Pajonk trifft dreifach nach der Pause: Azadi zieht souverän ins Habfinale ein

5:0-Auswärtssieg am Torfmoor

Marco Pajonk war am Dienstagabend dreifach erfolgreich. Archivfoto: Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – Am Dienstagabend wurde der letzte Halbfinalist im Kreispokal Lübeck gefunden. Am Torfmoor empfing der Verbandsligist TSV Eintracht Groß Grönau den klassenhöheren SV Azadi Lübeck. Die Rollenverteilung war dabei glasklar, denn die Gäste gingen favorisiert ins Spiel. Im ersten Durchgang sollte der Gastgeber noch gut gegenhalten, doch am Ende gab es dann doch das deutliche Ergebnis.

Bieche bringt Azadi in Führung

Für den TSV Eintracht Groß Grönau war es eine ganz schwierige Aufgabe im Kreispokal. Nach Siegen zuvor gegen den VfL Bad Schwartau und AKM Lübeck wartete nun ein richtig harter Brocken. Der SV Azadi Lübeck war zu Gast und an diesen hatte man keine guten Erinnerungen. Zwei echte Klatschen kassierte die Eintracht in der vergangenen Saison noch gegen den späteren Meister, sodass man nun gewarnt war. Für die Eintracht war es allerdings ein „Bonusspiel“, wie Trainer Marco Cloppatt im Vorfeld verriet. Man müsse erst einmal schauen, welche Spieler zur Verfügung stehen. Der Kader am Dienstag machte deutlich, dass es personell nicht die Bestbesetzung war, denn es fehlten einige Leistungsträger und auch auf der Bank saßen nur drei zusätzliche Optionen. Gegenüber stand ihnen eine hochkarätig besetzte Elf, in der Trainer Niwar Jasim sich eher weniger zu Experimenten hinreißen ließ. So sollten namhafte Spieler wie Marco Pajonk, Evgenij Bieche oder auch der ehemalige Grönauer und Siegtorschütze vom Spitzenspiel am Wochenende gegen Eichholz, Florian Hahn, beginnen. Von Beginn an nahm der Landesligist das Zepter klar in die Hand. Mit deutlichen Ballbesitzvorteilen gaben sie den Ton an und kamen zu ersten Chancen. Lion Glosch scheiterte dabei an Eintracht-Keeper Zimmermann. Kurz darauf war es dann geschehen und der Ball zappelte erstmals im Netz. Evgenji Bieche (21.) stellte all seine Klasse unter Beweis und blieb eiskalt.

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Favorit dreht nach der Pause auf

Während die Eintracht offensiv wenig zur Geltung kam, mit Ausnahme einer Chance durch Bennet Oldenburg, sollte Azadi noch vor der Pause erhöhen. Ein Lupfer von Nauzad Hassan (38.) über den zu weit vor dem Tor stehenden Torhüter besorgte den 2:0-Pausenstand. Der Landesligist ließ überhaupt keine Zweifel an einem Weiterkommen aufkommen. Nur noch verwalten wollte der SV Azadi das Spiel allerdings keineswegs. Es dauerte keine 60 Sekunden nach dem Wiederanpfiff, da sollte sich Marco Pajonk (46.) gegen zwei Gegenspieler durchtanken und zum 3:0 erhöhen. Zwar bot sich im Gegenzug die Möglichkeit auf den Anschluss, doch Timo Renken verpasste. Groß Grönau wurde insgesamt etwas mutiger, was zugleich aber auch mehr Räume für den Favoriten zur Folge hatte. Nach etwas mehr als einer Stunde gab es dann den Elfmeter für Azadi und die große Chance, den Sack endgültig zuzumachen, doch Pajonk versuchte es zu lässig, sodass Zimmermann den mittig geschossenen Elfmeter parierte. Doch der Torjäger sollte dennoch an diesem Abend erneut treffen zum 4:0 (77.). Im Anschluss folgten weitere gute Chancen durch Hahn und Marcel Nagel, doch die Latte sowie Torwart Zimmermann verhinderten das fünfte Gästetor. Dieses sollte mit der letzten Aktion des Spiels allerdings dann doch noch fallen. Luca Lübcke bediente Pajonk (91.), der den Dreierpack schnürte.

„Seriöses Spiel“ bringt Landesligisten ins Halbfinale

Am Ende sicherte sich der Landesligazweite das vierte und somit letzte Halbfinalticket. Man ließ über die volle Spielzeit keine Zweifel am Weiterkommen aufkommen, auch wenn es im ersten Durchgang noch deutlich mehr Gegenwehr der Hausherren gab. Nach der Pause drehte der Favorit dann allerdings auf und schraubte das Ergebnis in die Höhe. Eintracht-Coach Cloppatt sagte: „Wir haben völlig verdient verloren. Erste Halbzeit konnten wir noch gut mithalten und die Räume eng stellen. In der zweiten Hälfte hat sich die Klasse dann einfach durchgesetzt. Glückwunsch an Azadi.“ Für die Mannschaft aus Lübeck-Buntekuh lebt der Traum vom Pokalsieg nach 2025 weiter. Auch im dritten Pokalspiel diese Saison blieb man ohne Gegentor und erfüllte die Aufgabe souverän. Kordo Mohammad sagte zum 5:0-Auswärtssieg: „Das war ein sehr seriöses Spiel unserer Mannschaft. Danke an Grönau für das faire Spiel und jetzt freuen wir uns auf das Halbfinale.“

Bildquellen

  • azadi_pajonk: Lobeca/Niklas Runne
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