
Lübeck – Schon am Freitagabend kommt es in der Kreisliga Südwest zu vier Spielen. Der elfte Spieltag wird eröffnet und es geht ordentlich zur Sache. Spannende Duelle warten, denn so gastiert der formstarke SV Henstedt-Ulzburg bei einem direkten Konkurrenten, den man allerdings schwer einschätzen kann. Zudem empfängt Hoisdorf nach drei Siegen den SSV Großensee. Des Weiteren peilt Alveslohe nach zwei sieglosen Spielen wieder einen Dreier an, doch der Gegner kommt mit zwei Siegen im Gepäck. Auch in Bad Segeberg rollt der Ball, wenn es zu einem Derby kommt. Dies ist bereits das zweite Aufeinandertreffen in dieser Saison.
SG Bargteheide/Hammoor – SV Henstedt-Ulzburg (Fr., 19.30 Uhr)
Das Topspiel am Freitagabend steigt bereits um 19.30 Uhr am Kamp, wo die heimische SG Bargteheide/Hammoor den Top-Favoriten der Liga herausfordert. Der SV Henstedt-Ulzburg ist zu Gast, der nun schon seit sechs Spielen ungeschlagen ist. Zuletzt riss die Siegesserie von fünf Siegen am Stück, nachdem es im Spitzenspiel gegen Tralau ein 3:3-Remis gab, doch aus der Spur bringen soll dieses Unentschieden die Segeberger nicht. Es war schließlich ein leistungsgerechtes 3:3, auch wenn es sicherlich bitter war, dass es aus einer 3:1-Führung entstand und erst tief in der Nachspielzeit der Ausgleich fiel. Es gelang somit nicht, an den Konkurrenten weiter heranzurücken, doch absetzen konnte sich dieser auch nicht, sodass alles im Soll ist. Nun wartet allerdings direkt das nächste Spitzenduell auf den SVHU, doch anders als das gegen Tralau, hätte man vor der Saison wohl nicht damit gerechnet, dass ein Duell mit der neuen SG Bargteheide/Hammoor als ein solches gelten würde. Mit 21 von 30 Punkten steht der Zusammenschluss aus Hammoor und Bargteheide II mit zwei Zählern mehr vor dem Top-Favoriten auf Rang drei. Dies soll sich nun sicherlich ändern, doch klar ist dabei auch, dass die Aufgabe gerade am Freitagabend enorm schwer werden würde. Gästecoach Keven Bostelmann sagt: „Zunächst muss man sagen, dass sie sicherlich von ihrer Heimspiel-Ansetzung am Freitag um 19:30 Uhr profitieren. Gerade bei Auswärtsspielen unter der Woche fallen bei vielen Mannschaften schnell mal zwei bis vier Spieler weg. Leider wird das auch bei uns der Fall sein. Durch die Ansetzung müssen auch wir auf den ein oder anderen wichtigen Spieler verzichten, was die Aufgabe sicherlich nicht einfacher macht. Dazu kommt, dass diese SG aus zwei Mannschaften zusammengeschlossen wurde: Hammoor ist letztes Jahr faktisch abgestiegen, Bargteheide kam aus dem unteren Mittelfeld. Als SG verkaufen sie sich bisher allerdings richtig gut und haben schon ordentlich gepunktet. Gleichzeitig gab es auch Ergebnisse wie die 1:7-Niederlage gegen Tralau. Wir wissen deshalb nicht genau, was am Freitag auf uns zukommt. Genau das macht sie ein Stück weit zur Wundertüte. Für uns ist es aber ein echtes 6-Punkte-Spiel. Mit einem Sieg können wir nicht nur drei wichtige Punkte mitnehmen, sondern die SG auch in der Tabelle überholen. Deshalb sind wir gewarnt, müssen von Anfang an voll da sein und wollen die drei Punkte unbedingt mit nach Hause nehmen.“
Für die SG Bargteheide/Hammoor gilt es nach der Heimniederlage vor zwei Wochen gegen den SSV Großensee, nun endlich wieder zu Hause zu gewinnen. Man ist heimstark, auch wenn es alle drei Saisonniederlagen zu Hause in Hammoor gab. Eine vierte soll nun folgen, doch man weiß auch, dass diese Aufgabe alles andere als eine einfache werden wird. Es benötigt einen starken Auftritt und defensiv eine Steigerung zum Wochenende, denn erneut drei Gegentore werden wohl nur schwer zu kompensieren sein. Doch chancenlos geht man ins Duell mit dem klaren Favoriten vom Beckersberg nicht, denn schließlich hat man auch gegen stärkere Gegner, wie Wahlstedt, Hoisdorf oder aber die FSG Alsterland gewonnen. Gleichzeitig allerdings auch gegen Mannschaften dieser Kategorie wie Großensee, Segeberg oder aber Tralau verloren. Es wird sich also zeigen, was es für ein Spiel am Freitagabend wird. Eine stabile Defensive wird am wichtigsten sein für die SG, die sicherlich erneut erst einmal kompakt stehen möchte und dann gegen den spielstarken Gegner Nadelstiche setzen will.
SV Eintracht Segeberg – Leezener SC (Fr., 20 Uhr)
Es liegt nicht viel Zeit zwischen dem letzten Duell und dem kommenden am Freitagabend zwischen dem SV Eintracht Segeberg und dem Leezener SC. Am 8. September begegneten sich beide Mannschaften erst im Kreispokal, doch damals an der Hamburger Straße in Leezen. Es gab einen souveränen 4:1-Sieg der Heimmannschaft, was mit Blick auf den Saisonstart in der Liga bei beiden Teams eher überraschend war. Dort treffen nämlich zwei Gegensätze aufeinander. Aufsteiger Eintracht brauchte keinerlei Starthilfe in der neuen Liga, sodass man nach neun Spielen mit 18 Punkten auf Rang fünf steht und durchaus auf die Top-Drei schielt. Die Qualität dafür ist unumstritten da, denn chancenlos war der Aufsteiger in keinem Spiel. Dreimal wurde erst verloren und alle drei Pleiten sind richtig einzuordnen. Mit Tralau, Wahlstedt und Alsterland reisten drei Titelanwärter in die Kreisstadt. Erste beiden hätte man beinahe zwei Punkte abgenommen, doch zwei späte Gegentreffer in der Nachspielzeit ließen Segeberg ohne Punkte dastehen. Gegen Alsterland betrieb man Chancenwucher und wurde dafür hinten gnadenlos bestraft. Diese drei Pleiten waren bitter, denn gerade zu Hause läuft es noch nicht so richtig. In der Fremde dagegen einwandfrei, denn dort wurden schließlich alle fünf Partien gewonnen. Zuletzt mit 4:1 in Sülfeld, wo man keine Zweifel aufkommen ließ und schon zur Pause den Sack zumachte. Nun steht eine neue Aufgabe an und unterschätzen wird man den Gegner nicht. Ganz im Gegenteil, denn man hat noch etwas gut zu machen. Trainer Mark Galander sagt: „Durch das Pokalaus haben wir noch eine kleine Rechnung mit Leezen offen. Was uns etwas ratlos zurücklässt, ist, dass Leezen in der Liga noch nicht so recht angekommen ist, obwohl sie uns im Pokal den Schneid abgekauft haben und dadurch auch verdient gewannen. Wir müssen also das körperliche Spiel annehmen und dagegenhalten: Uns werden leider einige Spieler fehlen. Am Dienstagabend hatten wir 12 Absagen, da werden wir einiges umstellen müssen.“
Beim Leezener SC ist die aktuelle Situation nur schwer zu begreifen. Nur zwei Siege und sieben Punkte aus den ersten neun Spielen sorgen dafür, dass die Segeberger auf Rang 14 in der Kreisliga Südwest stehen. Dabei steckt in dieser Truppe viel mehr Potenzial, was der Sieg gegen Top-Favorit Henstedt-Ulzburg oder aber der deutliche Sieg im Pokal gegen den kommenden Gegner zeigten. Man schafft es allerdings noch nicht so richtig, konstant in die Punkte zu kommen. Am vergangenen Wochenende war man kurz davor, doch selbst eine 3:0-Führung sollte nicht reichen. 3:4 verlor man gegen den TuS Hoisdorf und Cheftrainer Phil Paustian stellte die Mentalitätsfrage. Man ließ sich zu leicht den Schneid abkaufen, wie so oft in den vergangenen Wochen. Fünf Niederlagen in Serie stehen derzeit, was absolut nicht das ist, was man sich vorgestellt hat. Nun steht ein Spiel in der Fremde an, doch auswärts gab es auch erst einen Punkt. Man ist noch sieglos, was sich ändern soll. Trainer Paustian sagt: „Meine Mannschaft zeigt trotz der ganzen Rückstände eine gute Moral, trainiert gut und lässt sich nicht unterkriegen. Wir werden wieder alles daran setzen, die ersten drei Punkte seit Langem wieder mitzunehmen. Wir kennen den Gegner aus dem Pokal, bereiten uns gut vor und werden am Freitagabend alles in die Waagschale werfen, dass das Pendel endlich mal zu unserer Seite umschlägt.“
TuS Hoisdorf – SSV Großensee (Fr., 20 Uhr)
Der Knoten scheint geplatzt zu sein beim TuS Hoisdorf. Nach einem enttäuschenden Saisonstart mit vielen Niederlagen trotz guten Auftritten sollte es zuletzt in die richtige Richtung gehen. Dreimal ging die Mannschaft von Andre Meins als Sieger vom Feld. Es zeichnete sich aus, dass man geduldig blieb und der jungen Mannschaft die Zeit gab, sich immer mehr zu finden. Schließlich hat man im Sommer viele junge Kicker dazubekommen. Das Fehlen von Stürmer Philipp Koch ist zwar auch weiterhin nur kaum zu kompensieren, doch die Mannschaft schafft es immer besser. Gegen Alsterland (3:2), Sülfeld (1:0) und Leezen (4:3) feierte man zuletzt Siege, wobei vor allem der jüngste Erfolg beim LSC nach 0:3-Rückstand ein echter Achtungserfolg war. So stehen aus den vergangenen fünf Spielen nun vier Siege, denn das abgebrochene Spiel gegen den VfL Oldesloe wurde, wie es zu erwarten war, nun am Grünen Tisch für den TuS gewertet. Am Freitag gastiert nun der SSV Großensee, der gut in die Saison gestartet ist, doch zuletzt etwas schwächelte. Andre Meins sagt vor dem Spiel: „Ich denke das es wieder ein enges Spiel sein wird. Großensee möchte weiter sich festigen dort oben und wir wollen unsere kleine serie weiter ausbauen.Also wieder ein geduldsspiel. Personalmäßig sieht es ganz gut aus, wo wir aber leider auf Julius Holland gelb rot sperre verzichten müssen.“
Lange Zeit blieb der SSV Großensee ungeschlagen. Erst vor wenigen Wochen riss die Ungeschlagen-Serie von fünf Kreisligaspielen, doch danach kam man nicht mehr so richtig in Fahrt. Drei Niederlagen aus vier Spielen mussten verkraftet werden. Alle drei waren deutlich. In Alveslohe war man personell stark geschwächt und dennoch waren acht Gegentore, sechs davon nach Eckbällen, zu viele. Gegen Tralau war man chancenlos, als es zur Pause schon 0:3 stand. Am vergangenen Wochenende machte man gegen Wahlstedt kein gutes Spiel und verlor folgerichtig 1:5. Einzig gegen Bargteheide/Hammoor wurde im September gewonnen, doch dies war ein wirklich starkes Spiel. Es zeigte, welches Potenzial im Team steckt. Dieses soll nun häufiger auf den Platz gebracht werden, damit es auch mehr Punkte gibt. Trainer Sascha Bartlakowski, der vergangene Saison mit seinem SSV ungeschlagen gegen den TuS blieb, sagt vor dem Auswärtsspiel am Freitag: „Freitag geht’s zum Derby nach Hoisdorf. Eine junge und spielstarke Truppe, die in den letzten Wochen in die Spur gefunden und ordentlich gepunktet hat. Präsentieren wir uns wie in den letzten Spielen wird definitiv nix zu holen sein, sollten Schlüsselspieler wieder zur Verfügung stehen und wir zur mannschaftlichen Geschlossenheit zurürckfinden, ist mit uns immer zu rechnen. Mit Blick auf den Kader bestehen noch diverse Fragezeichen. Eine Truppe werden wir aber vollkriegen.“
TuS Teutonia Alveslohe – Bargfelder SV (Fr., 20 Uhr)
Die Favoritenrolle geht am Freitagabend ganz klar an den TuS Teutonia Alveslohe. Die Segeberger sind gut in die Saison gestartet und vor allem zu Hause enorm stark, auch wenn es erst zwei Siege an der heimischen Bahnhofstraße gab. Das Startprogramm war allerdings keineswegs einfach, denn so unterlag man zu Hause mit Wahlstedt, Segeberg und Henstedt-Ulzburg drei Teams aus der oberen Tabellenhälfte. Gegen Sülfeld (6:0) und Großensee (8:2) gab es schließlich zwei deutliche Siege, die aufzeigten, wie stark man zu Hause ist. Zuletzt gab es allerdings zwei Spiele ohne Sieg für Alveslohe. Nach der 2:4-Pleite gegen Henstedt-Ulzburg folgte am Sonntag ein 2:2-Remis in Hartenholm. Dieses war unerklärlich für die Mannschaft von der Bahnhofstraße, denn man hatte alles im Griff, war die klar spielbestimmende Elf, doch ein später Elfmeter sowie ein Torwarttor nach Ecke entrissen ihnen die eigentlich hochverdienten drei Punkte. Wie bereits bei der FSG Alsterland sollte ein starker Auftritt spät doch nicht belohnt werden, was enorm schmerzte. Vier verlorene Punkte sorgen dafür, dass die junge Truppe von Dennis Rerop nur auf Rang zehn steht. Dort gehört man nicht hin, denn die Qualität und vor allem das Potenzial ist viel größer. Nun reist mit dem Bargfelder SV ein Team aus dem Tabellenkeller an, das allerdings nur fünf Punkte weniger auf dem Konto hat und einen Platz hinter Alveslohe steht. Vor dem Spiel am Freitagabend sagt TuS-Coach Dennis Rerop: „Grundsätzlich ist es nach so einem bitteren Spiel gut, dass man direkt nachlegen kann und das nächste Spiel dann auch zeitnah hat. Wir haben am Dienstag eine gute Videoanalyse gehabt, haben ein gutes Training gehabt und jetzt kommen auch ein, zwei Verletzte beziehungsweise Kranke und Angeschlagene zurück, da muss man jetzt natürlich gucken, ob es bis Freitag reicht. Grundsätzlich ist es so, dass wir diese zwei verlorenen Punkte auch wieder gut machen wollen. Das ist das Ziel, darauf haben wir uns gut vorbereitet.“
Zum Gegner setzte der Coach der Heimmannschaft fort: „Sie sind solide in die Saison gestartet, aber haben jetzt auch noch nicht so die krassen Gegner gehabt, aber trotzdem fleißig gepunktet. Es ist eine Mannschaft, die sehr unangenehm zu bespielen ist, sehr körperbetont spielt und unglaublich robust ist. Wir kennen sie gut, wir haben uns dort auch letztes Jahr sehr schwergetan, sowohl zu Hause als auch auswärts. Unser Anspruch ist aber auch ganz klar, dass wir das Spiel gewinnen und den nächsten Heimsieg wollen. So gehen wir es an und so wollen wir auch auftreten. Ich bin überzeugt davon, dass wir dies auch machen. Ich glaube, wir brauchen einfach ein stückweit mehr Konsequenz in all unseren Bereichen und Dingen, die wir uns vornehmen, sowohl mit als auch gegen den Ball brauchen wir wieder mehr diese Konsequenz und Gier. Ich glaube, dann ist es auch so, dass wir dieses Spiel gewinnen können. Ich freue mich auf Freitag und bin maximal heiß, aber wir unterschätzen den Gegner keinesfalls. Wir haben Respekt vor Bargfeld und wissen, dass wir gerade in unserer Liga immer diese Kreisligatugenden brauchen und dementsprechend wollen wir auch auftreten. Darüber hinaus wollen wir unser Spiel aufziehen und es dem Gegner aufdrücken und uns nicht so viel damit beschäftigen, was der Gegner macht und wie dieser auftritt. Es geht primär darum, bei uns zu bleiben, egal wie der Spielverlauf ist. Man hat es gesehen gegen Henstedt-Ulzburg, aber auch Hartenholm, es ist immer so, dass unvorhersehbare Dinge kommen können, auch das wissen wir, aber es ist wichtig, wie wir mit solchen Situationen umgehen und ich glaube, nach diesen Szenen können und werden wir nur lernen und deswegen bin ich guter Dinge und freue mich auf das nächste Heimspiel.“
Mit dem Bargfelder SV gastiert eine Mannschaft an der Bahnhofstraße, die zuletzt immer mehr in Fahrt kam. Nach einem holprigen Saisonstart mit nur einem Sieg folgten zuletzt gleich zwei Erfolge. Beim VfL Oldesloe feierten die Stormarner einen 4:0-Erfolg, bevor es am vergangenen Sonntag endlich den langersehnten ersten Heimdreier gab. Gegen den TSV Trittau II feierte man einen 4:2-Sieg, dank den beiden Doppelpackern Mika Hasselbusch und Tim Richter. Beide waren schon in Oldesloe die Unterschiedsspieler des BSV. Elf der 17 Tore des BSV gehen auf ihr Konto. Nun sollen am Freitag in Alveslohe weitere folgen, doch nach den beiden direkten Duellen wartet nun ein anderes Kaliber. Zwar trifft man den direkten Tabellennachbarn, doch dieser ist zum einen bereits fünf Punkte entfernt und kann mithilfe eines Nachholspiels noch weiter davonziehen. Dies heißt allerdings keineswegs, dass man als krasser Underdog anreist. Das Selbstvertrauen aus den vergangenen beiden Spielen soll mitgenommen werden, damit vielleicht sogar eine Serie gestartet werden kann. In der vergangenen Saison holte Bargfeld vier Punkte gegen den kommenden Gegner, sodass man genau weiß, wie man diesen bespielen muss. Es wird also spannend am Freitagabend.








