
Lübeck – Für Bjarne Wigger vom TuS Lübeck hat sich die Schiedsrichterei längst zu einer echten Leidenschaft entwickelt. Gemeinsam mit seinem Bruder bildet er inzwischen ein festes Gespann, das sich bis in die Herren-Oberliga vorgearbeitet hat. Neben seiner sportlichen Entwicklung ist Wigger im Förderkader „Klare Linie“ der gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck.
Gemeinsam mit dem Bruder auf dem Spielfeld
Seinen Weg als Schiedsrichter begann Wigger noch während seiner Zeit als Jugendspieler. In der B-Jugend wurde seine Mannschaft vom Schiedsrichterwart gefragt, ob Interesse an einem Schiedsrichterlehrgang bestehe. Einige seiner Mitspieler meldeten sich an und Wigger schloss sich ihnen an. Da sein Bruder zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Jahren als Unparteiischer aktiv war, hatte er schon einen ersten Einblick in die Tätigkeit bekommen. Seit der vergangenen Saison stehen die Brüder gemeinsam auf dem Spielfeld und gehören dem Kader des Handballverbandes Schleswig-Holstein (HVSH) an. Besonders das Debüt in der Herren-Oberliga zum Ende der vergangenen Spielzeit zählt für Wigger zu den bisherigen Höhepunkten seiner Laufbahn. Hinzu kamen die ersten Einsätze in der Jugend-Regionalliga und der erfolgreiche Aufstieg in den Regionalliga-Kader des HVSH.

Verantwortung und Druck gehören dazu
Neben den sportlichen Herausforderungen schätzt Wigger vor allem den Kontakt zu anderen Menschen. Durch die regelmäßigen Begegnungen mit Trainern, Spielern und Schiedsrichterkollegen entstehen neue Kontakte und unterschiedliche Perspektiven auf das Spiel. Gleichzeitig gefällt ihm die Verantwortung, auf dem Spielfeld Entscheidungen treffen und vertreten zu müssen. Allerdings bringt diese Rolle auch Herausforderungen mit sich. Besonders der Druck durch Zuschauer, Trainer und die eigenen Erwartungen sei nicht zu unterschätzen. In der vergangenen Saison kam hinzu, dass sich das neu gebildete Gespann mit seinem Bruder zunächst beweisen musste. Gerade in den höheren Spielklassen und vor größeren Zuschauerkulissen wächst die Verantwortung, gleichzeitig steigt für Wigger aber auch der Spaß an den Begegnungen.

„Klare Linie“ setzt auf Respekt und Nachwuchs
Eine besondere Rolle spielt für Wigger der Förderkader „Klare Linie“. Dieser ermöglicht ihm den Austausch mit anderen Unparteiischen, auch über die Grenzen des Handballs hinaus. Dabei geht es nicht nur um die persönliche Weiterentwicklung, sondern vor allem um ein respektvolles Miteinander zwischen Spielern, Trainern, Zuschauern und Schiedsrichtern. Wigger möchte dazu beitragen, mehr Verständnis für die Entscheidungen der Unparteiischen zu schaffen und deutlich zu machen, dass auch Schiedsrichter „nur Menschen“ sind und Fehler machen können. Gleichzeitig sieht er in dem Förderkader eine wichtige Möglichkeit, junge Menschen für die Schiedsrichterei zu begeistern. Schließlich soll der Nachwuchs erkennen, dass er mit dieser Aufgabe nicht allein ist, sondern Teil einer Gemeinschaft wird, die sich gegenseitig unterstützt.
Bildquellen
- Bjarne Wigger gibt die Richtung vor: Privat/oH
- Jannik Wigger und Bjarne Wigger: Privat/oH
- Bjarne Wigger im Fokus: Privat/oH









