
Lübeck – Der MTV Lübeck hat im zweiten Saisonspiel eine deutliche Reaktion gezeigt. Nach der knappen 70:74-Auftaktniederlage gegen die Itzehoe Eagles 3 setzte sich die Mannschaft gegen den 1. SC Norderstedt 2 mit 91:31 durch. Vor allem defensiv dominierten die Lübecker die Begegnung und ließen in den ersten drei Vierteln zusammen lediglich 17 Punkte zu.
Partie früh entschieden
Von Beginn an übernahm der MTV die Kontrolle. Das erste Viertel ging mit 21:6 an die Gastgeber, im zweiten Abschnitt wurde der Vorsprung mit einem 25:7 weiter ausgebaut. Beim Stand von 46:13 ging es in die Halbzeit. Noch deutlicher wurde es anschließend: Mit hoher Intensität in der Defensive und viel Druck auf den Ball entschied Lübeck das dritte Viertel mit 31:4 für sich. Vor den letzten zehn Minuten war die Partie beim Stand von 77:17 längst entschieden.
Im Schlussviertel nutzte der MTV die deutliche Führung für eine breite Rotation und verschiedene Formationen. Entsprechend ausgeglichen verlief der letzte Abschnitt beim 14:14. Statt das Ergebnis weiter in die Höhe zu treiben, erhielten zahlreiche Spieler Einsatzzeit und Verantwortung. Am deutlichen 91:31-Endstand änderte das nichts.
Defensive als Grundlage
Besonders die Defensivleistung stach hervor. Unter dem eigenen Motto „In Our Key, They Feel the Pain“ wollte Lübeck konsequent die Zone kontrollieren und einfache Abschlüsse am Korb verhindern. Mit 50 Rebounds, 18 Steals und neun Blocks gelang das eindrucksvoll. Offensiv bestand dagegen trotz der 91 Punkte noch Luft nach oben. Lediglich 25 Prozent der Dreier fanden ihr Ziel, dafür suchte der MTV immer wieder erfolgreich den direkten Weg zum Korb.
Ein gelungenes Spiel machte auch der erst 17 Jahre alte Rookie Bennett Boppel. Nachdem er beim Saisonauftakt lediglich drei Minuten zum Einsatz gekommen war, stand er diesmal mehr als zehn Minuten auf dem Feld. Mit vier Offensivrebounds, zwei Assists und vier Steals setzte der Youngster vor allem durch Energie und Einsatz wichtige Akzente.
Nach zwei Begegnungen steht der MTV damit bei einem Sieg und einer Niederlage sowie einem Korbverhältnis von 161:105. Gleichzeitig fehlen weiterhin mehrere Spieler, die für den engeren Kader infrage kommen. Bis zum nächsten Ligaspiel am 31. Oktober beim TSV Schwarzenbek bleibt somit ausreichend Zeit, um weiter an Defense, Kommunikation und Reboundarbeit zu arbeiten. Perspektivisch will der MTV auch gegen die direkten Konkurrenten Itzehoe und TuS Lübeck bestehen und im Kampf um die oberen Tabellenplätze mitmischen.
Bildquellen
- Basketball Ball: Lobeca/Michael Raasch








