
Schönberg – Das Ergebnis ist deutlich, der Spielverlauf war es aus Sicht des FC Schönberg 95 keineswegs. Die Maurine-Kicker unterlagen am Sonnabend beim Penzliner SV mit 0:3 (0:2) und mussten damit ihre zweite Saisonniederlage in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern hinnehmen. Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Norbert Somodi durchaus Möglichkeiten, selbst Tore zu erzielen. Ein aberkannter Treffer, ein verschossener Elfmeter und weitere ausgelassene Chancen standen am Ende drei Gegentoren gegenüber.
Erst die Chancen, dann der Rückstand
Schönberg kam nach Einschätzung seines Trainers gut in die Begegnung und stellte sich auf ein zweikampfbetontes Spiel ein. Früh bot sich Dennis Grotelüschen eine große Gelegenheit zur Führung, doch sein Abschluss aus zentraler Position ging rechts am Tor vorbei.
Wenig später jubelten die Gäste nach einem Eckball bereits über das vermeintliche 1:0. Der Schiedsrichter erkannte den Treffer allerdings wegen einer Behinderung des Torhüters nicht an.
Stattdessen schlug Penzlin zu. Nach einem Ballverlust der Schönberger nutzte Alexander Lukesch in der 14. Minute einen Konter zur Führung. Die Gäste blieben nach Angaben ihres Trainers spielbestimmend, fanden aber keine Antwort auf der Anzeigetafel.
In der 43. Minute folgte der nächste Rückschlag. Wieder ging einem Penzliner Gegenangriff ein Ballverlust voraus, erneut war Lukesch zur Stelle. Mit dem 2:0 für die Gastgeber ging es in die Halbzeitpause.
Elfmeter vergeben – Entscheidung fällt spät
Somodi reagierte in der Pause mit einer Umstellung. Schönberg kam erneut gut ins Spiel und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Unter anderem scheiterte Tim Kort frei vor dem Penzliner Torhüter.
Die große Gelegenheit zum Anschlusstreffer bot sich den Gästen in der 55. Minute, als sie einen Elfmeter zugesprochen bekamen. Doch auch diese Chance blieb ungenutzt.
Schönberg drängte weiter nach vorne, konnte seine Überlegenheit aus Sicht des Trainers jedoch nicht in Tore ummünzen. Als die Gäste in der Schlussphase alles auf eine Karte setzten, nutzte Penzlin einen weiteren Gegenangriff. Max Rocher sorgte in der 79. Minute für den 3:0-Endstand.
Somodi: „Wir waren die bessere Mannschaft“
Entsprechend enttäuscht zeigte sich Somodi nach der Begegnung. Gegenüber HL-SPORTS sagte der Schönberger Trainer: „Eine sehr bittere Niederlage. Wenn man das Ergebnis sieht, ist das nach den Spielanteilen und Chancen kaum vorstellbar. Wir sind absolut gut ins Spiel gekommen, haben die Zweikämpfe angenommen und uns gut auf den Gegner eingestellt.“
Besonders ärgerte ihn die Entstehung der Gegentore. Gleichzeitig erkannte Somodi die Leistung des Penzliner Doppeltorschützen an: „Man kann sowohl das erste als auch das zweite Tor verhindern. Aber man muss den Spieler auch loben, dass er seine Qualität sehr effektiv und konsequent genutzt hat.“
Der entscheidende Unterschied lag für den Trainer vor dem gegnerischen Tor: „Was ich uns vorwerfen muss, ist die Chancenverwertung. Wir waren die bessere Mannschaft, aber so ist es im Fußball. Man kann so oft aufs Tor schießen, wenn man kein Tor macht und der Gegner seine Konter nutzt, kann es komplett in die andere Richtung gehen.“
Auch mit einigen Schiedsrichterentscheidungen war Somodi nicht einverstanden, wollte darin allerdings nicht den Hauptgrund für die Niederlage sehen.
Blick auf das nächste Heimspiel
Trotz der Enttäuschung sieht Somodi seine Mannschaft weiterhin auf einem guten Weg. „Das wirft uns überhaupt nicht um. Wir wissen, was wir gut gemacht haben und dass wir stabil sind. Heute wurden unsere kleinen individuellen Fehler brutal bestraft.“
Am kommenden Wochenende empfängt der FC Schönberg 95 den FC Förderkader Rene Schneider. Nach fünf Begegnungen stehen die Maurine-Kicker mit sieben Punkten auf dem achten Tabellenplatz. Penzlin verbesserte sich durch den Heimsieg auf Rang vier.
Der 5. Spieltag (9. – 10. Oktober)
SV Warnemünde – VfL Bergen 94 2:2
FSV Bentwisch – Rostocker FC 5:2
Doberaner FC – SG Dynamo Schwerin 0:3
FC Förderkader Rene Schneider – 1. FC Neubrandenburg 04 0:4
Penzliner SV – FC Schönberg 95 3:0
FSV Kühlungsborn – SV Pastow 1:3
MSV Pampow – Greifswalder FC II 3:1
Malchower SV – SV Hafen Rostock 61 6:0
Die Tabelle
| 1. | Neubrandenburg | 6 | +16 | 16 |
| 2. | Pastow | 6 | +14 | 13 |
| 3. | Malchow | 6 | +10 | 11 |
| 4. | Penzlin | 5 | +6 | 11 |
| 5. | Pampow | 5 | -1 | 9 |
| 5. | Dynamo Schwerin | 5 | -1 | 9 |
| 7. | Warnemünde | 5 | +5 | 8 |
| 8. | Schönberg | 5 | +4 | 7 |
| 9. | Bentwisch | 6 | -1 | 7 |
| 10. | Kühlungsborn | 6 | -5 | 7 |
| 11. | Hafen Rostock | 5 | -13 | 6 |
| 12. | Greifswald II | 5 | +2 | 5 |
| 13. | Bergen | 5 | -4 | 5 |
| 14. | Rostocker FC | 5 | -6 | 4 |
| 15. | Doberan | 6 | -11 | 3 |
| 16. | Förderkader | 5 | -15 | 0 |
Anker Wismar klettert auf Platz sechs
Dafür jubelte der FC Anker Wismar. Die Hansestädter gewannen beim SV Lichtenberg 47 mit 3:1 (2:0) und feierten damit ihren vierten Saisonsieg in der Oberliga Nord.
Vor 478 Zuschauern brachte Tobias Teetz die Gäste bereits in der 7. Minute in Führung. Jakob Ewert (45.) erhöhte auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel legte John Lukas Sauer (54.) den dritten Treffer nach. Die Berliner kamen durch Kevin Owczarek (68.) lediglich noch zum Ehrentreffer.
Durch den Auswärtserfolg verbesserte sich der FC Anker auf den sechsten Tabellenplatz. Nach sieben Spieltagen stehen zwölf Punkte und ein ausgeglichenes Torverhältnis von 11:11 zu Buche.
Bildquellen
- Somodi: Jens Upahl








