
Hoisdorf – Am Freitagabend kam es in der Kreisliga Südwest zu drei Spielen. Der 13. Spieltag wurde mit packenden Duellen eröffnet, wobei es eine dicke Überraschung gab, ein Sieben-Tore-Spektakel sowie einen Arbeitssieg. Es war also alles dabei.
SG Bargteheide/Hammoor – Bargfelder SV 5:2 (1:2)
Nach nur einem Sieg aus drei Spielen wollte die SG Bargteheide/Hammoor wieder einen Dreier einfahren. Zu Gast war der Bargfelder SV, der nach zwei Siegen in Alveslohe unterlag, bevor man, wie auch die SG, spielfrei hat. Nun war man hungrig und beide Teams stellten sich auf ein heißes, hart umkämpftes Duell ein. Dieses bekamen die Zuschauer auch, denn es ging ordentlich zur Sache in Hammoor. Fünf Gelbe und eine Gelb-Rote Karte standen am Ende auf dem Spielbericht, doch viel entscheidender war der Endstand. Sieben Treffer bekamen die Zuschauer zu sehen. Nach einer Viertelstunde gingen die Gäste aus Bargfeld durch Tim Richter (15.) in Führung. Es war der gute Start, doch nur kurz darauf glich Nick Nordt (19.) aus. Es schien, als würde es mit dem 1:1 in die Halbzeit gehen, doch ein Eigentor von Heimkeeper Leon Wulf sorgte für die Pausenführung der SG.
Nach dem Seitenwechsel sollte sich das Bild etwas verändern. Die Hausherren wurden spielbestimmender und schafften es nun auch, im Zentrum mehr Zugriff zu bekommen. Dies war vor der Pause noch nicht so richtig der Fall, denn die langen Bälle bekam man nicht in den Griff. In Durchgang zwei sollte durch Rico Krecker (54.) und Arian Janke (69.) in Führung gegangen werden, sodass die SG den Rückstand drehte. Man war nun auf Kurs und Bargfeld warf alles rein, doch ein Doppelschlag in der Nachspielzeit durch erneut Janke (90.) sowie Kevin Erpenstein (95.) machte alles klar. Die Heimmannschaft behielt die Punkte in Hammoor und kletterte vorerst wieder auf Platz drei. Trainer Flemming Strufe sagt: „Das war ein verdienter Sieg, den sich die Mannschaft mit einer starken Reaktion nach der Pause erarbeitet hat. Schon in der ersten Halbzeit haben wir einige sehr gute Spielzüge gezeigt und uns klare Chancen erspielt. Man sieht, dass unsere Abläufe mit Ball besser greifen und wir uns spielerisch weiterentwickeln. Gleichzeitig haben wir Bargfelds lange Bälle nicht konsequent genug verteidigt und sind durch eigene Fehler zweimal in Rückstand geraten. In der Pause haben wir das klar angesprochen und im Zentrum nachjustiert. Danach waren wir in den Duellen deutlich präsenter, haben das Spiel gedreht und selbst nach dem Platzverweis weiter den Weg nach vorne gesucht. Bargfeld hat uns mehr abverlangt, als das 5:2 vermuten lässt. Am Mittwoch in Hartenholm wollen wir daran anknüpfen.“ Bargfeld unterlag erneut, doch zieht positive Erkenntnisse aus dem Spiel. Trainer Michael Burg sagt: „Wir haben in Hammoor kein schlechtes Auswärtsspiel gezeigt. Obwohl die Gastgeber in der ersten Halbzeit optisch ein Chancenplus hatten, haben wir unsere Möglichkeiten effektiv genutzt und sind mit einer 2:1-Führung in die Pause gegangen. Auch nach dem Seitenwechsel waren wir gut im Spiel, ehe ein aus meiner Sicht sehr fragwürdiger Elfmeter zum Ausgleich führte. Zwei vergleichbare Situationen in Hammoors Strafraum blieben auf der anderen Seite ungeahndet. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der wir durch einen eigenen Abwehrfehler in Rückstand gerieten. Anschließend hatten wir mehrfach die Chance auf das 3:3, uns fehlte vor dem Tor jedoch die nötige Cleverness. Die beiden späten Gegentreffer fielen, weil wir noch einmal alles nach vorne geworfen haben.“
TuS Hoisdorf – SV Henstedt-Ulzburg 3:0 (1:0)
Es war ein Spiel mit Topspiel-Charakter, denn sowohl der TuS Hoisdorf als auch SV Henstedt-Ulzburg waren zuletzt richtig gut in Form. Zwei junge Mannschaften sollten sich begegnen, die beide fußballerisch zu den besten der Liga zählen. Daher war ein sehr ansehnliches und unterhaltsames Duell zu erwarten. In der vergangenen Saison gab es ein Remis sowie einen 7:0-Sieg für die Segeberger. Dies sah nun deutlich anders aus. TuS-Coach Andre Meins sagte: „Es war ein sehr gutes hitziges Kreisliga-Spiel mit viel Tempo. Die Rache ist geglückt. Wir wollten uns von der ersten Minute an revanchieren für das Rückrundenspiel in der letzten Saison in Henstedt-Ulzburg. Respekt zollen war das Motto (Ren Rest lasse ich so stehen.) und es ging auf. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und ich bin mega stolz auf meine Mannschaft, dass sie alles so umgesetzt hat. Erste Halbzeit haben wir Glück, dass zwei Tore von Henstedt aberkannt wurden wegen Abseits. Auf der anderen Seite machen wir das 1:0. So ging es in die Halbzeitpause. Wir haben uns vorgenommen, das 2:0 nachzulegen, und der Plan ging auf: Durch eine einstudierte Freistoßvariante machen wir das 2:0. Und später das 3:0 durch Carlos. Henstedt schwächt sich selber noch mit einer Gelb-Roten Karte. Wir waren spielbestimmend und haben Henstedt gut im Griff gehabt und kaum was zugelassen, somit ist der Sieg auch völlig verdient. Vielen Dank an das Schiedsrichtergespann, was viel zu tun hatte in dem Spiel, aber trotzdem einen souveränen Job machte.“
Hoisdorf setzt somit seine Serie fort und sorgt für ein dickes Ausrufezeichen. Man ist auf einem guten Weg, in Richtung oberes Tabellendrittel vorzudringen. Henstedt-Ulzburg dagegen blieb nach dem Remis in der Vorwoche nun ein weiteres Mal sieglos. Es war kein guter Auftritt des Top-Favoriten, der somit im Rennen um die Aufstiegsplätze erst einmal das Nachsehen hat und die Rolle des Jägers annehmen muss. Trainer Keven Bostelmann sagte: „Wir möchten dieses Spiel nicht ausgiebig kommentieren. Hoisdorf hat heute verdient gewonnen und bei uns lief heute einfach alles falsch. Absolut verdiente Niederlage und wir wieder drei Ausfälle mehr.“
Tralauer SV – TSV Trittau II 2:0 (0:0)
Der Tralauer SV bleibt auch weiterhin auf Kurs. Mit nur einer Niederlage aus den ersten zehn Spielen zeigte man, dass man auch in dieser Saison eine absolute Spitzenmannschaft ist. Nun begrüßte man am Freitagabend den TSV Trittau II auf der heimischen Sportanlage und der Respekt vor dem Gegner war groß. Vergangene Saison wurden zwar beide Spiele gewonnen, doch Tralau tat sich dabei enorm schwer. Dies sollte auch diesmal der Fall sein, denn der Gegner stellte sie vor große Herausforderungen. Tralau-Coach Roman Ismagilov sagte: „Wie schon im Vorbericht angesprochen, haben wir uns gegen Trittau immer schwergetan, unseren Fußball auf den Platz zu bringen. Leider war das auch diesmal so. Uns haben die Sicherheit am Ball und die gewohnten Passstaffetten gefehlt. Dazu muss man aber auch anerkennen, dass Trittau es richtig gut gemacht hat. Und wenn wir uns mal Chancen herausgespielt haben, sind wir immer wieder am überragenden Trittauer Keeper gescheitert.“
Ohne Tore ging es in die Pause, in der der Favorit einige Punkte ansprach. Der Coach setzte fort: „Wir haben zur Halbzeit die Formation umgestellt, um mehr Ballbesitz zu bekommen und gezielter anzulaufen. Leider hat das nur bedingt funktioniert. Wir haben weiterhin kaum Zugriff auf das Spiel bekommen, auch wenn es nach hinten heraus besser wurde.“ Lange Zeit stand die Null auf beiden Seiten, doch dann sollte doch noch der Knoten platzen. Nico Ploog (63.) brach den Bann. Nun musste Trittau mehr für das Spiel tun, wodurch sich mehr Räume für die Hausherren öffneten. Dies nutzten diese aus, sodass Timo Classen (88.) den Deckel drauf machte. Es war am Ende ein verdienter Sieg, der allerdings ein hartes Stück Arbeit war. Es war ein klassischer Arbeitssieg, wie es auch Ismagilov einordete. Dieser zog folgendes Fazit und fand zudem noch Abschiedsworte für einen Spieler, der das letzte Mal die Schuhe beim TSV schnürte: „Ich bin stolz auf die Jungs, dass wir dieses schwierige Spiel mit enorm viel Einsatz und harter Arbeit gewinnen konnten. Spielerisch konnten wir gegen eine wirklich starke Trittauer Mannschaft heute nicht glänzen. Ein großes Dankeschön geht an die Spieler unserer zweiten Herren für die Unterstützung und an Trittau für ein intensives, faires und spannendes Kreisligaspiel! Zum Abschluss möchte ich persönlich und im Namen der Mannschaft noch ein besonderes Dankeschön an Lucas Timm richten, der heute sein vorerst letztes Spiel für den Tralauer SV bestritten hat und seinen Lebensmittelpunkt künftig nach Lüneburg verlegt. Luci hat unseren Weg von der Kreisklasse C bis in die Kreisliga begleitet und unseren Erfolg über viele Jahre als Leistungsträger und Führungsspieler entscheidend mitgeprägt. Er ist ein wichtiger Teil unserer Mannschaft und unserer Geschichte. Ganz viel Liebe und nur die besten Wünsche für dich, Luci!“







