Wird Hartenholm II für Tralau erneut zur Geduldsprobe – Derby an der Kirchstraße

Wahlstedt peilt nächsten Sieg an

Der Tralauer SV empfängt am Sonnabend den TuS Hartenholm II. Vergangene Saison gab es zwei späte Siege für Tralau. Foto: Carolin Moses/Tralauer SV
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Bad Oldesloe – Der elfte Spieltag in der Kreisliga Südwest bringt wieder einige spannende Duelle mit. Während es am Freitagabend bereits vier Spiele gibt, folgen am Wochenende vier weitere. Am Sonnabend wartet auf den Tralauer SV eine knifflige Aufgabe gegen einen formstarken Gegner, der es ihnen bereits vergangenes Jahr enorm schwer machte. Außerdem steigt ein Derby in Seth. Für den SV Wahlstedt soll der Trend zudem fortgesetzt werden gegen das zuletzt sieglose Möhnsen.

Tralauer SV – TuS Hartenholm II (Sa., 16.30 Uhr)

Am Dienstagabend musste sich der Tralauer SV aus dem Kreispokal verabschieden. Der Landesligist SSC Hagen Ahrensburg sollte sich als eine Nummer zu groß erweisen, sodass es am Ende eine 0:7-Niederlage gab. Das Ergebnis las sich sehr deutlich, doch so war das Spiel nicht. Über weite Strecken machte der Kreisligist ein richtig starkes Spiel, doch am Ende schwanden die Kräfte. Nach dem Spitzenspiel bei Henstedt-Ulzburg drei Tage zuvor sollte dies nicht überraschen. Nun geht es am Sonnabend direkt weiter. Zu Gast ist der TuS Hartenholm II, gegen den es auch im dritten Heimspiel einen Sieg geben soll. Vergangene Saison feierte man gegen die Zweitvertretung zwei Siege, doch beide waren enorm knapp. Im Hinspiel, zu Hause, feierte man dank eines späten Treffers von Max Vamboldt (80.) den Sieg. Beim TuS gab es einen 3:2-Erfolg. Man lag mit 0:2 zurück und gewann erst spät in der 94. Minute. Man ist also gewarnt. Trainer Roman Ismagilov sagt: „Aktuell betreiben wir einen unfassbar großen Aufwand, um Tore zu erzielen, weil wir einfach zu viele Chancen liegen lassen. Gleichzeitig kassieren wir verhältnismäßig einfache Gegentore, was natürlich auf die Stimmung drückt. Für die eigene Ruhe und Leichtigkeit müssen wir unsere Chancen konsequenter nutzen und insgesamt eine konzentrierte Leistung über 90 Minuten zeigen. Gegen Hartenholm hatten wir bereits seit der A-Klasse einige Duelle – und keines davon war leicht. Gerade das letzte Aufeinandertreffen war sehr kampfbetont und entsprechend unruhig. Grundsätzlich wissen wir also, was uns erwartet, und sind darauf vorbereitet. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und gleichzeitig versuchen, unser eigenes Spiel auf den Platz zu bringen. Die Belastung ist aktuell hoch. Entsprechend haben wir einige angeschlagene Spieler, bei denen noch Fragezeichen hinter dem Einsatz stehen. Grundsätzlich gilt aber: Jeder Spieler in unserem Kader genießt unser Vertrauen und hat die Möglichkeit, seinen Teil zum Erfolg beizutragen.“

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Der TuS Hartenholm geht mit einer breiten Brust ins Spiel. Seit nun schon vier Spielen haben die Segeberger nicht mehr verloren. Acht Punkte gab es, wobei man zuletzt zweimal spät ausglich. Es war ein irres Finish am Sonntag gegen Alveslohe, als es ausgerechnet Lukas Franz, Torhüter des TuS, war, der den Last-Second-Ausgleich erzielte. Mit diesen Emotionen im Gepäck soll nun die Serie fortgesetzt werden, doch die kommende Aufgabe hat es absolut in sich. Es wird spielerisch eine Steigerung brauchen, wenn man gegen den Favoriten etwas holen möchte. Timo Novak sagt: „Mit dem Tabellenführer erwarten wir eine eingespielte Mannschaft die sich seit Jahren kennt. Wir kennen Sie auch seit einiger Zeit und letztes Jahr waren beide Spiele sehr knapp. Gingen am Ende aber doch an Tralau Sie haben mehrere Unterschiedsspieler die man das ganze Spiel wahrscheinlich nicht verteidigt bekommt. Sie werden viel den Ball haben und klare Abläufe.Wir müssen defensiv unseren Plan klar einhalten und mit Leidenschaft verteidigen und unsere Nadelstiche nach vornesetzen.Personell sieht es wirklich düster aus aber irgendwie werden wir schon 11+ Männer finden die in Tralau erscheinen. Das Wochenende danach haben wir frei sodass wir am Samstag wirklich alles raushausen können und dann hoffen wir dass in zwei Wochen nicht mehr so viele Spieler krank sind. Die Motivation sollte sein dass wir den Tabellenführer ärgern können. Was gibt es schöneres als auf deren Platz Punkte mitzunehmen. Es wird brutal schwer aber an einen guten Tag und mit etwas Glück geht immer was.“

FSG Alsterland – SV Sülfeld (So., 15 Uhr)

Es ist Derbyzeit am Sonntagnachmittag. Die FSG Alsterland empfängt den SV Sülfeld. Sieben Kilometer trennen die beiden Heimspielstätten, sodass es ein besonderes Aufeinandertreffen wird. Es ist das Erste, denn jahrelang trennten beide Mannschaften mindestens eine Liga. Daher erwartet man ein Treffen, das es absolut in sich hat. Für Alsterland gilt es nach einem kleinen Formtief mit einem Sieg wieder oben anzuklopfen und den Druck auf die Top-Fünf zu erhöhen. Dazu soll es den zweiten Heimsieg in Folge geben. Zuletzt wurde bereits der VfL Oldesloe in Seth bezwungen, nun soll das nächste Team aus dem Tabellenkeller ohne Punkte den Weg nach Hause auf sich nehmen. Trainer Harjas Ahluwalia sagt: „Am Wochenende empfangen wir den SV Sülfeld zum Heimspiel. Für uns gilt es weiterhin, eine Stabilität in unser Spiel und in die Ergebnisse zu bekommen. Diese besteht aus zwei Bestandteilen, die Torquote verbessern und die Gegentorrate zu drücken. Des Weiteren müssen wir daran arbeiten, noch viel mehr Selbstvertrauen in unserer Idee zu haben, mitunter sind wir noch zu hektisch im Spielaufbau, gerade in den Momenten, wo wir es gar nicht nötig haben. Aber auch hier entwickelt sich in den letzten Wochen einiges zum Positiven. Die Geschichte der Herangehensweise gegen Sülfeld ist eigentlich leicht erzählt, natürlich sind wir Favorit in dem Spiel, aber es ist Derby. Wir haben diese Woche ein paar Dinge im Training umgestellt, um vorbereitet zu sein. Dort wird am Ende die Mannschaft gewinnen, die mit mehr Leidenschaft, Härte und Emotion spielt. Da vertraue ich meinem Team komplett, die richtige Dosierung zu finden.“

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Für den SV Sülfeld gilt es, schnell wieder Punkte zu sammeln. Mit nur sieben Punkten belegt der Aufsteiger derzeit den vorletzten Tabellenplatz. Zwei Siege gab es aus den ersten zehn Spielen, doch der letzte datiert vom 16. August. Sechsmal blieb der SVS zuletzt sieglos, holte dabei nur einen Punkt. Der Trend zeigte klar nach unten, denn die Gegentore sind einfach zu viele. Man kassierte bereits 29, davon 17 in fünf Spielen. Es sind einfach zu viele, was die Offensive bisher nicht kompensieren konnte. Zumal man die zweitschwächste Offensive der Liga stellt. Die Rückkehr von Robin Geller, der zuletzt beim 1:4 gegen Eintracht Segeberg sein Saisondebüt nach Verletzung feierte, gilt als Hoffnungsträger. Er war der Unterschiedsspieler im Aufstiegsjahr mit 28 Toren. Nun hofft man auf sein Startelfdebüt und dass er es auch in der Kreisliga schafft, die Sülfelder Offensive auf ein anderes Level zu heben. Birger Broening, Trainer des SVS, sagt: „Wir müssen gar nicht drumherum reden: Ein Derby ist immer etwas Besonderes. Natürlich haben wir direkt nach der Veröffentlichung des Spielplans geschaut, wann es soweit ist. Wir haben großen Respekt davor, was OeSe in den vergangenen Jahren für eine Entwicklung genommen hat, mit einer tollen Generation von Fußballern. Es ist einfach schön, dass es dieses Derby nun wieder gibt. Als Aufsteiger beim Absteiger ist die Ausgangslage auf dem Papier klar. Die SG hat vor der Saison den Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben, entsprechend sind die Rollen verteilt. Wir wollen das Derby genießen und wissen, was wir tun müssen, um den kleinen Nachbarn zu ärgern. Eine gute Leistung in einem Derby kann viel bewegen und einer Mannschaft zusätzliches Selbstvertrauen und Rückenwind geben. Gleichzeitig wissen wir, dass nicht nur dieses Spiel über unsere Saison entscheidet. Die kommenden Wochen werden für unser Saisonziel mindestens genauso wichtig.“

FSG Alsterland – SV Sülfeld (So., 15 Uhr)

Der SV Wahlstedt hat die kleine Ergebniskrise schnell wieder abschütteln können. Es gab zwei Siege zuletzt, sowohl in Leezen (2:1) als auch beim SSV Großensee (5:1) zuletzt. So hat man sich oben wieder mehr festgesetzt und belegt momentan Rang zwei, punktgleich mit Tralau. Die Segeberger sind mittendrin im Titelrennen und man kommt immer mehr in Fahrt. Sie werden Woche für Woche stärker, was unter anderem an Torjäger Enrik Nrecaj liegt. Der oberligaerfahrene Torjäger steht nun schon bei elf Saisontoren. In den vergangenen sechs Spielen traf er immer und sollte dabei zehn Tore erzielen. Er ist der Unterschiedsspieler beim SVW. Nun soll es den vierten Heimsieg im fünften Spiel geben, denn man hat nach der 4:5-Pleite im vergangenen Heimspiel gegen Alsterland etwas wiedergutzumachen. Nimet Jusufi sagt vor dem Spiel: „Uns erwartet eine Mannschaft aus dem unteren Tabellenbereich und genau solche Spiele waren für uns in dieser Saison bisher die schwierigsten. Deshalb wissen wir, was auf uns zukommt: volle Konzentration, maximale Intensität und den Gegner von der ersten bis zur letzten Minute zu 100 Prozent ernst nehmen. Es wird körperlich, es wird intensiv und es wird ein Spiel, in dem die Mentalität den Unterschied machen kann. Genau darauf sind wir vorbereitet. Wir wollen da weitermachen, wo wir letzte Woche aufgehört haben, unseren Fußball auf den Platz bringen, füreinander kämpfen und von der ersten Minute an Vollgas geben. Wir spielen zu Hause und wollen ganz klar, die drei Punkte bleiben bei uns.“

Für den SV Borussia Möhnsen gilt es, endlich wieder einen Sieg einzufahren. Zuletzt gab es fünf Spiele ohne Dreier, in diesen zudem nur einen Punkt. Somit zeigt der Trend nach unten und die Abstiegsplätze rutschen immer näher. Es ist enorm bitter für die Lauenburger, die einen eigentlich guten Saisonstart hinlegten und als letzte Mannschaft überhaupt erst eine Niederlage zugefügt bekamen. Doch viele Unentschieden waren es, die eingefahren wurden, sodass es immer nur einen statt den erhofften drei Punkten gab. Zuletzt gab es allerdings auch keine Remis mehr, sodass man in einer Krise steckt. Personell fehlen immer wieder Spieler und vorne wird zu viel liegengelassen. Die Chancenverwertung ist ein großes Problem, denn gleich mehrfach bot sich die Chance, auch selbst das Spiel auf seine Seite zu ziehen. Zuletzt war es ein ganz bitterer Heimauftritt gegen die SG Bargteheide/Hammoor. Man führte dreimal, doch stand am Ende dennoch mit leeren Händen da. Ein spätes Gegentor fügte ihnen die vierte Saisonniederlage zu. Nun in Wahlstedt wird es keineswegs einfacher für Möhnsen. Der Gegner hat hohe Qualität und in der Fremde gab es ohnehin bisher erst drei Punkte. Man ist sieglos, doch verlor gleichzeitig auch erst einmal, was Mut macht.

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