
Lübeck – Zweimal zurückgelegen, zweimal zurückgekämpft und am Ende gejubelt: Die Frauen der VSG Lübeck haben ihren ersten Saisonsieg in der Regionalliga Nord eingefahren. Gegen den SV Warnemünde II setzten sich die Lübeckerinnen am Sonnabend in der Thomas-Mann-Halle mit 3:2 (20:25, 25:23, 16:25, 25:12, 16:14) durch. Nach 121 Minuten war der Fünf-Satz-Krimi entschieden. Für die neu formierte Mannschaft, die sich nach mehreren Neuzugängen noch in der Findungsphase befindet, war es der erste Erfolg im zweiten Saisonspiel.
Lübeck kämpft sich zurück
Die Gäste aus Warnemünde erwischten den besseren Start und setzten die VSG früh unter Druck. Die Lübeckerinnen benötigten etwas Zeit, um ins Spiel zu finden, stabilisierten anschließend aber ihre Annahme und verkürzten den Rückstand. Für die Wende reichte es zunächst nicht. Warnemünde sicherte sich den ersten Durchgang mit 25:20.
Im zweiten Satz entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell mit wechselnden Führungen. In der entscheidenden Phase sorgten starke Aufschläge von Marika Martensen und erfolgreiche Angriffe von Jannine Thoden dafür, dass sich die Gastgeberinnen absetzen konnten. Zwar wurde es zum Ende noch einmal eng, doch Lübeck behielt die Nerven und glich mit einem 25:23 zum 1:1 aus.
Deutliche Antwort nach erneutem Rückstand
Die gewonnene Sicherheit ging im dritten Durchgang allerdings wieder verloren. Die VSG wirkte zeitweise verunsichert, während Warnemünde seine Möglichkeiten nutzte und sich mit 25:16 die erneute Satzführung holte.
Doch die Lübeckerinnen fanden die passende Antwort. Im vierten Satz präsentierte sich die Mannschaft deutlich stabiler, überzeugte mit geschlossenem Zusammenspiel und ließ den Gästen beim 25:12 kaum eine Chance. Damit musste der Tiebreak die Entscheidung bringen.
Tiebreak wird zur Nervensache
Im entscheidenden fünften Satz wurde die Partie endgültig zum Nervenkrimi. Beide Mannschaften lieferten sich packende Ballwechsel, kämpften um jeden Punkt und schenkten sich nichts. Auf dem Feld blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, während die Zuschauer auf den Rängen mitfieberten. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Am Ende bewiesen die Lübeckerinnen die stärkeren Nerven, entschieden den Tiebreak mit 16:14 für sich und feierten ihren ersten Saisonsieg.
Auch die Unterstützung durch die Ersatzspielerinnen und die Zuschauer würde ich stärker herausarbeiten. Schließlich gehört die Atmosphäre zu so einem Erfolg dazu.
Prokein als wertvollste Spielerin ausgezeichnet
Neben dem geschlossenen Mannschaftsauftritt hob der Verein mehrere Einzelleistungen hervor. Ilona Zwickwolff übernahm die Rolle der Interims-Libera und überzeugte insbesondere in der Annahme und Abwehr. Auch Lucia Marrala zeigte nach mehrmonatiger Pause eine starke Leistung in Annahme und Angriff.
Die beiden Zuspielerinnen trugen mit ihrer Spielgestaltung ebenfalls zum Erfolg bei. Als wertvollste Spielerin der Begegnung auf Lübecker Seite wurde Lara Prokein ausgezeichnet. Bei Warnemünde erhielt Daria Redka die MVP-Auszeichnung.
Unterstützung erhielt die VSG auch von der eigenen Bank und den 20 Zuschauern in der Thomas-Mann-Halle.
Zwei Wochen bis zum nächsten Spiel
Mit dem ersten Sieg im Rücken haben die Lübeckerinnen nun zwei Wochen Zeit, weiter an der Abstimmung innerhalb der neu zusammengestellten Mannschaft zu arbeiten.
Am Sonntag, 25. Oktober, steht das nächste Regionalliga-Spiel an. Dann gastiert die VSG beim TSV Wandsetal Hamburg. Nach zwei Begegnungen belegt Lübeck mit zwei Punkten den sechsten Tabellenplatz.
Der Spieltag (10. – 11. Oktober)
VT Hamburg – SC Wentorf 3:0
Wiker SV/Kiel – TSV Wandsetal Hamburg 3:1
VSG Lübeck – SV Warnemünde II 3:2
MSV Pampow – Kieler TV 2:3
SV Grün-Weiß Eimsbüttel II – VfL Geesthacht 3:1
VT Hamburg – Schweriner SC III 3:0
Die Tabelle
| 1. | VT Hamburg | 3 | 3 | 9:1 | 9 |
| 2. | Wiker SV | 2 | 2 | 6:2 | 6 |
| 3. | Pampow | 2 | 1 | 5:4 | 4 |
| 4. | Eimsbüttel II | 2 | 1 | 5:4 | 4 |
| 5. | Wandsetal | 2 | 1 | 4:4 | 3 |
| 6. | Lübeck | 2 | 1 | 4:5 | 2 |
| 7. | Kieler TV | 2 | 1 | 4:5 | 2 |
| 8. | Wentorf | 2 | 1 | 3:5 | 2 |
| 9. | Warnemünde II | 2 | 0 | 3:6 | 1 |
| 10. | Geesthacht | 2 | 0 | 2:6 | 0 |
| 11. | Schwerin III | 1 | 0 | 0:3 | 0 |








