
Rostock – Nächste Niederlage für den F.C. Hansa Rostock in der 3. Liga für den neuen Trainer Andre Breitenreiter: Drei Spiele, zwei Pleiten. Der Wechsel am Spielfeldrand scheint sich bei den Mecklenburgern nicht als Erfolgsmodell zu entpuppen. Am Sonnabend gab es bei Alemannia Aachen eine 0:2 (0:2)-Schlappe. Zudem gab es hinterher wieder einmal Ausschreitungen.
Harmlose Kogge
Die Rostocker waren insbesondere im ersten Durchgang harmlos, kassierten die zwei Gegentore. Louis Köster (8.) und Lukas Scepanik (26.) sorgten für den Aachener Sieg. Die Gäste überzeugten vor allem durch Ballverluste, Planlosigkeit und gar keinen Ideen. Nach der Pause wurde es zwar besser, doch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Kurz nach dem Seitenwechsel hatte Hansa zusätzlich Pech, denn ein Handspiel von Aachens Köster (52.) auf der Linie führte zu keinem Elfmeter. Jonas Dirkner kassierte außerdem kurz vor Schluss nach einem angeblichen Ellenbogenschlag die Rote Karte. Alles in allem ein gebrauchter Tag für das Breitenreiter-Team, das nun in der Tabelle auf Platz fünf zurückfiel.
Polizei identifiziert drei Tatverdächtige
Die mitgereisten Fans dachten sich vermutlich, wenn schon ihre eigene Mannschaft nicht für Feuer auf dem Rasen sorgen würde, könnten sie das ja selbst übernehmen. Die Polizei teilte mit, dass während des Spiels und in der Pause drei Meldungen über Brandgeschehen in den Sanitäranlagen im Gästebereich eingingen. Die jeweils kleineren Brände wurden durch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und der Feuerwehr gelöscht. Die Feuerwehr lüftete die Sanitäranlagen. Die Polizei Aachen leitete drei Strafverfahren wegen versuchter Brandstiftung ein.
Nach Spielende kam es im Umlauf des Stadions zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen eingesetzten Ordnungskräften und Fans von Hansa Rostock. In diesem Zusammenhang kam es auch zu einem versuchten tätlichen Angriff gegen hinzugezogene Polizeibeamte, die sich außerhalb des Stadions befanden. Dabei erlitt der Ordner nach bisherigen Informationen eine leichte Verletzung.
Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch und ein Ermittlungsverfahren wegen einfacher Körperverletzung ein. Die drei tatverdächtigen Personen konnten während der Abreise identifiziert werden.
Gerade die Begegnungen gegen die Alemannia scheint für gewalttätige Rostocker Anhänger immer wieder ein besonderes Highlight zu sein. 2025 wurden 700 Sitzschalen im Tivoli-Stadion herausgerissen sowie die Toiletten verwüstet. Gegen fünf Hansa-Fans, darunter der Vorsänger, wurden damals Ermittlungen durchgeführt (HL-SPORTS berichtete).
Bildquellen
- Hansa: Lobeca








