
Lübeck – Überraschung beim 1:5 des FC Dornbreite gegen Landesliga-Spitzenreiter Eichholzer SV. Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde Kevin Hermann eingewechselt. Warum? Der FCD-Kicker war doch nach einer Sperre aus der Skandal-Partie beim TSV 1982 Mitte August gesperrt worden. Nun gab es eine Wende in diesem Fall.
Zwei Spiele Sperre ausgesprochen
In der vergangenen Woche waren nach den Geschehnissen mehrere Sperren ausgesprochen worden. Abdullah Abou Rashed wurde für elf Spiele gesperrt, Selcuk Rinal für zehn und Ali Taha für drei. Alle drei vom TSV 1982 (HL-SPORTS berichtete). Hermann erhielt eine Sperre von zwei Spielen.
Gegen diese Entscheidung legte der FC Dornbreite Berufung ein. Dabei beruft sich der Verein im Fall Hermann auf Notwehr. Das zuständige Verbandsgericht leitete daraufhin eine ergänzende Beweisaufnahme ein. Im Zuge dieser bestätigte der Schiedsrichter die bereits in seinem Sonderbericht geschilderten erheblichen körperlichen Angriffe nach Spielende gegen Hermann. Weitere Beweise sollen noch erhoben werden.
Das Verbandsgericht hält es nach dem bisherigen Stand für möglich, dass die Berufung des FC Dornbreite zumindest teilweise Erfolg haben könnte. Deshalb wurde der weitere Vollzug der Sperre vorläufig ausgesetzt. Hermann ist seit dem 3. Oktober wieder spielberechtigt.
Eine endgültige Entscheidung ist damit allerdings noch nicht gefallen. Sollte das ursprüngliche Urteil Bestand haben, müsste Hermann den noch offenen Teil seiner Sperre nachträglich absitzen.
Vorgeschichte reicht bis in den August zurück
Ausgangspunkt waren die Geschehnisse nach dem Landesliga-Derby zwischen dem TSV 1982 und dem FC Dornbreite am 19. August am Kasernenbrink. Die Partie hatte der FCD mit 3:2 gewonnen. Nach dem Schlusspfiff kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen, in deren Folge auch die Polizei Ermittlungen aufnahm.








