F.C. Hansa Rostock blamiert sich gegen Aufsteiger! – Breitenreiters Heimdebüt geht daneben

Ouassim Karada (F.C. Hansa Rostock) gegen Oliver Issa Schmitt (SV Meppen). Foto: Lobeca/Andreas Knothe
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Rostock – Bitterer Abend für den F.C. Hansa Rostock in der 3. Liga. Die Kogge hat am Dienstagabend ihr erstes Heimspiel unter dem neuen Trainer Andre Breitenreiter mit 0:2 (0:0) gegen den SV Meppen verloren. Nach dem gelungenen Einstand in Würzburg folgte damit die erste herbe Enttäuschung. Besonders bitter: Die Gäste waren als Tabellenvorletzter angereist und hatten seit fünf Begegnungen auf einen Sieg gewartet. Hansa war über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, blieb offensiv allerdings viel zu harmlos. Zwei Tore nach Eckbällen brachten schließlich die Entscheidung.

Die 1. Halbzeit: Rostock überlegen, Meppen gefährlich

Nach dem erfolgreichen Einstand von Breitenreiter beim 2:0-Auswärtssieg in Würzburg wollte Hansa vor eigenem Publikum nachlegen. Die Gastgeber übernahmen früh die Kontrolle, hatten gegen die kompakt stehenden und aggressiv verteidigenden Meppener jedoch erhebliche Schwierigkeiten, sich klare Torchancen zu erspielen.

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Die erste große Möglichkeit gehörte den Rostockern. Nach einer Hereingabe von Karada kam Kölle (24.) frei zum Abschluss, scheiterte jedoch am stark reagierenden Meppener Schlussmann Pünt.

Hansa erhöhte anschließend den Druck, fand aber weiterhin kaum Mittel gegen die Defensive der Gäste. Die Mannschaft von Trainer Lucas Beniermann setzte dagegen auf Zweikampfhärte und schnelle Gegenangriffe. Kurz vor der Pause wurde es plötzlich auf der anderen Seite richtig gefährlich. Prasse (40.) scheiterte zunächst aus spitzem Winkel an Unbehaun. Anschließend brachte er den Ball erneut vor das Tor, wo Zehir (40.) aus kurzer Distanz über die Latte schoss.

So ging es torlos in die Halbzeit. Für die Rostocker war das angesichts ihrer spielerischen Überlegenheit bereits eine enttäuschende Zwischenbilanz.

Nach der Pause: Zwei Eckbälle bringen Hansa zu Fall

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste mutiger, während Rostock weiterhin mehr vom Spiel hatte, daraus aber zu wenig machte. Die Partie wurde zunehmend zäh. Hansa fand kaum Lücken, Meppen verteidigte konsequent und lauerte auf seine Gelegenheiten.

Dann schlugen die Gäste zu. Nach einer Ecke von Deters kam Sprekelmeyer völlig frei zum Kopfball. Unbehaun konnte zunächst parieren, doch Stefan Rankic (73.) reagierte am schnellsten und köpfte den Abpraller aus knapp fünf Metern zum überraschenden 0:1 über die Linie.

Für Hansa begann damit die Suche nach einer Antwort. Breitenreiters Mannschaft erhöhte den Druck, blieb aber im letzten Drittel weiterhin zu ungenau. Die große Gelegenheit zum Ausgleich hatte Michaelis (87.), der nach einer Flanke am rechten Pfosten frei zum Abschluss kam. Pünt verhinderte mit einer starken Doppelabwehr auf der Linie den Treffer.

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Nur zwei Minuten später war die Partie entschieden. Erneut führte ein Eckball zum Gegentor. Unbehaun konnte die Hereingabe zunächst nur zu einer Bogenlampe abwehren. Der Ball fiel zurück in den Fünfmeterraum, wo Nikell Touglo (89.) am schnellsten reagierte und das Leder zum 0:2 über die Linie köpfte. Auch Fatkic konnte auf der Torlinie nichts mehr retten.

Ernüchterung statt Aufbruchstimmung

Für Hansa ist die Niederlage ein empfindlicher Rückschlag. Nach dem Trainerwechsel und dem gelungenen Auftakt in Würzburg sollte gegen den Aufsteiger der nächste Erfolg folgen. Stattdessen offenbarte die Kogge ausgerechnet gegen einen Abstiegskandidaten erhebliche Probleme im Angriffsspiel.

Rostock hatte zwar mehr vom Spiel, konnte seine Überlegenheit aber kaum in gefährliche Abschlüsse umwandeln. Dazu kamen zwei Gegentore nach Eckbällen, bei denen die Gastgeber keine gute Figur machten. Für eine Mannschaft, die den Anschluss an die Aufstiegsplätze hält, ist das schlicht zu wenig.

Meppen dagegen nutzte zwei Standardsituationen zur Entscheidung, feierte einen überraschenden Auswärtssieg und verließ vorerst die Abstiegsplätze.

Für Breitenreiter ist die erste Niederlage im zweiten Spiel als Hansa-Trainer ein herber Dämpfer. Wer zu Hause gegen einen Aufsteiger aus dem Tabellenkeller verliert, ohne offensiv wirklich überzeugen zu können, muss sich unangenehme Fragen gefallen lassen. Der erfolgreiche Einstand in Würzburg ist damit zumindest vorerst wieder in den Hintergrund gerückt.

Am kommenden Sonnabend um 14 Uhr treten die Mecklenburger bei Alemannia Aachen an. Das Team aus NRW ist erst am heutigen Mittwoch bei der SV Wehen Wiesbaden gefordert und steht derzeit auf Rang neun.

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