SG Insel Fehmarn entscheidet Regenschlacht und beendet Eutiner Serie

TSV Dannau gewinnt Kellerduell

Jubel bei der SG Insel Fehmarn nach dem 3:0-Heimsieg gegen Eutin 08 II. Foto: SG Insel Fehmarn/o.H.
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Fehmarn – Am Freitagabend standen zwei Spiele in der Kreisliga Südost an. Eigentlich sollten es sogar drei sein, doch die Partie zwischen der FT Preetz und dem TSV Gremersdorf fiel aus. Dennoch gab es zwei Spiele, die eine Menge Brisanz versprachen. Am Ende gab es zwei Heimsiege sowie in beiden Begegnungen jeweils drei Tore.

SG Insel Fehmarn – Eutin 08 II 3:0 (1:0)

Nach drei Niederlagen in Serie war für die SG Insel Fehmarn das Ziel klar. Es sollte mal wieder einen Sieg geben, denn die Ausbeute zu Hause war vor dem Spiel noch tadellos. Es gab keinen Punktverlust, was sich auch nicht ändern sollte. Nun gastierte Eutin 08 II, eine Mannschaft, gegen die es in der Vergangenheit für Fehmarn wenig zu jubeln gab. Die Bilanz der vergangenen Jahre sprach für die Zweitvertretung. Dies galt auch für die aktuelle Form, denn während die SG zuletzt eine erste Negativserie in dieser Saison hinnehmen musste, sollte Eutin mit vier Siegen am Stück mehr in Fahrt kommen. Nun sollte der nächste Dreier her, doch die personelle Situation war alles andere als gut für die 08er. Die „Jungen“, namentlich Max Castells, Mika Maczey, Max Heusser und Jelle Haas, sollten allesamt fehlen, genauso auch Lennard Jakubenko. Somit brach ein Großteil der Erfolgsmannschaft aus den vergangenen Wochen weg. Ein dünner Kader reiste an, sodass sich in der Startelf sogar Trainer Florian Schumacher und Landesliga-Co-Trainer Jasper Frahm wiederfanden. Schumacher sollte in die Innenverteidigung rücken, Frahm agierte davor als Sechser. Ansonsten war die Besetzung gar nicht so schlecht. Monty Gutzeit, Jorge Bruckmann und Leon van den Eeckhaut sollten die Offensive beleben.

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In den ersten Minuten war Eutin bereits gut im Spiel und näherte sich erstmals gefährlich an. Im Anschluss kam allerdings nach und nach die Heimelf besser rein. Plöger scheiterte allerdings an Niklas Boeck. Kurz darauf ging es dann nach Balleroberung über die rechte Seite, Eutins Verteidiger konnte das Zuspiel nicht richtig blocken, sodass er den Ball unfreiwillig zu Fabian Ackermann (15.) verlängerte, der eiskalt einschob. Fehmarn schockte die Gäste, die sich nun erst einmal schütteln mussten. In dieser Phase blieb die Heimmannschaft auf dem Gaspedal. Tjelk Jacob tankte sich gut an der Grundlinie durch, doch wurde letztlich zu Fall gebracht, sodass es den Foulelfmeter für die SG gab. Fabian Plöger trat an, doch Boeck sollte parieren. Es bot sich allerdings die Nachschusschance, denn der Stürmer kam aus kurzer Distanz frei vor dem Tor erneut zum Schuss, doch wieder war Boeck zur Stelle. Zwei Glanzparaden hielten Eutin im Spiel. Im Anschluss sollte dann Eutin etwas mehr Zugriff wieder bekommen, doch die richtig klaren Chancen fehlten noch. Zwar versuchte man, Monty Gutzeit in Szene zu setzen, doch die Hausherren verteidigten es gut. So waren es mehr Halbchancen, die 08 bekam, doch so richtig gefährlich wurde es vor der Pause nicht. Viel mehr gab es einen Schockmoment Mitte der ersten Hälfte, als Christian Witt im Rasen hängenblieb und sich am Knie verletzte. Minutenlang musste der Außenverteidiger behandelt werden, bevor es dann allerdings doch für ihn weiterging.

niklas boeck @ SG Insel Fehmarn entscheidet Regenschlacht und beendet Eutiner Serie
Eutins Torhüter Niklas Boeck hielt mehrfach im ersten Durchgang stark. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Unter starkem Dauerregen und einem immer seifiger werdenden Geläuf sollte es im zweiten Durchgang nicht mehr allzu viele fußballerische Highlights geben. Dennoch wurde das Spiel nochmal intensiver. Drei Minuten nach Wiederbeginn lag der Ball im Tor der Hausherren, nachdem Jorge Bruckmann ihn über die Linie drückte, doch eine Abseitsposition lag vor. Kurz darauf versuchte es Gutzeit, doch bei seinem Abschluss fehlte ein gutes Stück. Auf der anderen Seite sollte Tjelk Jacob knapp vorbeiziehen, bevor auch Jari Reimer für die Gäste wieder verpasste. Abschlüsse gab es auf Seiten der Rosenstädter nun wesentlich mehr, doch die Genauigkeit fehlte. Auf der anderen Seite sollte es dann ein Fehlpass von Morits Manzow sein, der ihnen über halbrechts um die Ohren flog und von Ex-Eutiner Tjelk Jacob (55.) zum 2:0 im Tor untergebracht wurde. Dies war ein kleiner Dämpfer für 08, das zuvor gut im Spiel war und am Ausgleich kratzte. Dann sollte allerdings die SG Insel wieder zwei gute Chancen bekommen. Nach einem Freistoß stand Jacob am zweiten Pfosten völlig frei, doch er rutschte weg, sodass er den Ball nicht richtig aufs Tor bekam. Vier Minuten später legte der Angreifer für Müntz ab, doch auch dieser verpasste.

Die Chancenverwertung blieb ein Thema bei der Mannschaft von Andre Hack, denn man ließ, wie bereits in den vergangenen Wochen, zu viele Gelegenheiten ungenutzt. So verpasste man, das Spiel endgültig zuzumachen. Dass sich dies rächen könnte, bekam man fast im Gegenzug der Müntz-Chance zu spüren, als man auf der Linie klärte. Ansonsten sollte Justin Simon nur den Außenpfosten treffen und ein Konter, als Jacob schneller als Schumacher war, doch die Hereingabe nicht Müntz fand, sollte ebenfalls ungenutzt bleiben. Ab der 75. Minute kam dann Eutin nochmal zu einer Drangphase. Gutzeit tauchte frei vor dem Tor auf, doch entschied sich, quer zu Bruckmann zu legen, der wiederum erneut den Torjäger bediente, dessen Schuss letztlich abgefälscht rüberging. Dort war mehr drin gewesen. Es folgten zwei weitere Möglichkeiten, als zum einen Morten Blendermann einen Schuss von Gutzeit blockte und kurz darauf Kevin Heinecke zur Stelle war. In der 81. Minute sollte der Stecker dann endgültig gezogen werden. Die Heimelf konterte, Jacob legte quer und der eingewechselte Niklas Specht (81.) schob zum 3:0 ein. Es war die Entscheidung. Zwar hatte die Zweitvertretung durch Jasper Frahm noch eine Chance, doch sein Schuss ging knapp über die Latte. So war der 3:0-Heimerfolg der Insulaner perfekt, die nach drei Niederlagen mal wieder punkteten.

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sg insel eutin ii @ SG Insel Fehmarn entscheidet Regenschlacht und beendet Eutiner Serie
Fehmarn und Eutin lieferten sich ein umkämpftes Duell. Foto: Lobeca//Niklas Runne

Eutin musste sich nach seiner Serie von fünf unbesiegten Spielen mal wieder geschlagen geben. Die Ausfälle waren an diesem Tag nicht zu kompensieren und vorne fehlte die letzte Konsequenz. Trainer Florian Schumacher sagte: „Am Ende macht Fehmarn zu den richtigen Zeitpunkten die Tore und zieht uns dadurch den Stecker. Wir hätten heute noch 15 Stunden spielen können, aber der Ball fällt nicht rein. Wir versäumen es, die Dinger zu machen und bekommen dann in den für Fehmarn genau richtigen Momenten die Gegentore. In der ersten Halbzeit müssen wir, wo Monty aufs Tor zuläuft, in Führung gehen. Dann bekommen wir das 0:1 und gehen damit in die Pause. Sie machen einfach in den richtigen Momenten die Tore.“

Für die SG Insel Fehmarn war dieser Sieg am Ende nicht unverdient. Man bleibt zu Hause ohne Punktverlust und gewann erstmals seit Jahren mal wieder gegen Eutin. Zum 3:0-Sieg unter Flutlicht sagt Co-Trainer David Beljan: „3:0 in der Regenschlacht unter Flutlicht. Wir haben das, was wir wollten. Wir haben gewonnen, zu Null gespielt. Im Großen und Ganzen war es ein verdienter Sieg. Wir haben super gekämpft, kaum etwas zugelassen, außer die letzten sechs, sieben Minuten.“ Vorne wurde erneut einiges liegengelassen, sodass das Thema der Chancenverwertung weiterhin ein Manko bleibt. Dazu setzte Beljan fort: „Wir versuchen, so viele Torschüsse wie möglich im Training zu machen. Irgendwann ist halt der Wurm drin, wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht, aber es gibt dort nur eine Regel: Härter trainieren und weitermachen.“

TSV Dannau – TSV Lütjenburg 2:1 (0:0)

Die Bedeutung der Partie am Freitagabend in Dannau war wohl jedem Beteiligten mehr als bewusst. Es ging schon früh in der Saison um so viel, denn beide Mannschaften standen bereits mit dem Rücken zur Wand. Der TSV Dannau belegte mit nur einem Saisonsieg den 15. Platz und wartete schon seit dem ersten Spieltag auf einen Erfolg. Mit einer Serie von elf sieglosen Spielen ging man in dieses Heimspiel, sodass die Hoffnung auf einen platzenden Knoten groß war, damit das rettende Ufer nicht noch weiter in die Ferne rückte. Noch wesentlich bedrohlicher war die Situation beim Gegner. Der TSV Lütjenburg hatte sogar vor dem Spiel noch fünf Punkte weniger als der Aufsteiger, denn ohne einzigen Zähler auf dem Konto hielt man die Rote Laterne hoch. Der Druck war daher für beide Mannschaften vor diesem Spiel riesig. Personell sollte es beim Heimteam gar nicht so schlecht aussehen, auch wenn das Fehlen von Kreativspieler Tristan Anders enorm schmerzte. Lütjenburg reiste mit einem 14-Mann-Kader an und wollte phasenweise an dem Auftritt gegen Saxonia anknüpfen.

Die erste Hälfte war auf einem schwierigen Geläuf, bei Dauerregen, nicht gerade ein Leckerbissen. Es gab wenige Highlights im von Dannau bestimmten Spiel. Einzig ein Alutreffer sollte für Aufruhr sorgen. Nach der Pause änderte sich dies, denn dann sollte die Heimmannschaft zwingender werden. Lowis Adam (57.) scheiterte allerdings an Gästekeeper Philipp Löptin. Dieser konnte nach einer Stunde dann allerdings auch nichts mehr machen, als Eslam Amiri (60.) sich gegen mehrere Verteidiger durchsetzte und sogar zur Führung traf. Lütjenburg verteidigte es hier nicht gut, war nicht entschlossen genug in den Zweikämpfen, sodass der Torschütze durch die Gästedefensive spazieren konnte. Im Anschluss sollte Lütjenburgs Löptin mehrfach seine Mannschaft im Spiel halten, als Kristian Ziehe rettete und sogar den Nachschuss, sowie zwei Minuten später gegen Lowis Adam. Hier hätte es längst schon 2:0 oder 3:0 stehen können, doch stattdessen sollte auf der anderen Seite der Treffer fallen. Vladyslav Matsoda (76.) zog mal aus 20 Metern ab, doch der Ball wurde entscheidend abgefälscht, sodass Dannaus-Keeper chancenlos war. Plötzlich stand es 1:1 und das Spiel war auf den Kopf gestellt. Die Schlussphase brach an und erneut sollte Amiri im Mittelpunkt stehen, als er sich erneut gut durchsetzte und für den völlig blanken Maurice Stöffer (84.) ablegte, der zur erneuten Dannauer Führung traf. Nun war der Aufsteiger wieder auf Kurs und nur kurz darauf sollte Simon Schlichting am erneut stark parierenden Löptin scheitern. Somit blieb es am Ende beim 2:1, mit dem der TSV Dannau den zweiten Saisonsieg einfuhr. Es war ein Lebenszeichen, während die Gäste von der Kieler Straße auch nach Spiel zwölf ohne Punkte dastehen. Es wird düster in Lütjenburg, denn derzeit ist es kaum vorstellbar, dass die Mannen von Trainer Michael Müller eine Aufholjagd starten.

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