Lübeck – Am Freitagabend traf der VfB Lübeck in der Regionalliga Nord auf der Lohmühle auf den Eimsbütteler TV. Die 2.116 Zuschauer sahen ein 0:0-Unentschieden. Für den VfB wäre mehr drin gewesen.
Engagierter VfB-Beginn, danach kommt der ETV
Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Peter Nogly ging es sofort ohne großes taktisches Geplänkel los. Der VfB legte gleich den Vorwärtsgang ein und spielte schnell nach vorne. Nach einem Eckball von Tom Kankowski in der 6. Minute köpfte Bjarne Pfundheller die Kugel nur knapp neben das Gehäuse der Gäste. Nach dem zweiten Eckball fiel der Ball vor die Füße von Luis Coordes, dessen Schuss rechts am Tor vorbei strich (16.). Danach hatten die Grün-Weißen zwar weiterhin ein optisches Übergewicht, gefährliche Szenen ergaben sich aber nicht. Die Gäste hatten Schwierigkeiten, sich überhaupt einmal in die Nähe des Lübecker Strafraums zu kombinieren. Erstmals drohte Gefahr für das VfB-Tor, als Lamin Beuck auf das Tor zu lief, den Ball aber rechts neben das Tor setzte (29.). Bamo Karim hatte die nächste Riesen-Gelegenheit, die ebenfalls rechts daneben ging (35.) und Finn Böhmker vereitelte den Einschlag mit einem starken Reflex (36.). In dieser Phase waren die Gäste der Führung sehr nahe. Bis zur Pause tat sich danach nicht mehr viel und Schiedsrichter Tim Otto pfiff nach kurzer Nachspielzeit zur Halbzeit.

Klare Vorteile für die Gastgeber
Die Grün-Weißen starteten schwungvoll und hatten die erste Möglichkeit des zweiten Durchgangs. Einen Freistoß aus halblinker Position setzte Lennard Heiduck am ETV-Kasten vorbei (47.). Pfundheller scheiterte mit einem Kopfball an Juri Behr im Gäste-Tor (48.), Ramiz Demir traf den Pfosten (56.). Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte eindeutig den Hausherren, lediglich ein Treffer fehlte. Doppelchance in der 63. Minute: Erst scheiterte Heiduck mit einem Schuss an Behr, danach wurde Demir geblockt. Mitte derzweiten Halbzeit wurde die Partie zerfahrener, die Fehlpässe und Missverständnisse häuften sich auf beiden Seiten. Dardan Karimani prüfte Behr mit einer Direktabnahme (76.). Die Lübecker Führung lag in der Luft, wollte aber nicht fallen. Das hätte sich fast gerächt. Beuck lief der gesamten VfB-Defensive davon und Böhmker hielt die Null mit einer tollen Reaktion fest (82.), danach rettete er bei einem Kopfball von Andy Glao (87.). Nach vier Minuten Nachspielzeit war dann Schluss. Für den VfB Lübeck war das vor allem aufgrund der Vielzahl von Möglichkeiten eher ein Verlust von zwei Punkten als ein Punktgewinn.
Bildquellen
- Protest: Lobeca/Vivian Pfaff
- Zweikampf: Lobeca/Vivian Pfaff
