schmerzte. Doch auch der erfahrene Leader Marcel Schiffer sowie Mathis Delf mussten ersetzt werden. Die Hausherren mussten auf Lucas Paulauskas verzichten, wie auch auf Niclas Timm. Mattis Boysen und Ole Hoffmann blieben zunächst draußen. Stattdessen begannen Thore Meyer, Leo Korn oder auch Jan-Ole Wiebcke. Es war eine offensive Ausrichtung, auf die Benjamin Berger setzt.

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Thies Theede (Bösdorf) wird von seinem Gegenspieler gestört. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Von Beginn an nahm die Heimmannschaft das Zepter in die Hand und sollte das Spiel bestimmen. Man lief an, doch der Gegner stand im gewohnten 3-4-3 kompakt und ließ wenig zu. Nach vorne sollte Saxonia über Umschaltmomente kommen, doch auch dies führte lange Zeit nicht wirklich zu klaren Torchancen. So ließen Chancen in den ersten 20 Minuten noch auf sich warten. Danach sollte Thore Meyer mal knapp am rechten Pfosten vorbeischießen. Drei Minuten später war es erneut Meyer, der völlig blank zum Kopfball kam, doch diesen nicht aufs Tor bekam. Im Anschluss sollte Saxonia zu mehreren Eckbällen kommen, doch selten wurden diese gefährlich. Einer davon führte stattdessen zu einem Konter für die SG, die zu einer Drei-gegen-eins-Überzahlsituation kam. Lüdtke bediente Korn halbhoch, doch nach einem Stürmerfoul war diese Szene verpufft. Es wäre weitaus mehr möglich gewesen in dieser Situation. Fünf Minuten vor der Pause gab es dann eine ähnliche Szene auf der anderen Seite, als Rafael Schürmann durch war, doch Argurijan Zogaj in höchster Not rettete. Keine 120 Sekunden später sollte die Heimmannschaft dann allerdings in Führung gehen. Über Theede und Lüdtke kam der Ball zu Jan-Ole Wiebcke (42.), der eiskalt vor dem Tor blieb. So ging es mit einer 1:0-Führung in die Pause. Chancen waren Mangelware, denn das Spiel fand überwiegend im Mittelfeld statt. Beide ließen kaum etwas anbrennen.

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Bösdorf/Malente hatte über weite Strecken mehr vom Spiel. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Zur zweiten Hälfte war klar, dass die Gäste etwas mehr Risiko gehen müssten. Sie liefen dem Rückstand hinterher und hatten kurz nach Wiederbeginn großes Glück, dass der Schiedsrichter nicht auf Elfmeter entschied. Lüdtke ging im Strafraum gegen Tim Wedemayer zu Boden. Ein Kontakt war sichtbar, doch für den Spielleiter reichte dieser nicht aus. Danach verzeichnete die Heimelf noch weitere Annäherungen, doch ohne richtig zwingend zu werden. Nach etwas mehr als einer Stunde gab es dann einen Schlüsselmoment. Nico Fischer prallte mit dem Angreifer zusammen und sah die Rote Karte. Jesko Saggau ging somit ins Tor. Danach sollten die Gäste immer zwingender werden. So sollte kurz vor dem Ende Matze Fink (88.) den Ausgleich erzielen. Es deutete sich nach immer mehr Feldüberlegenheit für Saxonia etwas an. Nach dem Treffer sollte es sogar noch zwei Großchancen nach Standards für die FSG geben. Einen direkten Freistoß sowie einen Kopfball nach einer Ecke parierte Saggau im Tor. Der Siegtreffer blieb allerdings aus, sodass es am Ende ein 1:1-Remis gab. Seit über einem Jahr konnte kein Team mehr auf der Sportanlage in Malente oder aber in Bösdorf gewinnen. Dennoch war das Gefühl bei der Heimmannschaft nach Abpfiff nicht allzu positiv. Benjamin Berger sagte: „In Summe ist das Unentschieden in Ordnung, durch Feldüberlegenheit ab der 70. Minute für Saxonia, doch leider fühlt sich das Unentschieden wie eine Niederlage an. Wir haben bis zum Platzverweis von unserem Torwart das Spiel voll unter Kontrolle und haben nichts zugelassen. Saxonia war im eigenen Ballbesitz einfallslos und kam nur über lange Bälle in unsere Hälfte. Leider fangen wir uns ausgerechnet kurz vor dem Schlusspfiff in der 88. Minute das Gegentor. Die ausgeführte Ecke blocken wir und leider fällt der Ball auf den Fuß vom Saxonia-Spieler, der den Ball ins Netz schießt. Am Ende des Tages weiß Saxonia nicht, wie sie bei uns den Punkt mitnehmen – aber leider ist es so. Wir haben mit dem Ball ein gutes Spiel gemacht, nur unsere zahlreichen Chancen liegen lassen. Das war von der Chancenverwertung nicht kreisligawürdig. Nun arbeiten wir nächste Woche das Spiel auf und haben mit dem kommenden Gegner ein ordentliches Brett vor der Brust.“

SC Cismar – SV Rickling 1:0 (0:0)

In der Vorwoche konnte der SC Cismar seine Negativserie beenden und mit 1:0 beim TuS Tensfeld gewinnen. Es war ein Sieg dank einer starken Defensivleistung, der am Ende nicht gerade unverdient war. An diesem galt es anzuknüpfen, wenn es nach knapp einem Monat mal wieder ein Heimspiel im Stadion der Sonnenseite gab. Der SV Rickling war zu Gast, der mit einer 0:5-Pleite im Rücken anreiste. Gegen die SG Göhl/Oldenburg unterlag man deutlich, was nun abgestellt werden sollte. Verstecken wollte man sich allerdings keineswegs, trotz einiger personeller Ausfälle. In Grömitz legte der Aufsteiger mutig los und wollte durchaus mitspielen. Sie hatten Ballbesitzphasen, doch im letzten Drittel wurde zu wenig Gefahr erzeugt. In den ersten zehn Minuten war es ein ausgeglichenes Duell mit Abschlüssen beider Seiten, doch ohne richtig klare Chance. Nach 14 Minuten wurde es dann erstmals gefährlich, als Bennet Kern vom Sechzehner abzog, doch den Ball knapp am Pfosten vorbeizog. Vier Minuten später war der SCC mal über Tom Andres auf Außen durch, der in die Mitte legte, doch Nis Berger rettete vor Florian Nothnagel-Valand. Auf der anderen Seite sollte es nach einer Ecke von Pagenstecher mal etwas gefährlich werden, denn Dominik Lembke kam frei zum Kopfball, doch bekam diesen nicht genau genug auf das Tor. Es war ein gutes Fußballspiel, doch die Hausherren wurden zunehmend spielbestimmender, sodass Rickling mehr über den Kampf kommen musste.

Nach einer halben Stunde gab es für die Ostholsteiner dann mal eine richtig gute Chance, doch den Schuss von Andres parierte Keeper Alexander Stein. Auf der anderen Seite sollte Pagenstecher doppelt zum Abschluss kommen, doch gleich zweimal rettete die Defensive der Grömitzer. Noch vor der Pause sollte es dann einen Doppelwechsel bei der Heimmannschaft geben. Nothnagel-Valand kratzte an einer Gelb-Roten Karte und ging vorzeitig runter und Vincent Kern sollte angeschlagen den Platz verlassen. Es kamen Linus Kluge und Paul Schröder. Beide taten dem Spiel gut, denn sie sorgten für etwas mehr Dynamik. Mit der letzten Aktion vor der Pause war es dann ein Kopfball von Reincke, der allerdings deutlich über das Tor ging. Cismar war einfach zu unsauber und teils auch ideenlos im letzten Drittel, sodass sie ihre Ballbesitzvorteile nicht in Tore ummünzen konnten. Dies sollte nach der Pause verbessert werden, doch die erste Chance hatte der Gast. Nach einer Ecke ging ein Kopfball knapp am Tor vorbei. Wie bereits im ersten Durchgang sollte der SVR mutig beginnen, doch erneut war dies nur von kurzer Dauer. Im Anschluss wurde Cismar nämlich wieder aktiver und kam durch Andres, Schröder und Kern zu Möglichkeiten. Bennet Kern (74.) war es letztlich auch, der vor dem Tor auftauchte und eiskalt blieb. Es war das verdiente Führungstor für die Ostholsteiner. Im Anschluss wurde das Spiel immer körperbetonter und von Zweikämpfen geprägter.

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Es war hart umkämpft. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Beide Teams schenkten sich nichts in einem schwachen Kreisligaspiel, das wenig fußballerische Highlights und dafür viel Kampf bot. Rickling wollte antworten auf den Gegentreffer, doch mit einer Roten Karte für Florian Kaup, der nachtrat, sollte es nicht einfacher werden. Man lief an und hoffte, irgendwie den Ausgleich zu erzielen, doch ohne Erfolg. Die Hausherren brachten die Führung über die Ziellinie und gewannen zum zweiten Mal in Folge mit 1:0. Die neue defensive Ausrichtung zeigt sich aus. Daniel Temme, Co-Trainer der Grömitzer, der noch selbst in die Partie kam, sagte: „Über die gesamten 90 Minuten war das von beiden Seiten kein schönes Kreisligaspiel. Viele Fehlpässe im Mittelfeld haben das Spiel nach vorne nicht unbedingt einfacher gemacht. Dennoch ist positiv hervorzuheben, dass wir wieder gut verteidigt haben und die Null wieder steht. Darauf lässt sich aufbauen. Es geht für uns aktuell darum zu punkten und hinten nichts zuzulassen. Auch wenn das Offensivspiel dadurch ein bisschen leidet, tut uns die defensivere Ausrichtung gut und wir gewinnen unsere Spiele. Nun geht’s wieder in eine Trainingswoche. Wir hoffen, dass sich der ein oder andere Verletzte wieder dem Mannschaftstraining anschließen kann und die Angeschlagenen auch dabei sind.“ Gästetrainer Sebastian Latendorf sagte: „Wir haben uns grundsätzlich mehr vorgenommen. Wir sind hier mit einer breiten Brust hergefahren, dass wir alle Ausfälle kompensieren können mit einem starken Kader. Wir sind schwer ins fußballerische reingekommen, eher über den Kampf, der sich bis zum Ende 90 Minuten durchgezogen hat. Cismar hatte keine großen Torchancen gehabt, vielleicht ein, zwei und davon haben sie eine genutzt. Also sie hatten eine hundertprozentige Quote gehabt. Wir haben es schlecht im letzten Drittel ausgespielt, aber man kann den Jungs nichts negatives vorwerfen, denn sie haben das Herz auf dem Platz gelassen. Chapeu an die Jungs, wie sie hier gefightet haben, ein 1:1 wäre gerecht gewesen.“

TSV Gremersdorf – TSV Lütjenburg 6:1 (2:0)

Nach zwei Niederlagen in der Kreisliga sowie dem Pokalaus unter der Woche wollte der TSV Gremersdorf den kleinen Negativtrend beenden. Es war der erste in dieser Saison, in der es bisher eigentlich nur Höhen gab, trotz immer wieder ausfallender Stammspieler. Nun war ein Team zu Gast, bei dem es wenig gab, das Mut machte. Der TSV Lütjenburg verlor die ersten Spiele allesamt und hielt daher folgerichtig die Rote Laterne hoch. Dementsprechend war der Verbandsligaabsteiger auch klarer Favorit am Sonnabend. Personell sah es allerdings alles andere als gut bei ihnen aus. Es fehlte ein großer Teil der Stammelf, sodass die Zweite in der A-Klasse nicht antreten konnte und in der Ersten auffüllen musste. Diese Elf sollte sich ziemlich schwertun, wie Christian Ippig verriet: „Ein vogelwildes und aus unserer Sicht ein chaotisches Spiel. Wir haben nicht richtig ins Spiel gefunden. Viele unsaubere Pässe, falsche Entscheidungen, zu kompliziert und glücklicherweise nicht in Rückstand geraten. Lütjenburg hatte zwei Lattentreffer und ein Eins-gegen-eins gegen unseren Keeper, welches Fabian Mandt für sich entschied, in der ersten Halbzeit. Wir erlösen uns mit den beiden Toren kurz vor der Halbzeit.“ Felix Severin (43.) und Dustin Gabbey (44.) sollten für die 2:0-Pausenführung sorgen.

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Nach der Pause erhoffte sich Gremersdorf eine Steigerung. Severin (52.) schnürte den Doppelpack, doch im direkten Gegenzug verkürzte Enrico Rahlf (53.). Spannung kam dadurch allerdings nicht unbedingt auf, denn Lennart Petersen (79./92.) sowie Gabbey (89.) sollten den 6:1-Sieg perfekt machen. Drei Doppelpacker sollten also den Unterschied machen und einen verdienten Sieg für die Ostholsteiner eintüten. Es war die Reaktion auf die Niederlagen zuvor, doch überzeugend war es für den Cheftrainer dennoch nicht. Ippig sagte: „Leider wurde das Spiel in der zweiten Halbzeit nicht besser, sodass das Fazit lautet: Hauptsache gewonnen. Vielmehr gibt es nicht zu sagen.“

TuS Tensfeld – TSV Lensahn 1:4 (1:2)

Der TuS Tensfeld ging mit einer Serie von bereits vier sieglosen Spielen in den zehnten Spieltag. Anfangs war es noch ein Auf und Ab, denn auf einen ernüchternden Start folgte ein klarer Aufwärtstrend, doch die vergangenen Wochen waren mit Blick auf die Ergebnisse keine einfachen. Vorne geht einfach zu wenig beim TuS, der den Ausfall von Torge Broetzmann einfach nicht kompensieren kann. Vier Tore aus vier Spielen sind einfach zu wenige und wenn es dann auch noch hinten zu einfache Fehler gibt, dann kommen viele Gegentore hinzu. Elf Stück waren es in drei Partien, die mit fehlender Durchschlagskraft vorne einfach nicht zu kompensieren sind. Nun hoffte man am Sonntag endlich mal wieder Grund zur Freude zu haben, doch die Aufgabe war eine enorm schwierige. Der TSV Lensahn gastierte, der in der Vorwoche ein echtes Ausrufezeichen setzte. Gegen die formstarke SG Insel Fehmarn feierte die Mannschaft von Daniel Safadi einen 7:1-Heimerfolg. Nun sollte auswärts nachgelegt werden, doch dort tat man sich noch schwer. Dreimal wurde bereits in der Fremde verloren, sodass Wiedergutmachung angesagt war. Vadim König sagte: „In der ersten Halbzeit haben wir zunächst nur schwer Zugriff auf das Spiel bekommen. Wir haben viel zu häufig den langen Ball gesucht und konnten unser eigenes Spiel nicht wie gewohnt aufziehen. Tensfeld ist vorne gut angelaufen und hat uns damit das Leben schwer gemacht. Ich hatte das Gefühl, dass man unseren Spielern die Anspannung angemerkt hat. Jeder wusste, wie wichtig dieses Spiel für uns war. Trotzdem gehen wir durch Turbo mit 1:0 in Führung und bekommen danach immer mehr Kontrolle ins Spiel. Wir finden besser in unsere Abläufe und können unser Spiel zunehmend durchsetzen.“

Nach dem Führungstor durch Thorben Ratje (14.) sollte allerdings der TuS zunächst ausgleichen. Yannick Teffner (28.) glich aus und beendete die Durststrecke von knapp 200 Minuten ohne Tor. Ein Fehler im Spielaufbau wurde bestraft, sodass die Gäste „Preetz-Vibes“ hatten, denn dort führte ein eigener Fehler zum Gegentor mit dem ersten richtigen Torschuss. Davon sollte sich der TSV allerdings wenig beeindruckt zeigen, denn Haruna Jammeh (45.) traf mit Pausenpfiff zum 2:1. TuS-Coach Christoph Hinz sagte: „Die erste Halbzeit war ein absolut offenes Spiel und über weite Strecken machen wir das wirklich ordentlich. Dann bekommen wir kurz vor der Pause noch das 1:2. Das ist natürlich bitter.“ Nach der Pause sollte der TSV dann dezimiert werden. König sagte: „Direkt nach der Pause schwächen wir uns dann leider selbst. Haruna sieht innerhalb kurzer Zeit Gelb-Rot, weil er mit einer Schiedsrichterentscheidung nicht zufrieden ist und die Diskussion nicht beendet. Mit zehn Mann müssen wir also die komplette zweite Halbzeit bestreiten.

Und genau da zeigen wir meiner Meinung nach eine richtig starke Reaktion. Wir haben auch in Unterzahl weiter nach vorne gespielt und uns zahlreiche Chancen erarbeitet. Zweimal treffen wir die Latte, einmal geht der Ball an den Pfosten. Dazu kommt eine Situation, in der der Ball auf der Linie liegt und wir nicht konsequent nachsetzen, weil wir bereits davon ausgehen, dass der Torwart den Ball sicher hat. Auch da wäre mehr drin gewesen.“ Mostafa Zourgani (63.) und Finn-Ole Ratje (74.) sollten auf 4:1 stellen und den Sack zumachen. König setzte fort: „Am Ende gewinnen wir 4:1 und der Sieg geht auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung. Wenn wir unsere Chancen konsequenter nutzen, hätte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen können. Tensfeld war über die gesamte Partie griffig und hat uns vor allem in der ersten Halbzeit vor einige Aufgaben gestellt. Nach vorne fehlt ihnen aus meiner Sicht allerdings noch etwas die Durchschlagskraft. Trotzdem ist Tensfeld für mich deutlich besser, als es die aktuelle Tabelle vermuten lässt.“

Beim TuS setzt sich die Sieglosserie also weiterhin fort. Es war die fünfte Partie ohne Sieg in Serie, darunter zuletzt vier Niederlagen. Man kommt einfach nicht in die Punkte. Trainer Hinz sagte: „Mit der zweiten Hälfte bin ich aber nicht zufrieden. Wir sind in Überzahl und schaffen es trotzdem nicht, mutig und mit der nötigen Intensität zu spielen. Wir spielen es nicht clever genug, verlieren den Faden und machen es dem Gegner dann zu einfach. Das müssen wir klar ansprechen. Wir haben eine junge Mannschaft und die wird Fehler machen und auch mal Lehrgeld bezahlen. Entscheidend ist, dass wir daraus lernen. Dabei werde ich die Jungs unterstützen, aber gleichzeitig auch einfordern, dass wir solche Situationen mit der Zeit besser lösen. Genau darum geht es.“

SV Großenbrode – SG Göhl/Oldenburg 1:8 (1:2)

Zwei Gegensätze trafen am Sonntagnachmittag aufeinander. Der SV Großenbrode holte nur einen Sieg aus den vergangenen sechs Kreisligaspielen und sollte sich damit im Tabellenkeller wiederfinden. Es ist keine gute Phase beim Aufsteiger von 2024, der vorne zu ungenau agiert und aus den Chancen einfach zu wenig herausholt. Hinten haderte man mit individuellen Fehlern, die am Ende nicht kompensiert werden konnten. Zu Gast war nun mit der SG Göhl/Oldenburg eine Mannschaft, die mit zwei Siegen gegen Tensfeld (6:1) und Rickling (5:0) ins Spiel ging und voller Selbstvertrauen war. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schien der Verbandsligaabsteiger immer mehr in der Kreisliga angekommen zu sein. Dies sollte sich auch in Großenbrode zeigen, auch wenn die SGGO im ersten Durchgang noch nicht vollständig überzeugte. Tom Deiterding (20.) brachte den Gastgeber in Führung. Der Doppelschlag durch Ben Ehrich (37.) und Mattis Markmann (39.) sollte dennoch für die Pausenführung sorgen. SGGO-Coach Mario Markmann sagte: „Es waren heute zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Obwohl ich die Jungs auf die Spielweise des Gegners eingestimmt hatte, hat sich die Mannschaft in der ersten Halbzeit von der destruktiven, körperbetonten und in den Zweikämpfen teilweise übermotivierten Spielweise von Großenbrode anstecken lassen. Obwohl wir das Spiel völlig unter Kontrolle hatten, waren wir in vielen Aktionen unkonzentriert. So entstand auch das 1:0 nach 20 Minuten durch den ersten Torschuss von Großenbrode. Ende der ersten Halbzeit kommen wir dann durch zwei konzentriert gespielte Aktionen noch zu zwei Treffern.“

Großenbrode war mit dem ersten Durchgang hochzufrieden. Trainer Peter Thomm sagte: „Es ist immer schwer, nach so einer Niederlage alles positiv zu sehen, aber das kann ich durchaus, denn wir haben in der ersten Halbzeit unseren Matchplan richtig gut umgesetzt. Von 45 Minuten finde ich, haben wir 42–43 richtig gute Minuten, waren in den Zweikämpfen präsent, haben Oldenburg aus dem Spiel genommen und gar nicht ihr Spiel aufziehen lassen. Dann gehen wir verdient in Führung. Es waren dubiose Schiedsrichterentscheidungen, denn es muss zweimal Rot für Oldenburg geben.“ Dabei soll einmal die Äußerung „du Penner“ in Richtung Yannic Slowy gefallen sein sowie mehrfaches absichtliches Treten in die Haken, wie der SVG-Coach berichtete. Stattdessen sollte allerdings ein Spieler seiner Mannschaft für mehrfaches Foulspiel des Feldes verwiesen werden. Dies war der Genickbruch für die Heimelf. Oldenburg kam mit Schwung aus der Pause und machte es deutlich. Der Gästecoach sagte: „In der Halbzeitpause haben wir uns dann noch mal neu justiert. In der zweiten Halbzeit war es dann von uns ein ganz anderes Spiel. Wir haben uns auf unser Spiel konzentriert und so Fußball gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor. Viele gute Aktionen, schnelles Spiel, gutes Pressing. So haben wir eine Vielzahl von Torchancen rausgespielt und in der Konsequenz auch die Tore gemacht. Dabei hat Mattis mit seinen vier Toren einen großen Beitrag geleistet. Am Ende hätte es auch zweistellig ausgehen können“, sagte Markmann. Bennet Lauenroth (55.), Tim Röben-Müller (65.), Ehrich (68.) sowie drei weitere Treffer von Mattis Markmann (73./89./92.) machten den 8:1-Sieg der SGGO perfekt. Für Großenbrode gab es eine deutliche Klatsche auf der heimischen Sportanlage. Coach Peter Thomm sagt: „Über die zweite Hälfte braucht man nicht viel sagen. Das ist natürlich Oldenburger Glück, wenn man noch Spieler aus der Ersten auf die Bank setzen und dann bringen kann. Mal schauen, wann sich Oldenburg mal wieder beschwert, wenn zweite Mannschaften in der Oberliga wieder aus der Ersten Spieler runterholen.“

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