
Gremersdorf – Am Dienstagabend sollte es in der Kreisliga Südost zu einem vorgezogenen Spiel des elften Spieltags kommen. Der TSV Gremersdorf empfing den TSV Dannau, wobei die Rollenverteilung glasklar war. Die Heimelf sollte die Tabellenspitze anpeilen, denn mit einem Sieg würde man von ganz oben grüßen. Nach 90 Minuten gab es ein klares Ergebnis, das am Ende hochverdient war.
Einige Rückkehrer bei Dannau
Am Sonnabend gewann der TSV Gremersdorf zu Hause gegen Schlusslicht Lütjenburg mit 6:1. Es war ein deutlicher Sieg, doch Trainer Christian Ippig war nicht wirklich zufrieden. Der Auftritt war durchwachsen trotz des am Ende klaren Ergebnisses. Nun wartete der Tabellenvorletzte, der am Freitag gegen Eutin 08 II verlor und in der Fremde noch ohne einzigen Punkt blieb. Hinzu kam ein katastrophales Torverhältnis, denn aus den ersten vier Auswärtsspielen gab es 5:30 Tore. Nun sollte es nicht ganz so deutlich werden, denn personell kehrten einige wichtige Spieler zurück. So sollte Moritz Ohse wieder beginnen, genauso wie auch Tristan Anders und Eslam Amiri. Die Ausrichtung des Aufsteigers war klar, denn aus einer kompakten Defensive heraus sollte umgeschaltet werden. Das Spiel bestimmte ganz klar die Heimelf, die mit einer Doppelspitze aus Rune Jäkel und Felix Severin agierte. Die erste Annäherung hatte allerdings Dannau, doch Fabin Mandt war auf der Hut und zuerst am Ball.
Petersen trifft zum überfälligen 1:0
Ansonsten sollte Gremersdorf alles im Griff haben. Nach vier Minuten köpfte Jäkel knapp vorbei, bevor zwei Minuten später Patrick Eichholz knapp das Tor verfehlte. In der achten Spielminute sollte dann Severin per Kopf den Ball aufs Tor bringen, doch Marcel Peetz war zur Stelle. Die Führung der Hausherren deutete sich so langsam an, denn nach einer Viertelstunde bediente Petersen den völlig freistehenden Jäkel, der allerdings aus kurzer Distanz deutlich über das Tor zog. Das musste eigentlich die Führung der Ostholsteiner sein. Oftmals würde sich eine solche Chancenverwertung rächen und auch in diesem Fall gab es die Chance, doch der Kopfball eines Dannauers nach ruhendem Ball ging deutlich vorbei. Nach fast einer halben Stunde war es dann so weit. Der erste Treffer des Abends fiel, denn Lennart Petersen (28.) zog einfach mal aus der Distanz ab und traf. Es war der verdiente Führungstreffer für die Platzherren.
Konter mit Pausenpfiff zum 2:0
Zehn Minuten vor der Pause wurde dann Dannau mal richtig gefährlich. Maurice Stöffer, einer der auffälligsten Spieler der Gastmannschaft, zog ab und verfehlte nur knapp. Mit Pausenpfiff zappelte der Ball dann erneut im Tor der Gäste. Ein Befreiungsschlag der Heimelf vor dem eigenen Tor leitete den Gegenstoß ein, Oskar Fink (45.) war schneller als sein Gegenspieler und kam zuerst an den Ball, bevor Torhüter Peetz da war, sodass er den Ball am Keeper vorbei ins Tor spitzelte. Es war das 2:0, was für den Aufsteiger enorm bitter war. So lief man einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. In der Pause sprach Ippig einige Dinge an, was sich auszahlen sollte. Seine Mannschaft wurde noch drückender und ließ dem Gegner kaum noch Luft zum Atmen. Man ging vorne drauf, spielte mit Tempo und sollte nach einer Flanke von der rechten Seite durch Rune Jäkel (51.) auf 3:0 erhöhen.

Heimelf macht es deutlich
Das dritte Tor war die Vorentscheidung, doch für Gremersdorf erst der Anfang. Man spielte nun immer weiter. Luca Zielinski brachte den Ball an den zweiten Pfosten, wo Felix Severin (54.) letztlich das Leder über die Linie drückte. Es ging nun Schlag auf Schlag, denn zwei Angriffe durch das Zentrum führten zum 6:0 durch Maximilian Bormann (57.) und Jonas Kock (58.). Das halbe Dutzend war nun voll, doch dem Aufsteiger gelang der Ehrentreffer. Stöffer zog zunächst ab, Mandt parierte, doch dann sollte Tristan Anders (64.) den Ball über die Linie köpfen. Spannung kam dadurch aber keine mehr auf, denn nur fünf Minuten später war es erneut Kock (69.), der auf 7:1 stellte. In der Schlussphase sollte Jäkel (84.) mit seinem Doppelpack auf 8:1 stellen, was zugleich der Endstand war. Der Verbandsligaabsteiger kletterte somit an die Tabellenspitze, nachdem man eine starke zweite Hälfte zeigte, in der man es deutlich besser machte als noch vor der Pause.
Zwei unterschiedliche Hälften
Trainer Ippig sagte zum Spiel: „Ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten von uns. In der ersten Halbzeit haben die Jungs fast das Lütjenburg-Spiel fortgesetzt. Zu viele Ballverluste, ungenaues Passspiel und auch in der Rückwärtsbewegung nicht konsequent. In der Halbzeit haben wir die wesentlichen Dinge nochmal klar angesprochen. Und siehe da, die Jungs haben so gespielt, wie wir von Anfang an spielen wollten. Einfache Bälle, wenige Ballkontakte, über außen mit Doppelpässen in die Tiefe. Das war ok und so konnten wir das Spiel dann auch klar entscheiden.“








