
Lübeck – Am elften Spieltag sollte in der Kreisliga Süd wieder einiges los sein. In Zarpen gab es einen Aufreger, der das Spiel kippen sollte und der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg drei Punkte entriss. Für den TSV Schlutup gab es erneut keinen Heimsieg, wie auch für Aufsteiger Krummesse. In Siebenbäumen sollte es einen knappen Erfolg für den Favoriten geben, mit dem der Gästetrainer massiv haderte. Zudem beendete Travemünde seine Sieglosserie, trotz Rückstand.
TSV Zarpen – SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg 2:2 (0:1)
Nach den ersten beiden Niederlagen in dieser Saison galt es für den TSV Zarpen, wieder zu punkten. Zwar ist man absolut im Soll, doch die Pleiten gegen Eichholz II und in Breitenfelde schmerzten dennoch. Daher war das Ziel für das Spiel am Sonntagmittag klar, doch zu Gast war ein Gegner, der über hohe Qualität verfügt. Die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg kam in den vergangenen Wochen erst so richtig in Fahrt und sollte daher nach zwei Siegen in Folge selbstbewusst ins Otto-Dechert-Stadion anreisen. Dort wartete ein Gegner, der personell wieder deutlich besser als noch in der Vorwoche aufgestellt war und dennoch zunächst auf Nico Scheel in der Startelf verzichtete. Der Angreifer war angeschlagen und blieb daher erst einmal draußen. Stattdessen sollte Lucas Pohl zurückkehren. Wentorf legte den Fokus klar darauf, stabil zu stehen und schnell umzuschalten. Dieser Plan sollte im ersten Durchgang auch voll und ganz aufgehen. Zarpen hatte zwar mehr den Ball, doch größtenteils in ungefährlichen Zonen des Feldes. So wirkte man sehr ideenlos gegen den kompakten Gegner. Die Folge waren kaum Offensivszenen der Stormarner. Die erste Möglichkeit des Spiels verzeichnete die SGWSS nach drei Minuten, doch Lennart Krüger zog knapp vorbei. Fünf Minuten später gab es bereits die nächste Annäherung, doch Luis Zak verfehlte ebenfalls. Man war gut im Spiel, auch wenn es bis dato noch nicht die Hochkaräter waren, die man vor dem Tor der Zarpener verzeichnete. Dennoch war es gefährlich, wie beim Kopfball von Patrick Großer.

Nach einer halben Stunde sollte dann der Ball im Tor der Heimelf liegen. Ein langer Ball fand Lennart Krüger (32.) und dieser blieb eiskalt. Es war der nicht unverdiente Treffer zur Führung der Gäste. Im Anschluss erhöhte Zarpen das Tempo, denn man brauchte mehr Durchschlagskraft. Vier Minuten nach dem Treffer flog ein langer Ball in den Sechzehner an den Arm von Philipp Leibküchler, doch der Elfmeterpfiff für den TSV blieb aus. Kurz darauf sollte Deniz Karakaya einen Freistoß etwas zu hoch ansetzen, sodass es beim 0:1 zur Pause blieb. Zarpen-Coach Tobias Clasen sagte: „Wir haben nichts nach vorne gehabt und einfach versucht, irgendwas zu kreieren, was aber leider nicht passiert ist. Es muss zur Halbzeit eigentlich 0:0 stehen, damit kann sich keiner beklagen. Wir wollten aus der Halbzeit rauskommen und einfach mehr machen. Wir sind wieder mehr am Ball, aber erneut nichts Kreatives. Drei, vier Pressingmomente haben wir, die wir besser ausspielen können, da fehlte uns vielleicht das Quäntchen Glück.“ Nach dem Seitenwechsel sollte es auf beiden Seiten Versuche geben, bevor Luis Zak (59.) auf 2:0 erhöhte. Nun sollte die Aufgabe für den Aufsteiger richtig schwer werden. Postwendend kam Nico Scheel ins Spiel und mit ihm sollte mehr Durchschlagskraft kommen. Der Treffer blieb zunächst allerdings noch aus. In der 79. Minute sollte es dann einen Schlüsselmoment geben, denn es gab einen diskutablen Elfmeterpfiff. Gästetrainer Dennis Hadler sagte: „Man sagt ja, nach 90 min ist jedes Ergebnis gerecht, es sei denn, es gab eine klare Fehlentscheidung. Letzteres war heute in der 79. Minute der Fall, als das Schiedsrichtergespann erst auf Freistoß entschied, womit jeder, auch Zarpen, einverstanden war, und dann nach gefühlten zehn Sekunden doch Elfmeter gibt zur Verwunderung aller. Das Foul war gut ein bis zwei Meter außerhalb. Es kommt, wie es kommen muss: Zarpen nimmt das Geschenk an und kommt auf 1:2 ran.“ Clasen sagte: „Wir bekommen einen Elfmeter. Ob der jetzt drin war oder nicht, ist fraglich. Trotzdem machen wir den rein und dann sind wir wesentlich präsenter im Spiel.“

Sidney Mounier (79.) machte das Spiel wieder spannend und sollte kurz darauf sogar ausgleichen (82.). Bitter für die Lauenburger, deren Coach Hadler sagte: „Bis dahin ging unser Plan, Zarpen den Ball zu überlassen und selber auf Konter zu gehen, komplett auf und wir führen durch Krüger und Zack mit 2:0. Gibt es diesen Elfmeter nicht, fällt sehr wahrscheinlich kein Tor mehr. Zarpen hat insgesamt circa 70 % Ballbesitz, aber wir verteidigen bis auf ein, zwei Ausnahmen alles weg. Mit dem Elfmetertor verlieren wir dann die Ordnung und Zarpen zeigt einmal mehr, wie viel Moral sie haben, und macht das 2:2, womit wir vor dem Spiel zufrieden gewesen wären.“ Der Heimcoach ordnete das 2:2 folgendermaßen ein: „Ich gehe davon aus, dass dieser Punkt völlig in Ordnung für beide Mannschaften ist. Im Endeffekt ist es ein 0:0 beziehungsweise Unentschieden-Spiel.“ Abschließend sagte Gästecoach Hadler: „Den Jungs ist heute nichts vorzuwerfen. Zarpen zeigt, dass sie zurecht in diese Liga gehören, und ich bedanke mich bei der Ballerbude für das Bier. Dementsprechend alles Gute an den TSV und wir freuen uns auf das Rückspiel.“
SV Grün-Weiß Siebenbäumen – SV Viktoria 08 2:1 (2:1)
Der SV Grün-Weiß Siebenbäumen wollte nach der Niederlage beim TSV Kücknitz in der Liga mit drei Punkten reagieren. Zu Hause überzeugt man voll und ganz, holte dabei die Maximalausbeute, sodass man zuversichtlich war, dass es auch gegen den SV Viktoria 08 einen Dreier geben würde. Dazu sollte am starken Pokalauftritt angeknüpft werden, wo man die S.I.G. Elmenhorst bezwang. Für die Lübecker war der Druck allerdings groß, denn es brauchte endlich mal wieder einen Sieg. Einen gab es bisher erst, sodass man in der Tabelle tief untendrin steckt. Nach dem Sieg von Fortuna St. Jürgen am Freitagabend sollte man sogar auf den letzten Platz abrutschen. Die Lage war also ernst an der Falkenwiese. Die Rückkehr einiger Leistungsträger sollte allerdings Mut machen. So kehrte Tilo Karsten zurück in die erste Elf. Auf dessen Schultern lag die Hoffnung beim SVV. Man sollte ein richtig gutes Spiel machen und durch Jan Spoddig (13.) in Führung gehen. Dieses hielt bis in die Schlussphase des ersten Durchgangs, doch dann sollte es Elfmeter für die Lauenburger geben. Der Schiedsrichter ahndete ein Stempeln sowie Ziehen. Fynn Halupka (38.) verwandelte diesen eiskalt. Kurz darauf sollte der Ball dann erneut hinter Gästekeeper Justin Kröger liegen. Ein langer Ball landete über Umwege an der Latte und im Anschluss war Frederik Diercks (40.) zur Stelle und traf. Viktoria-Coach Timur Akgün sah hier allerdings eine Abseitsposition: „Der Siebenbäumen-Spieler, der aus dem Abseits kommt, schiebt den Ball rein und die Fahne geht nicht hoch. In der zweiten Halbzeit haben wir eine Szene, da tanken wir uns in einer ähnlichen Situation durch, schießen das Tor und danach wird dann die Fahne gehoben, was tatsächlich und da spreche ich wirklich nicht aus der schwarz-weißen Brille, nicht einmal annähernd Abseits war. Da lagen eineinhalb Meter dazwischen.“

Am Ende sollte dieses Spiel, in dem es nach der Pause ein Chancenplus für den Favoriten gab, doch auch die Lübecker durchaus Möglichkeiten hatten auszugleichen, mit 1:2 aus Viktoria-Sicht enden. Es war ein bitteres Resultat, für das Akgün einen klaren Verantwortlichen hatte. Er sagte: „Über die 90 Minuten haben wir den Hausherren absolut die Stirn geboten. Wir wussten, dass es alles andere als leicht heute wird. Wir haben teilweise ein besseres Spiel auf den Platz gelegt und dennoch das Spiel verloren, einzig und allein wegen der Unparteiischen. Das bedeutet, dass über die kompletten 90 Minuten wir keinen Deut besser waren als Siebenbäumen beziehungsweise sie schlechter waren, es war ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften. Nach der 1:0-Führung von uns wird allerdings einfach auf Elfmeter gepfiffen. Im Sechzehner, wo man ganz klar sagen muss, dass es ein ganz normaler Zweikampf ist. Der Arm geht weder beim Siebenbäumen-Spieler als auch unseren raus und er zeigt einfach ganz locker auf Elfmeter und hat es völlig falsch argumentiert. Zuvor gibt es eine Situation, die man eher pfeifen kann für uns, aber auch keiner ist, aber wer das eine pfeift, muss eben das andere auch pfeifen. Wir verlieren 1:2, es war ein gutes Spiel von beiden Mannschaften, aber völlig unverdient, dass wir mit null Punkten nach Hause gehen. Einer wäre absolut gerecht gewesen, nur haben es die Schiedsrichter komplett anders gesehen. Respekt an die drei, wobei man den SRA2 komplett aus der Sache nehmen muss, der hat seinen Job absolut gut gemacht.“
TSV Schlutup – VfL Rethwisch 0:2 (0:1)
Der TSV Schlutup wollte am Sonntagnachmittag den zweiten Saisonsieg einfahren. Mit nur vier Punkten aus vier Spielen war die Ausbeute am heimischen Palinger Weg mehr als nur ausbaufähig, denn von der Heimstärke der vergangenen Jahre ist nichts mehr wirklich zu sehen. Nun gastierte der VfL Rethwisch, der in der Fremde sich eigentlich eher schwertut und zuvor erst einen Sieg aus fünf Gastspielen holte. Die Lübecker waren klar favorisiert und dennoch wollte man die Stormarner nicht unterschätzen. Diese reisten personell ausgedünnt an, denn nur 14 Mann standen zur Verfügung. Bei Schlutup sollte Torjäger Mert Büyükdemir nur auf der Bank Platz nehmen. Dennoch war man besser im Spiel und kam zu einigen Chancen, doch die Kaltschnäuzigkeit des Knipsers sollte fehlen. So fiel der Treffer nicht. Nach etwas mehr als einer halben Stunde kam dieser dann rein, doch kurz darauf jubelte der Gegner. Rene Bossert (40.) brachte diesen in Führung. TSV-Coach Robertino Borja sagte: „Wenn du deine Chancen nicht nutzt, wird es bestraft. Rethwisch kam mit zwei Kontern zu Chancen und nutzte eine davon zur 1:0-Führung. Damit war das Spiel plötzlich auf den Kopf gestellt.“ Gästecoach Till Knifka sagte: „Die ersten 20 Minuten taten wir uns schwer, bekamen keinen rechten Zugriff und mussten defensiv viel arbeiten. Nach vorne ging zunächst wenig, doch dann zündete eine starke Kombination: Bossi schloss eiskalt ab und stellte auf das glückliche 0:1.“
Nach der Pause sollte Rethwisch durch Christopher Willuhn (60.) nachlegen. Es war das 2:0, sodass die Aufgabe für die Heimmannschaft nicht gerade einfacher wurde. Man war nicht zwingend genug, machte aus den Ballbesitzvorteilen zu wenig, sodass es nicht zu drei Punkten reichte. Borja sagte: „Auch in der zweiten Halbzeit war das Bild ähnlich. Wir waren weiterhin die aktivere Mannschaft, allerdings nicht mehr ganz so druckvoll wie im ersten Durchgang. Trotzdem haben wir uns immer wieder gute Torchancen herausgespielt. Die Tore machte heute allerdings der Gegner. Rethwisch war bei seinen Kontern sehr effektiv und hat unsere Fehler eiskalt bestraft.“ Der siegreiche Coach sagte zum zweiten Durchgang: „Nach dem Seitenwechsel übernahmen wir komplett die Kontrolle, ließen allerdings einige Chancen liegen. Wenn Schlutup gefährlich wurde, war unser starker Schlussmann Maxi zur Stelle und hielt die Null fest. Den Deckel drauf machte schließlich Willi, der nach einem mustergültigen Pass von Bossi eiskalt zum 0:2 einschob. Schlutup hat uns alles abverlangt, aber am Ende setzten wir uns dank starker Laufbereitschaft und enormer Zweikampfstärke verdient mit 0:2 durch.“ Erneut gab es keinen Grund zum Jubeln für Schlutup auf der heimischen Sportanlage. Dabei war diese Niederlage absolut vermeidbar. Der Trainer sagte dazu: „Das Spiel müssen wir heute definitiv nicht verlieren. Wenn man vorne keine Tore schießt, kann man keine Spiele gewinnen. Unsere Chancenverwertung war heute einfach mangelhaft. Glückwunsch an Rethwisch. Die Jungs haben bis zum Ende super gekämpft und sich den Sieg hart erarbeitet.“
Krummesser SV – SG Breitenfelde/Mölln 0:3 (0:1)
Dass man in der Kreisliga nicht chancenlos ist, das zeigte das Heimspiel des Krummesser SV gegen den TSV Travemünde. Mit 4:0 bezwang der Aufsteiger den Aufstiegsaspiranten und schnitt diesem den Schneid ab. Es war ein Lebenszeichen nach harten Wochen, doch im Anschluss folgte bei Tabellenführer Eichholz II mit einem 1:8 eine erneute Klatsche. Dennoch gab es dort auch positive Erkenntnisse. Nun sollte die SG Breitenfelde/Mölln anreisen und diese war richtig gut in Form. Daher sollte der KSV gewarnt sein. Von Beginn an war die SG spielbestimmend. Man hatte mehr Spielanteile und auch erste Annäherungen. Der erste Treffer fiel nach einer knappen Viertelstunde, als es nach Balleroberung schnell nach vorne ging und Jannes Stöver (16.) traf. So sollte es mit 1:0 für die Gäste in die Pause gehen. Breitenfelde schaltete gnadenlos um, wo Krummesse den Angreifer nicht mehr stoppen konnte. Vorne sollte der Aufsteiger allerdings auch einige Annäherungen haben.
Nach dem Seitenwechsel sollte es erneut ein Umschaltmoment sein, der Krummesse um die Ohren flog. Marvin Edler (60.) vollendete diesen zum 2:0. Nun sollte es richtig schwer für die SG werden, die durch ein Eigentor zum 0:3 den Gnadenstoß bekam. Erneut gab es eine Niederlage, bei der man zu viele Geschenke verteilte. Es war eine vermeidbare Pleite. Andre Bargholt, Trainer des KSV, sagte zu dieser: „Die Niederlage geht heute in Ordnung. Über weite Strecken des Spiels wurde sich neutralisiert. Als wir hinten aufmachen, kommt die SG zu mehreren guten Möglichkeiten, scheitern aber meistens an unserem Schlussmann. Wir waren im letzten Drittel und in den Zweikämpfen heute nicht präsent und gehen daher verdient als Verlierer vom Platz.“ Sein Gegenüber Arne Riewe meinte: „Denke, Krummesse hat uns öfter eingeladen zu treffen, allerdings fehlt am Ende die Ernsthaftigkeit, viele Angriffe vernünftig zu Ende zu spielen. Trotzdem musst du das Spiel erstmal auf die Siegerstraße bringen und das haben wir. Jannes wie auch Marvin sind in Topform grad und Finn kommt auch langsam immer besser in das System wieder rein. Viel Glück an Krummesse weiter und danke an die Schiris, die einen guten Job gemacht haben.“
Lübeck 1876 – TSV Kücknitz 1:1 (1:0)
Nach drei Niederlagen in Serie wollte Lübeck 1876 mal wieder einen Sieg einfahren. Eine bessere Chancenverwertung benötigte es dabei vor allem, denn es war zu erwarten, dass man deutlich weniger Möglichkeiten am jüngsten Sonntag bekommen würde als noch in der Vorwoche gegen Stockelsdorf. Mit dem TSV Kücknitz gastierte schließlich eine Top-Mannschaft, die zuletzt richtig gut in Form war. Sechs ungeschlagene Spiele, zudem vier Siege in Serie, darunter ein Achtungserfolg gegen Siebenbäumen, sollten die Mannschaft vom Roten Hahn bis in die Top-Drei klettern. Die Favoritenrolle ging daher klar an den TSV. Dieser musste personell allerdings auf zwei wichtige Spieler in der Startelf verzichten. Das Top-Duo aus Maurice Maletzki und Pierre Witt stand nicht vollständig zur Verfügung, denn Maletzki fehlte komplett und Witt saß erst einmal nur auf der Bank. Dies sollte sich bemerkbar machen, denn man konnte offensiv nicht ganz so überzeugen wie noch zuletzt. Die Folge war ein Rückstand zur Halbzeit, denn die 76er gingen durch Norman Bierle (25.) in Führung.
Der besagte Witt kam ins Spiel, ebenso auch Firdaus Quadiri, was dem Angriffspiel enorm guttun sollte. Man wurde zwingender, sodass Fatih Katran (55.) ausglich. Es war das verdiente 1:1, doch im Anschluss passierte nicht mehr viel. Es blieb dabei, sodass es keinen Sieger geben sollte. Beide Serien hielten an, denn Kücknitz blieb unbesiegt und Lübeck 1876 sieglos. Gleichzeitig wurde allerdings die Sieges- beziehungsweise Niederlagenserie gestoppt. Lübeck 1876-Coach Uwe Buchholz sagte nach der Punkteteilung: „Erstmal gute Besserung an unseren nächsten verletzten Spieler M. Rosenthal. Und danke an unsere Fans und Helfer sowie der zweiten Herren für die Unterstützung. Zum Spiel: Zähes Spiel von beiden Seiten. Wir können einen Fehler zum 1:0 ausnutzen. In Halbzeit Zwei war Kücknitz dann stärker und macht den am Ende verdienten Ausgleich. Wir hoffen, dass Kücknitz die Videoanalyse nutzt, um die nötigen Konsequenzen zu ziehen.“ Gästetrainer Mirco Groß sagte: „Zwei verlorene Punkte im Derby. Wie erwartet kamen defensive Gegner welcher ausschließlich mit langen Bällen agiert . Leider verpassen wir frühzeitig unser Tor zu machen und so passierte es das 76 mit dem ersten durchgerutschten langen Ball trifft. In der zweiten Hälfte können wir frühzeitig ausgleichen und müssen durch zahlreiche Chancen trotz Unterzahl in Führung gehen. Am Ende reicht ein Torschuss für die Punkteteilung ärgerlich aber kein Weltuntergang. An 76 alles gute für die weitere Saison.“
SV Azadi Lübeck II – TSV Travemünde 2:3 (2:0)
Das Duell der Enttäuschten der vergangenen Wochen stieg am Koggenweg. Der SV Azadi Lübeck II wollte nach sechs Niederlagen in Serie mal wieder einen Sieg einfahren. Man rutschte bis in den Tabellenkeller ab. Die vergangenen Wochen sollten keine einfachen sein, denn neben den Pleiten gab es auch den Abschied von Erfolgscoach Omar Yassin. Nun gastierte der TSV Travemünde, der dreimal in Folge sieglos blieb und sich somit erst einmal aus dem Titelrennen verabschieden musste. Personell sah es dürftig aus, denn einige Stammspieler fehlten, darunter die gesperrten Alexander Kanehl und John Liehr. Der erste Durchgang war ein ziemlich ausgeglichener, denn beide Teams neutralisierten sich. Dabei stand lange Zeit die Null, doch in der Schlussphase des ersten Durchgangs änderte sich dies. Rogesh Sherzad (40.) bestrafte einen Fehler in der Gästeabwehr und nur kurz darauf sollte es Elfmeter für Azadi geben. Araz Hassan (43.) verwandelte diesen, sodass es zur Pause 2:0 für die Zweitvertretung stand.
Die Landesliga-Reserve war auf Kurs, die Sieglosserie zu beenden, doch Travemünde gab noch nicht auf. Thomas Aldermann (51.) verkürzte nur sechs Minuten nach Wiederbeginn und kurz darauf glich Christian Furchtmann (58.) aus. Es war der schnelle Ausgleich und nun war das Spiel voll und ganz auf Seiten der Gäste gerückt. Aldermann (66.) schnürte den Doppelpack und brachte seine Mannschaft nun in Führung. So schnell ging es, da wurde aus einem 2:0 für Azadi ein 2:3. Es war bitter für die Platzherren, die keine Antwort mehr fanden. Es blieb dabei, sodass Travemünde den Auswärtsdreier einfuhr. Trainer Christian Jetz sagte: „Wir sehen zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Erste Hälfte neutralisieren sich noch beide Mannschaften. Das zweite Gegentor war durch einen Elfmeter, den auch niemand auf der Sportanlage gegeben hätte und Azadi sah dies genau so. In der zweiten Hälfte beweisen wir Moral, kommen zurück und drehen das Spiel. Wir bekommen wieder einen Elfmeter, den wir nicht verstehen gegen uns. Mit dem Schlusspfiff wird Hakan Dogan gelegt und der Schiedsrichter gibt keinen Elfmeter. Wir haben Moral gezeigt und in der zweiten Halbzeit als Team bewiesen, dass wir besser spielen können, als wir es zuletzt gezeigt haben.“








