Eutin 08 II beendet erneut Preetzer Heimserie – Acht Tore in Lütjenburg

Drei Platzverweise im Fichtestadion

Jubel bei Eutin 08 II nach der Führung. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Preetz – Zwei Spiele eröffneten am Freitagabend den elften Spieltag in der Kreisliga Südost. In Lütjenburg sollte die FSG Saxonia gastieren, die sich zuletzt als defensivstarker und unangenehm zu bespielender Gegner erwies. Nun war man selbst fußballerisch mehr gefordert und erfüllte die Aufgabe gegen das Schlusslicht, auch wenn es zwischenzeitlich eng wurde. In Preetz sollte die Heimserie der FT reißen. Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren war Eutin 08 II zu stark, sodass man das Nachsehen hatte. Ein Tor vor sowie nach der Pause waren der Knackpunkt. Zudem gab es gleich drei Platzverweise.

TSV Lütjenburg – FSG Saxonia 3:5 (2:4)

Der TSV Lütjenburg II verlor die ersten zehn Spiele in dieser Saison allesamt. Es war ein Start zum Vergessen an der Kieler Straße. Dem Kader fehlt es an der nötigen Qualität für die Kreisliga, was sich klar zeigte. Man kann dem Gegner zu wenig entgegensetzen und verliert Woche für Woche aufgrund zu vieler Gegentore. So hat man bereits früh einen großen Rückstand aufs rettende Ufer. Am Freitagabend gastierte die FSG Saxonia, die in den vergangenen Wochen richtig gut drauf war. Nur eines von vier Spielen wurde verloren. Man blieb gegen Tensfeld, Großenbrode und Bösdorf/Malente unbesiegt und zeigte sich als sehr unbequem zu bespielendes Team. Man ließ wenig zu und stand hinten kompakt. Vorne wurden immer mal Nadelstiche gesetzt. Nun in Lütjenburg war zu erwarten, dass man deutlich mehr selbst das Spiel machen würde. Auf dem Kunstrasenplatz wollte man den zweiten Auswärtssieg der Saison einfahren.

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Von Beginn an nahm man das Zepter in die Hand und sollte den Fokus deutlich mehr auf die Offensive legen als noch zuletzt. Das Spiel war keine vier Minuten alt, da sollte die FSG bereits in Führung gehen. Mattis Kringel (4.) traf. Lütjenburg steckte sich allerdings nicht auf und sollte durch Kyrylo Shaskov (10.) ausgleichen. Es war die perfekte Antwort, doch im Anschluss wurde Saxonia wieder stärker und schraubte das Ergebnis durch Andrej Knaub (18.), Jannis Meier (27.) und Dominik Schiffer (41.) auf 4:1 in die Höhe. Zwar sollte Faris Abdelmoula (44.) noch verkürzen, doch der Vorsprung zur Pause war dennoch komfortabel. Im zweiten Durchgang sollte dieser allerdings immer mehr schmelzen, denn die Hausherren machten ein gutes Spiel und kamen nach einem Eigentor von Christian Schnoor (61.) auf 3:4 ran. Nun war es nur noch ein Tor Rückstand, doch der Favorit blieb cool und machte keine 120 Sekunden später durch erneut Knaub (63.) den Deckel drauf. So gab es einen 5:3-Auswärtserfolg für die FSG. Lütjenburg machte einen großen Schritt in die richtige Richtung.

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FT Preetz – Eutin 08 II 0:3 (0:1)

Es war ein Spiel mit Topspielcharakter, das am Freitagabend im Fichtestadion stieg. Die heimische FT Preetz blieb zu Hause ungeschlagen, bezwang mit Oldenburg, Cismar und Lensahn drei starke Gegner und sollte die beste Defensive der Liga vor diesem Spieltag stellen. Es ist die neue Stärke der FT, die deutlich stabiler als in den vergangenen Jahren ist. Nun gastierte Eutin 08 II, das zuletzt immer mehr in Fahrt kam. Der Vizemeister hat in die Spur gefunden nach dem Fehlstart. Mit zehn von möglichen zwölf Punkten im Rücken reisten die 08er zu einer der unbequemsten Auswärtsaufgaben der Liga, doch ohne Angst. Schließlich gewann die U23 in den vergangenen beiden Jahren beide Spiele in Preetz, sodass man auf den Lieblingsgegner traf. Schon im vergangenen Jahr sollte die Elf vom Waldeck als erstes Team überhaupt in Preetz gewinnen und genau dieses Ziel verfolgte man nun erneut. Dabei musste man auf Monty Gutzeit verzichten. Zudem saß auch der spielende Co-Trainer Lennard Jakubenko auf der Bank. Stattdessen sollte mit Lukas Kremerskothen (ehemals Schultz) der Kapitän der Landesligamannschaft starten.

Es war ein spannendes Duell zu erwarten, denn auch wenn FT-Spielertrainer Florian Manstein erneut fehlte, sollte die Heimelf gut besetzt sein. Man vertraute auf das gewohnte Spiel, sodass man lange Zeit hinten sicher stand. Mit Pausenpfiff gab es dann allerdings das Führungstor der Eutiner. Lukas Kremerskothen (45.) traf, sodass seine Eutiner mit einem 1:0 in die Pause gingen. In dieser sollte Preetz einiges ansprechen, damit es die Antwort prompt geben würde, doch man wurde eiskalt erwischt. Nur drei Minuten dauerte es nach Wiederbeginn, bis Morits Manzow (48.) erhöhte. Die formstarken Ostholsteiner waren auf Kurs, doch eine Gelb-Rote Karte für Mika Maczey sollte es den 08ern etwas erschweren. Preetz ging mehr Risiko und warf alles nach vorne, doch tief in der Nachspielzeit sollte Kremerskothen (94.) den Doppelpack zum 3:0 schnüren. Es war die endgültige Vorentscheidung. Danach gab es nur noch zwei Platzverweise für die FT, denn Danberg flog für eine Beleidigung vom Feld und nach Abpfiff hatte Torhüter Deniz List sich ebenfalls im Ton vergriffen, sodass er ebenfalls den roten Karton sah.

Für Eutin 08 II war es der vierte Sieg in Serie und erneut stand die Null. Man ist in der Spur und ist auf dem Weg, doch wieder das Top-Team der vergangenen Jahre zu sein. Zwar ist man nun in der Rolle des Jägers, doch die aktuelle Form macht absolut Mut. Trainer Florian Schumacher sagt zum Sieg in Preetz: „Wir gewinnen verdient mit 3:0, weil wir abgezockter waren, stabil standen und die Tore zu den richtigen Zeitpunkten machen. Ich habe den Jungs gesagt, dass wir dieses Jahr wieder die erste Mannschaft sein wollen, die die Heimstärke der FT knackt. In der ersten Hälfte hatten wir noch ein paar Lücken, die wir in der zweiten Halbzeit besser zugestellt haben. Zweite Halbzeit standen wir dann sehr gut. Nach der Gelb-Roten Karte hält unser Torwart in der nächsten Situation überragend. Ansonsten wäre es nochmal eng geworden. In Überzahl hatte Preetz noch eins, zwei gute Chancen, die wir aber im Kollektiv super wegverteidigen und haben selbst immer wieder gefährliche Nadelstiche gesetzt. Wie ich im Vorbericht schon gesagt habe, ist Preetz viel stabiler geworden und zählt zurecht zu den Mannschaften, welche am Ende weiter oben stehen wollen. Gute Spielanlage und zeigt die gute Arbeit von Flo Manstein & Staff. Die Atmosphäre, welche durch die Zuschauer kamen, waren sehr hitzig, aber leider viel unterhalb der Gürtellinie, sodass unsere Spieler und auch Anhänger beleidigt wurden. Ich finde es vollkommen okay, wenn man Sprüche von außen verteilt und konnte als Spieler selbst damit gut umgehen, aber wenn Beleidigungen dazukommen, dann sind da Grenzen. Diese wurden von den Unparteiischen auch gut gesetzt.“

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