Topspiel auf der Hufe – SV Viktoria 08 zu Gast beim Angstgegner

Kellerduell in Krummesse

Lübeck 1876 empfängt mit personellen Sorgen den VfL Rethwisch. Foto: Lobeca/Niklas Runne
Anzeige

Lübeck – Am Wochenende steht der 13. Spieltag in der Kreisliga Süd an. Am Freitagabend rollt bereits in Stockelsdorf der Ball, bevor es an den Folgetagen munter weitergeht. Die Partie des Eichholzer SV II beim TSV Schlutup ist auf Wunsch der Zweitvertretung verlegt worden, sodass erneut kein kompletter Spieltag am Wochenende steigt. Dennoch darf man sich auf muntere Spiele freuen, wie in Siebenbäumen, wo das Topspiel steigt. Doch auch in Ratzeburg wird es spannend, wenn ein Aufsteiger erneut auf einen Rivalen aus Lauenburg trifft. Zudem gibt es noch vieles mehr.

Ratzeburger SV II – SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg (Sa., 14 Uhr)

Der Ratzeburger SV II musste am vergangenen Wochenende eine 0:2-Niederlage im Derby bei der SG Breitenfelde/Mölln hinnehmen. Es war ein Spiel, in dem man bereits im Vorfeld vor Schwierigkeiten gestellt wurde, denn personell sollte es alles andere als gut aussehen. Einige Spieler fehlten, was die Aufgabe beim Rivalen noch einmal schwerer machte. Die Ungeschlagen-Serie von drei Partien mit sieben Zählern endete. Nun soll eine neue gestartet werden, damit der Abstand nach unten noch weiter vergrößert wird, denn derzeit ist dieser zwei Punkte groß. Zu Gast am „Riemann“ ist erneut ein Team aus dem Kreis Herzogtum-Lauenburg, denn man trifft auf die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg. Trainer Paul Dietz sagt vor dem Duell: „Mit Wentorf kommt einer der für mich Aufstiegsfavoriten an den Riemann, sie haben eine gute Mannschaft mit starken Einzelspielern, wir freuen uns besonders auf das Wiedersehen mit Molter. Wir müssen Samstag über uns hinauswachsen, um was Zählbares mitzunehmen, nur durch Verletzungen und Erkältungen fehlen uns 17 Spieler.“

- Anzeige -

Für die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg ist das Ziel am Sonnabend klar. Der nächste Sieg soll eingefahren und die Serie fortgesetzt werden. Von den Startproblemen in den ersten Wochen der Saison ist kaum noch etwas zu sehen, denn die SGWSS ist in der Kreisliga Süd angekommen. Seit nun vier Spielen hat man nicht mehr verloren, holte in diesen zehn Punkte. Außerdem gab es nur eine Niederlage aus neun Ligaspielen. Platz sieben ist die Realität und nun soll noch weiter geklettert werden in der Tabelle. Trainer Dennis Hadler sagt vor dem Auswärtsspiel: „Das, was die Liga so spannend macht, ist, dass einfach jeder jeden schlagen kann. Auch in Ratzeburg erwarten wir wieder ein enges Spiel, in dem wir wieder voll da sein müssen. Wir wollen uns durch einen Sieg in der oberen Tabellenhälfte festsetzen, wissen aber, dass wir mit Ratzeburg einen Gegner haben, der jeden Gegner ärgern kann. Ratzeburg hatte diese Saison häufig mit Ausfällen zu kämpfen, ein Gefühl, welches wir selbst nur zu gut kennen, sonst würden sie sicherlich ein paar Punkte mehr haben, denn Potenzial hat dieses Team. Definitiv ausfallen werden bei uns Janne Müller Krumwiede und Timm Haẞler. Ansonsten werden wir sehen, wer von der aktuellen Krankheitswelle verschont bleibt und wer nicht. Egal, wer aber spielt, wir werden alles geben, um die Punkte mit nach Wentorf zu nehmen.“

SV Grün-Weiß Siebenbäumen – TSV Travemünde (So., 14 Uhr)

Es ist ein echtes Topspiel, das am Sonntagnachmittag auf der Hufe steigt. Der SV Grün-Weiß Siebenbäumen grüßt derzeit von der Tabellenspitze, nachdem es zuletzt beim VfL Rethwisch einen 3:0-Erfolg gab. Nun steht ein Heimspiel an und die Bilanz auf der heimischen Sportanlage ist makellos. Alle sechs Spiele wurden gewonnen und dabei 29:2-Tore erzielt. Es ist eine beeindruckende Bilanz. Nun gab es unter der Woche weitere positive Nachrichten von den Grün-Weißen, denn mit Marco Kalcher hat der Ligamanager, der nun schon seit 2008 auf der Hufe ist, seinen Vertrag bis 2028 verlängert. Seine Mannschaft begrüßt nun am Sonntag ein weiteres Spitzenteam der Liga, denn der TSV Travemünde ist zu Gast. Die Monte-Kicker haben rechtzeitig zu diesem Topspiel wieder in die Spur gefunden und nach einer zwischenzeitlichen Ergebniskrise zwei Siege in Folge eingefahren. Zuletzt punktete man gegen den TSV Schlutup und ließ nichts anbrennen. Daran gilt es nun anzuknüpfen, damit man sich im oberen Drittel zurückmeldet. Chritstian Jetz sagt: „Am Wochenende fahren wir zum Spitzenreiter und sind leider extrem Grippegeplagt, ein ordentliches Training unter der Woche war kaum möglich. Die Verlängerung von Marco Kalcher wird Siebenbäumen weiteren Auftrieb geben, wir durften bislang immer nur in Testspielen gegen den Ligenhöheren GWS testen. Budgettechnisch spielt Siebenbäumen weiterhin in einer anderen Liga als wir, wir werden versuchen, über mannschaftliche Geschlossenheit und taktische Kniffe versuchen mitzuhalten.

Krummesser SV – Fortuna St. Jürgen (So., 14 Uhr)

Der Krummesser SV zeigte am vergangenen Wochenende gegen die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg einen starken kämpferischen Auftritt. Trotz erneut vieler fehlender Spieler sollte es in der Fremde bis zum Ende spannend bleiben. Der Aufsteiger hat sich mit allem, was ihm zur Verfügung stand, gewehrt und an einem Punktgewinn gekratzt. Dennoch stand man am Ende doch wieder ohne Punkte da, doch der Auftritt machte Mut. Daran gilt es nun im Heimspiel am Sonntag anzuknüpfen, wenn der SV Fortuna St. Jürgen gastiert. Ein direkter Konkurrent ist somit zu Gast. Trainer Andre Bargholt sagt: „Stand jetzt können wir aufgrund einiger Rückkehrer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Wie sich das aufgrund von fehlender Spielpraxis oder doch sonstigen Absagen am Sonntag verhält, wird sich zeigen, wir sind auf jeden Fall heiß, Fortuna einen Kampf zu liefern, die sicherlich bisher auch hinter ihren Möglichkeiten geblieben sind.“

Für den SV Fortuna St. Jürgen ist das Ziel ganz klar. Nach zwei deutlichen Siegen gegen Stockelsdorf (4:2) und den TSV Zarpen (4:1) soll nun der dritte folgen. Die schwierigen Wochen zum Saisonstart wurden abgeschüttelt und somit die Abstiegsplätze verlassen. Der Knoten ist geplatzt und beim Aufsteiger ist die Elf vom Kalkbrenner favorisiert. Dennoch unterschätzt man den Gegner keineswegs. Nikolay Frech sagt: „Am Sonntag geht es für uns auswärts nach Krummesse. Einen Gegner, den wir aktuell nur schwer einschätzen können und der mit dem deutlichen Heimsieg gegen Travemünde bereits für eine Überraschung gesorgt hat. Unser Fokus liegt aber ohnehin auf unserer eigenen Leistung. Wir sind momentan wieder besser in Form und nähern uns zunehmend dem Leistungsniveau, das wir uns als Mannschaft vorstellen. Nach einer vernünftigen Trainingswoche wollen wir am Sonntag daran anknüpfen, unsere Entwicklung bestätigen und natürlich die nächsten drei Punkte mit nach Hause nehmen.“

TSV Kücknitz – SV Viktoria 08 (So, 15 Uhr)

Das Team der Stunde in der Kreisliga Süd kommt vom Roten Hahn. Der TSV Kücknitz ist nun schon seit acht Ligaspielen unbesiegt und belegt daher den dritten Tabellenplatz. Mit 23 Punkten liegt die Mannschaft von Mirco Groß nur zwei Punkte hinter Tabellenführer Siebenbäumen, sodass sie mit zum engen Favoritenkreis gehören. Offensiv besitzt man über eine hohe Qualität mit Spielern wie Maurice Maletzki und Pierre Witt, doch auch die Defensive überzeugt. Die drittwenigsten Gegentore und bereits drei Spiele ohne Gegentor machen dies deutlich. Nun soll gegen den SV Viktoria 08 an den vergangenen Wochen angeknüpft werden und das neunte Spiel in Serie nicht verloren werden. Vergangene Saison gab es einen 7:0-Heimsieg gegen den kommenden Gegner. Vor dem kommenden Duell sagt Trainer Groß: „Am Sonntag erwarten wir mit Viktoria das aktuelle Schlusslicht der Liga und jeder erwartet einen klaren Sieg von uns. Mit solch einer Einstellung sollten und werden wir nicht ins nächste Heimspiel gehen. Die letzten Spiele von Timur seinem Team waren denkbar knapp und teilweise unglücklich abgegeben worden, zudem kommen einige von den vielen Verletzten zurück in den Kader. Am Ende müssen wir auf unser Spiel schauen, denn unser Ziel ist klar: Drei Punkte für den TSV.“

Anzeige
Anzeige
Anzeige
VfB Lübeck
Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige
Anzeige

So richtig in Fahrt gekommen ist der SV Viktoria 08 noch nicht. Ein Umbruch im Sommer mit schwerwiegenden Abgängen sorgte dafür, dass man einen schweren Aderlass verzeichnet hat. In der Breite als auch Qualität musste man Einbußen hinnehmen. Nun, nach einem Saisondrittel ist die Lage bei Viktoria ziemlich schwierig. Nur ein Spiel wurde gewonnen, ansonsten gab es kaum Zählbares. Die Konsequenz ist der letzte Tabellenplatz und bereits jetzt ein Rückstand von fünf Punkten aufs rettende Ufer. Zuletzt gab es für die Mannschaft von der Falkenwiese vier Niederlagen in Serie, doch die jüngsten beiden Pleiten gegen Schlutup und Siebenbäumen (jeweils 1:2) machten Mut. Es waren gute Auftritte, bei denen nicht viel fehlte. Nun, nach einer Woche Pause, soll erneut gegen ein Top-Team überzeugt werden, doch der kommende Gegner ist eine Art Angstgegner. Timur Akgün, Trainer der Lübecker, sagt: „In Kücknitz ist es immer schwierig, gut auszusehen. Im Moment ist das Team sehr gut drauf und wir werden die vielleicht die größte Aufgabe der bisherigen Saison vor uns haben. Man könnte vom Angstgegner sprechen. Wir geben unser Bestes.“

Lübeck 1876 – VfL Rethwisch (So., 15 Uhr)

Das Spiel am vergangenen Wochenende fiel am vergangenen Wochenende aus, sodass Lübeck 1876 nun zwei Wochen Zeit hatte, um die vergangene Partie aufzuarbeiten. Die personelle Situation war zu schwierig, sodass man bei Viktoria um eine Verlegung bat. Nun ist man wieder gefordert und das Ziel ist ganz klar der Sieg. Vier Spiele wurden nicht mehr gewonnen zuletzt, davon drei verloren. Mut machte allerdings das Remis gegen den formstarken TSV Kücknitz. Nun begrüßt man den VfL Rethwisch. Trainer Uwe Buchholz sagt: „Wir sind schon lange im Trainergeschäft tätig, aber an so ein Jahr mit so vielen verletzten und Langzeitverletzten können wir uns nicht erinnern. Mal schauen, wer am Sonntag einsatzfähig ist. Unser Ziel ist es trotzdem, drei Punkte zu holen. Rethwisch ist eingespielt, unangenehm zu bespielen und steht in der Defensive sehr kompakt und hat ein gutes Umschaltspiel. Aber wir werden eine Mannschaft auf den Platz schicken, die bereit ist.“ Die Stormarner verloren zuletzt gegen den SV Grün-Weiß Siebenbäumen. Es war eine 1:2-Pleite gegen den Tabellenführer, wo sich die hohe Qualität des Gegners durchsetzte. Schlecht war der Auftritt des VfL Rethwisch allerdings nicht, denn man kam selbst auch zu Chancen. Nun reist man nach Lübeck, wo es weitere Auswärtspunkte geben soll. Sieben sind es bereits, denn man bezwang beispielsweise den TSV Schlutup in der Fremde. Daran gilt es nun anzuknüpfen, damit es, anders als in der Vorsaison, wo es eine 1:3-Pleite an der Travemünder Allee gab, mit dem zweiten Auswärtsdreier klappt.

SV Azadi Lübeck II – SG Breitenfelde/Mölln (So., 15.15 Uhr)

Das 3:3-Unentschieden am Eichholzer Pöbelberg tat dem SV Azadi Lübeck II sehr gut. Nach sechs Niederlagen in Serie war es das Ende der Niederlagenreihe. Der Auftritt gegen den Titelfavoriten war sehr stark, sodass man sich den Punkt absolut verdiente. Doch nun soll auch die Sieglosserie enden, denn schließlich gab es nun auch schon seit sieben Partien keinen Dreier mehr. Man steht einen Platz vor dem potenziellen dritten Abstiegsplatz und nur das Torverhältnis sorgt dafür, dass man Stockelsdorf hinter sich lässt. Nun begrüßt man am Koggenweg die SG Breitenfelde/Mölln und gegen diese ist das Team von Awar Rashid der Underdog. Vergangene Saison blieb man gegen die Lauenburger sieglos. Im Hinspiel unterlag man mit 3:4, während es zu Hause ein 3:3 gab. Viele Tore versprechen die beiden Teams gegeneinander also durchaus, sodass man sich freuen darf.

Die SG Breitenfelde/Mölln ist nun bereits seit fünf Spielen ungeschlagen. Nach einem kleinen Formtief mit fünf Pflichtspielniederlagen gab es zuletzt vier Siege und ein Unentschieden. Man drang ins obere Tabellendrittel vor, wo man nun bleiben möchte. Dazu soll nach zwei Spielen ohne Gegentor erneut die Defensive stabil bleiben, doch gleichzeitig das Offensivspiel nicht vernachlässigt werden. Mit 30 Toren erzielte man die fünfmeisten der Liga, 17 davon aus den besagten jüngsten fünf Partien. Vor allem Jannes Stöver (sieben) und Marvin Edler (sechs) Treffer sind enorm wichtig für das Spiel der SG. Ihr Fehlen vor einigen Wochen machte sich stark bemerkbar. Arne Riewe sagt vor dem Spiel: „Sonntag geht’s zu Azadi. Verrückte Ergebnisse, die die Jungs da einfahren. Letztes Wochenende ein 3:3 gegen Eichholz zeigt deren Qualität. Wir sind gewarnt, aber dennoch wollen wir die 3 Punkte einsacken.“

Der 13. Spieltag im Überblick

ATSV Stockelsdorf – TSV Zarpen (Fr., 19 Uhr)
Ratzeburger SV II – SGWSS (Sa., 14 Uhr)
Grün-Weiß Siebenbäumen – TSV Travemünde (So., 14 Uhr)
Krummesser SV – Fortuna St. Jürgen
TSV Kücknitz – SV Viktoria 08 (15 Uhr)
Lübeck 1876 – VfL Rethwisch
SV Azadi Lübeck II – SG Breitenfelde/Mölln (15.15 Uhr)

1.Grün-Weiß Siebenbäumen1139 : 1325
2.Eichholzer SV II1147 : 2424
3.TSV Kücknitz1133 : 1823
4.SG Breitenfelde/​Mölln1230 : 2020
5.TSV Travemünde1124 : 1520
6.TSV Zarpen1232 : 3119
7.SGWSS1128 : 2218
8.VfL Rethwisch1225 : 2817
9.TSV Schlutup1024 : 2316
10.Lübeck 18761118 : 2016
11.Ratzeburger SV II1123 : 2412
12.Fortuna St. Jürgen1225 : 3111
13.Azadi Lübeck II1123 : 3210
14.ATSV Stockelsdorf1221 : 4910
15.Krummesser SV1115 : 476
16.SV Viktoria914 : 245




Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein