
Lübeck – Am Wochenende steht bereits der elfte Spieltag in der Kreisliga Süd auf dem Plan. Schon am Freitag kommt es zu einem Kellerduell in Stockelsdorf. Dort gastiert das Schlusslicht, das dringend den zweiten Saisonsieg benötigt. Am Sonntag folgen dann sechs weitere Spiele. So peilt Breitenfelde den ersten Auswärtssieg an, Kücknitz möchte den Trend fortsetzen und am Koggenweg wollen zwei Kreisligisten zurück in die Spur finden.
ATSV Stockelsdorf – SV Fortuna St. Jürgen (Fr., 19 Uhr)
Am vergangenen Wochenende hat der ATSV Stockelsdorf Big-Points eingefahren. Bei Lübeck 1876 wurde der Dreier eingefahren, womit man sich nach zwei Niederlagen am Stück wieder etwas Luft verschaffte. Der Abstand wurde vergrößert auf die restlichen Kellerkinder, wie beispielsweise den SV Fortuna St. Jürgen. Dieser reist nun am Freitag zum ATSV und steht massiv unter Druck. ATSV-Coach Yannik Biemann sagt: „Wir wollen den positiven Eindruck aus dem letzten Spiel gegen Lübeck 1876 bestätigen und den eingeschlagenen Weg weitergehen. Der Sieg hat uns Selbstvertrauen gegeben, aber wir wissen, dass mit Fortuna St. Jürgen die nächste schwierige Aufgabe auf uns wartet. Wir wollen von Beginn an konzentriert auftreten, als Mannschaft geschlossen agieren und mit voller Leidenschaft um die drei Punkte kämpfen.“ Mit bisher nur einem Saisonsieg hält die Mannschaft von Andre Meese und Nikolay Frech die Rote Laterne hoch. Man kommt einfach nicht in Fahrt und war zuletzt in Wentorf chancenlos. Nun sollen aber all diese Negativerlebnisse der vergangenen Wochen abgeschüttelt werden. Der Fokus liegt voll und ganz auf diesem wichtigen Spiel, das Co-Trainer Frech als Sechs-Punkte-Spiel einordnete. Vor dem Duell am Freitag sagt er: „Freitagabend, Flutlicht, Auswärtsspiel beim ATSV Stockelsdorf. Was in den vergangenen Wochen passiert ist, spielt an diesem Abend keine Rolle. Der Blick geht einzig und allein auf dieses Spiel. Es geht um drei Punkte, gefühlt jedoch eher um sechs. Entscheidend wird sein, welche Mannschaft bereit ist, den Kampf von der ersten bis zur letzten Minute anzunehmen. Es wird auf die Mentalität, die Zweikämpfe und den unbedingten Willen ankommen.“
TSV Zarpen – SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg (So., 13.30 Uhr)
Nach der starken Serie zum Start musste der TSV Zarpen sich zuletzt zweimal geschlagen geben. Im Spitzenspiel gegen Eichholz bot man eine gute Leistung und hielt das Spiel auch lange Zeit offen, doch in Breitenfelde sollte der Aufsteiger personell so arg gebeutelt sein, dass dieser meilenweit von einer Normalform war. Bitter für die Stormarner, die somit den Blick nach oben etwas verloren haben, doch dorthin will man eigentlich auch gar nicht gucken. Zarpen bleibt auf dem Boden, denn als Aufsteiger zählt in erster Linie der Klassenerhalt. Jeder Punkt ist genau für dieses Ziel und alles andere ist dann erst einmal Bonus. Dennoch macht man im Otto-Dechert-Stadion einen richtig guten Job. Es ist kein gewöhnlicher Aufsteiger, der derzeit die Kreisliga aufmischt, denn die Qualität ist hoch. Sowohl vorne, doch auch hinten, sodass man den TSV sicherlich trotz zwei Niederlagen am Stück nicht abschreiben darf. Tobias Clasen sagt: „Am vergangenen Wochenende mussten wir leider unsere zweite Niederlage gegen Breitenfelde/Mölln hinnehmen. Meines Erachtens wäre diese Niederlage nicht unbedingt nötig gewesen, denn gerade in diesem Spiel haben wir vieles vermissen lassen. Aus beiden Niederlagen können und müssen wir natürlich eine Menge lernen. Es zeigt uns einmal mehr, dass wir mit hundertprozentiger Konzentration, Leidenschaft und Einsatz in jedes Spiel gehen müssen. Am kommenden Wochenende erwartet uns nun Wentorf-Schönberg. Wir wollen wieder an die Leistungen anknüpfen, die wir in den Wochen zuvor gezeigt haben, und werden auf unserem eigenen Platz alles dafür geben, die drei Punkte bei uns zu behalten. Dabei hoffen wir natürlich besonders auf die Unterstützung unserer eigenen Fans, die uns nach vorne peitschen und uns dabei helfen werden, wieder das Ruder herumzureißen und den nächsten Dreier für unser Saisonziel einzufahren. Gerade im letzten Drittel müssen wir vor dem Tor wieder konzentrierter und konsequenter werden. Aber wie man so schön sagt: Hat man S… am Schuh, dann will der Ball manchmal einfach nicht rein. Mit Wentorf-Schönberg treffen wir auf eine Mannschaft, die mit ihrem Saisonstart sicherlich nicht ganz zufrieden sein dürfte, aber mittlerweile immer besser ins Laufen kommt. Uns erwartet daher ein Spiel, in dem kleinste Fehler sofort bestraft werden können. Ich denke, es wird mit Sicherheit eine interessante und spannende Partie für jeden Zuschauer. Personell müssen wir leider erneut auf einige Spieler verzichten, die verletzungsbedingt ausfallen. Unter anderem fehlen Nico Budriks, Marcel Schinck und Bennet Böttger. Trotzdem gilt: Wir werden alles auf dem Platz lassen und gemeinsam mit unseren Fans um die nächsten drei Punkte kämpfen.“
Nun gastiert am Sonntag die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg, die immer mehr in Fahrt kam. Nur eines der vergangenen fünf Spiele wurde verloren, zudem gab es starke Auftritte gegen unbequeme Teams wie Rethwisch oder Fortuna. Gegen Spitzenteams machte man es ebenfalls gut, denn so wurde Eichholz II ein Punkt abgerungen und auch gegen Siebenbäumen war man mindestens mal auf Augenhöhe. Nun in Zarpen wartet ein spannendes Duell. Vor diesem sagt Dennis Hadler, Trainer der SGWSS: „Uns erwartet in Zarpen ein ganz schweres Auswärtsspiel. Zarpen hat nicht zufällig schon so viele Punkte auf dem Konto und eine klare Idee, wie sie Fußball spielen wollen. Wir werden eine hochkonzentrierte Leistung brauchen, um etwas Zählbares mitzunehmen. Personell sieht es, was Verletzungen und Urlaub angeht, bei uns wieder deutlich besser aus als zuletzt, nun gilt es nur, die letzten Erkältungen auszukurieren und hoffentlich keine neuen dazu zu bekommen. Wenn dem so ist, werden wir mit einem vollen und starken Kader an der Ballerbude auflaufen können.“
SV Grün-Weiß Siebenbäumen – SV Viktoria 08 (So., 14 Uhr)
Die Situation beim SV Viktoria 08 ist keine einfache. Nur ein Sieg und zuletzt sechs Spiele ohne Erfolg sorgen dafür, dass man den vorletzten Tabellenplatz belegt. Dabei ist man oftmals so dicht davor, kratzte gegen Breitenfelde und Schlutup noch an einem Punktgewinn, doch jeweils gab es tief in der Nachspielzeit den bitteren Gegentreffer, der die Niederlage besiegelte. Ein Grund war dabei sicherlich die personell angespannte Situation, sodass man froh ist, dass einige Spieler zurückkehren: So war Tilo Karsten in der vergangenen Woche wieder im Kader und nach seiner Einwechslung dauerte es nicht lang, bis er traf. Diese Qualität fehlte zuletzt. Nun wartet mit dem Auswärtsspiel in Siebenbäumen allerdings eine ganz schwere Aufgabe. Diese gilt es dennoch anzunehmen, denn Trainer Timur Akgün sagt: „Was soll man sagen? Unsere Situation ist bekannt, weitermachen und nicht den Kopf in den Sand stecken.“ Die Hausherren haben zwar am vergangenen Sonntag in Kücknitz ihre zweite Saisonniederlage hinnehmen müssen, doch dafür am Dienstagabend ordentlich Selbstvertrauen getankt. Im Kreispokal schaltete man den Titelverteidiger und Verbandsligisten S.I.G. Elmenhorst mit 3:2 aus und zog ins Finale ein. Es war ein Achtungserfolg, bei dem man das, was in Kücknitz noch vermissen lassen wurde, deutlich besser gemacht hat. Daran gilt es nun anzuknüpfen und dies mit in die nächsten Wochen zu nehmen.
TSV Schlutup – VfL Rethwisch (So., 14 Uhr)
Ein Eigentor in der letzten Minute bescherte dem TSV Schlutup am vergangenen Wochenende den Auswärtssieg. Beim SV Viktoria hieß es am Ende 2:1 für den Vorjahresdritten, sodass man die nächsten drei Punkte eintütete. Es war der dritte Sieg im vierten Ligaspiel und die Reaktion auf das Pokalaus gegen A-Klassist VfL Vorwerk. Dennoch wirkt es weiterhin nicht richtig souverän, was man auf den Platz bringt. Nun steht das Heimspiel gegen Rethwisch an, doch am Palinger Weg tut man sich diese Saison noch ziemlich schwer. Von der eigentlichen Heimstärke der vergangenen Jahre ist nicht mehr viel zu sehen, denn es gab nur einen Sieg aus vier Spielen. Nun soll der zweite her, doch die Aufgabe wird nicht einfach. Robertino Borja sagt: „Wir freuen uns, endlich wieder ein Heimspiel vor unseren eigenen Fans zu haben. Nach zuletzt zwei Siegen in der Fremde wollen wir nun auch auf heimischem Boden eine kleine Serie starten. Mit Rethwisch erwartet uns ein Gegner, den ich auf Augenhöhe sehe. Das Team hat aktuell einen guten Lauf und ist insbesondere defensiv stabiler geworden. Wir wissen also, dass uns am Sonntag eine schwierige Aufgabe erwartet. Wir wollen den nächsten Dreier einfahren. Dafür müssen die Jungs wieder von der ersten Minute an konzentriert sein, alles investieren und an ihre Leistungsgrenze gehen.“ Mit dem VfL Rethwisch gastiert eine sehr unbequem zu bespielende Mannschaft. Die Stormarner holten 14 Punkte und belegen somit Rang zehn. Zuletzt gab es nur eine Niederlage aus vier Spielen, was zeigt, wie schwer die Mannschaft vom Buchrader Weg zu schlagen ist.
Krummesser SV – SG Breitenfelde/Mölln (So., 14 Uhr)
Der vergangene Heimsieg tat dem Krummesser SV enorm gut. Nach sechs Liganiederlagen war es mal wieder ein Erfolg und dann direkt ein 4:0 gegen eine Top-Mannschaft der Liga. Es waren drei Punkte, die sicherlich nicht einkalkuliert waren und dennoch braucht es dringend noch weitere für den Aufsteiger. Vergangene Woche gab es bei Top-Favorit Eichholz II eine 1:8-Klatsche, wo man über weite Strecken einfach unterlegen war, doch vor allem der erste Durchgang machte Mut. Dort fiel schließlich auch der Ausgleich und man kam sogar zu weiteren Abschlüssen. Darauf lässt sich aufbauen und dies am besten schon Sonntagmittag. Andre Bargholt sagt: „Mit der SG Breitenfelde/Mölln begrüßen wir Sonntag bei uns auf der Anlage eine Mannschaft aus dem Mittelfeld, für uns eine Aufgabe, bei der wir alles geben müssen, um zu bestehen. Wir haben aber diese Saison bereits gezeigt, dass es schwer ist, bei uns zu Hause zu gewinnen, da wollen wir Sonntag wieder anknüpfen und es der SG schwer machen und etwas Zählbares in Krummesse behalten.“
Die SG Breitenfelde/Mölln gastiert und diese kam zuletzt nach kleiner Ergebniskrise mit sieben von neun Punkten zurück in die Spur. Dabei wurden Wentorf und Zarpen bezwungen, zudem in St. Jürgen Remis gespielt. Selbstgänger waren dies also keineswegs. Nun ist man dennoch beim KSV der klare Favorit, doch auswärts ist die SG noch sieglos. Dementsprechend ist das Ziel am Sonntag klar. Arne Riewe sagt: „Auf geht’s nach Krumesse. Absolut eine Wundertüte, was dort passieren kann, und somit schwer einzuschätzen. Die Jungs stehen unten und somit rechne ich mit einer Kampfpartie. Personell sieht es allerdings schrecklich aus, also auch von unserer Seite aus eine Wundertüte. Am Ende wollen wir unseren kleinen Trend fortsetzen, aber mit einer Schaufel voller Demut und einer Schaufel voller Eigenmotivation. Wir arbeiten hart und konzentriert im Training, aber dasselbe brauchen wir auch am Sonntag.“
Lübeck 1876 – TSV Kücknitz (So., 15 Uhr)
Die vergangene Niederlage war für Lübeck 1876 eine ärgerliche. Nicht nur, weil man am Ende mit leeren Händen dastand, sondern auch, weil diese mit Blick auf den Spielverlauf absolut vermeidbar war. Der Ball sollte einfach nicht rein, sodass Stockelsdorf-Keeper Fritz Lenz einen unglaublichen Tag erwischte. Hinten wurden zwei Fehler gnadenlos bestraft. So stand man bereits zum dritten Mal in Serie ohne Punkte da. Die Saison bleibt eine Achterbahnfahrt der Gefühle, denn nach einem Fehlstart folgte eine starke Serie, bevor es nun wieder den Sturz in die Realität gab. Konstanz ist das, was ihnen einfach fehlt. Nun steht ein weiteres Heimspiel bevor und mit dem TSV Kücknitz wartet ein Team, das richtig gut drauf ist. Uwe Buchholz sagt: „Am Wochenende steht das nächste Derby gegen Kücknitz an. Nachdem wir am letzten Wochenende den nächsten Langzeitverletzten zu beklagen hatten, kommt dieses Wochenende noch eine Erkältungswelle hinzu. Mal schauen, wer am Sonntag einsatzfähig ist. Egal, wir werden alles raushauen und mal schauen, was am Ende auf dem Punktekonto steht. Kücknitz hat einen Lauf, eine eingespielte Mannschaft und eine starke Offensive und geht sicherlich als klarer Favorit in das Spiel.“ Die Mannschaft vom Roten Hahn ist das Team der Stunde mit vier Siegen in Serie und zuletzt einem Ausrufezeichen. Der Heimsieg gegen Siebenbäumen ließ aufhorchen und sorgte dafür, dass man spätestens seitdem die Kücknitzer auf dem Zettel haben muss. Rang drei belegt man derzeit bei 19 Punkten aus neun Spielen. Die ersten Wochen waren noch dürftig, doch danach zeigte der Trend steil nach oben. Nun an der Travemünder Allee ist das Ziel für die Mannen vom Roten Hahn ganz klar. Der nächste Sieg soll her, doch gerade defensiv ist der Gegner sehr stark. Mirco Groß sagt vor dem Auswärtsspiel: „Wir wollen versuchen, unseren Fußball auch gegen 76 weiter zu verbessern und noch effektiver zu werden.
Aktuell haben wir einen guten Lauf. Damit das so bleibt, müssen wir am Sonntag wieder alles auf dem Platz lassen, konzentriert auftreten und von der ersten bis zur letzten Minute alles reinhauen.“
SV Azadi Lübeck II – TSV Travemünde (So., 15.15 Uhr)
Mit dem SV Azadi Lübeck II und dem TSV Travemünde treffen zwei enttäuschte Mannschaften aufeinander. Letztere blieben zuletzt dreimal sieglos, verloren dabei sowohl gegen Zarpen als auch Krummesse und sollten vergangene Woche einen ganz bitteren Tag erleben. In der Nachspielzeit kassierte der TSV den 2:2-Ausgleich gegen Ratzeburg II und damit nicht genug, sollten mit John Liehr und Alexander Kanehl auch zwei Spieler die Gelb-Rote Karte sehen. Es passte zur aktuellen Situation der Monte-Kicker, die dadurch allerdings zwei Ausfälle mit ins nächste Spiel nehmen sollten. In diesem gastiert man beim SV Azadi II, der ebenfalls außer Form ist. Christian Jetz sagt: „Wir wollen endlich mal wieder gewinnen, im Kader gibt es ein wenig Fluktuation. Hoffen wir auf eine engagierte und couragierte Leistung der Truppe.“ Die vergangenen fünf Spiele verlor Azadi allesamt, dabei wurden 19 Gegentore kassiert. Dies sind zu viele, zumal es vorne auch nur sieben Treffer gab. Die Folge ist derzeit Platz 13 mit nur neun Punkten, hauchzart über dem Strich. Es braucht dringend die Wende bei der Zweitvertretung, die vor der Saison noch das obere Tabellendrittel anpeilte. Gegen den kommenden Gegner holte man vergangene Saison keinen einzigen Punkt. 0:4 und 3:5 unterlag Azadi, sodass trotz der aktuellen Form vom TSV wenig für die Landesliga-Reserve spricht.








