„Das Gras in Lübeck ist grüner“ – Lübeck gewinnt Duell gegen Kiel

Von 7:15 zum 3:0-Sieg

Lübecks Ove Barkemeyer mit ganzem Einsatz. Foto: Mirko Rietz
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Lübeck – Was für eine Aufholjagd! Die VSG Lübeck hat ihr Duell gegen den TuS H/M Kiel mit 3:0 (26:24, 25:17, 25:21) gewonnen und damit den zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga Nord gefestigt. Besonders der dritte Satz hatte es in sich: Nach einem zwischenzeitlichen 7:15-Rückstand kämpften sich die Lübecker zurück und machten den klaren Erfolg perfekt. Für einen zusätzlichen Reiz sorgte das Wiedersehen mit Eric Turowski, der früher als Libero für Lübeck spielte und inzwischen in Kiel als Zuspieler aufläuft.

Knappes Duell zum Auftakt

Der Beginn der Begegnung gehörte zunächst den Gästen aus Kiel. Bei der VSG hatte Außenangreifer Johan Moll das Vertrauen für einen Einsatz in der Startformation erhalten, wurde allerdings bereits früh durch Ove Barkemeyer ersetzt.

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Im weiteren Verlauf fanden die Lübecker besser ins Spiel und agierten im Angriff zunehmend konsequenter. Der erste Durchgang blieb dennoch bis zum Schluss umkämpft. Mit 26:24 sicherte sich die VSG den wichtigen ersten Satz.

„Die Halle hat gebrannt“

Im zweiten Durchgang übernahmen die Gastgeber die Kontrolle. Besonders im Angriff über die Mitte lief es nun hervorragend. Die VSG setzte sich deutlich ab und gewann den Satz mit 25:17.

Neuzugang und Mittelblocker Magnus Timm schwärmte anschließend von dieser Phase: „Man war wie im Flow, die Zuspiele in der Mitte waren perfekt. Die Stimmung war überragend, die Halle hat gebrannt.“

Kapitän warnt – doch Lübeck gerät deutlich in Rückstand

Vor dem dritten Satz hatte Kapitän Christoph Menge noch eine klare Botschaft an seine Mitspieler gerichtet: „Männer, jetzt mit dem Kopf im Spiel bleiben und nicht an das Bier denken!“

Doch zunächst schienen seine Worte nicht die gewünschte Wirkung zu entfalten. Die Lübecker gerieten früh in Rückstand und lagen zwischenzeitlich sogar mit 7:15 hinten. Im Verlauf des Satzes wurde Menge durch Falk Bahlmann ersetzt.

Auch beim Stand von 13:19 sah es nicht danach aus, als könnte die VSG den Durchgang noch gewinnen. Dann ging Diagonalangreifer Caspar Wohlthat zum Aufschlag – und leitete die Wende ein. „Ich wusste, dass ich den Satz ausgleiche“, erklärte Wohlthat nach der Partie.

Tatsächlich stand es 20:20, als er die Aufschlaglinie wieder verließ. Die Lübecker hatten den großen Rückstand aufgeholt und das Spielgeschehen gedreht.

Kiel fand anschließend nicht mehr zurück in den Satz. Mit 25:21 entschieden die Gastgeber auch den dritten Durchgang für sich und feierten einen 3:0-Erfolg.

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Besonderer MVP-Titel für Vincent Rietz

Eine weitere Geschichte schrieb Vincent Rietz. Vor der Saison hatte er noch erklärt: „Ich will kein Mittelblocker mehr sein.“

Inzwischen spielt Rietz auf der Libero-Position – und wurde gegen Kiel erstmals als wertvollster Spieler (MVP) ausgezeichnet. Mit seiner stabilen Annahme hatte er maßgeblichen Anteil am Lübecker Erfolg.

Auch Mittelblocker Birger Pommerenke hatte nach dem Spiel noch einen Spruch parat. Mit Blick auf den ehemaligen Lübecker Eric Turowski sagte er: „Heute konnten wir Eric Turowski zeigen, dass das Gras in Lübeck grüner ist als in Kiel.“

Mit dem Sieg festigte die VSG Lübeck den zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga Nord.

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