
Hartenholm – Am Mittwochabend stand ein weiteres Nachholspiel in der Kreisliga Südwest auf dem Programm. Der TuS Hartenholm II empfing nach vier sieglosen Spielen in Serie die SG Bargteheide/Hammoor, die sich in der Tabelle ganz oben festgebissen hat. Nun bot sich sogar die Chance, in die Top-Drei zu rücken. Dazu brauchte es einen Sieg bei der Zweitvertretung. Nach 90 Minuten wurde dieser Realität. Außerdem geht der Blick auf ein echtes Topspiel am Freitagabend. Der 14. Spieltag steht vor der Tür. Eröffnet wird dieser in Alveslohe, wo zwei der formstärksten Teams der Liga aufeinandertreffen.
TuS Hartenholm II – SG Bargteheide/Hammoor 0:4 (0:2)
Der TuS Hartenholm II empfing am Mittwochabend die SG Bargteheide/Hammoor. Dabei trafen zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt unterschiedliche Ergebnisse erzielten und auch tabellarisch sich in verschiedenen Regionen befinden. Während die Hausherren nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg auf Rang zehn, im Mittelfeld der Tabelle standen, sollten die Gäste vor dem Nachholspiel den vierten Platz belegen. Der 5:2-Sieg gegen Bargfeld sollte dies möglich machen. Nun sollte mit einem Erfolg am Mittwochabend noch weiter in der Tabelle geklettert werden, denn es winkte Rang drei. Schaut man auf beide Teams vor diesem Spiel, dann sollte die Tabelle zwar klar für die Gastmannschaft sprechen, doch beide hatten ein Argument auf ihrer Seite. Bargteheide/Hammoor hat in der Fremde die ersten vier Spiele allesamt gewinnen können und war daher noch unbesiegt auf fremdem Platz. Hartenholm dagegen ist zu Hause nur schwer zu bezwingen, denn bis auf die Pleite gegen Alsterland am ersten Spieltag sollte es danach keinem Team gelingen, den TuS am Timm-Schott-Weg zu bezwingen.
Personell sollte es bei der Heimelf besser aussehen als noch in den vergangenen Wochen, wo mit großen Sorgen zu kämpfen war. Bargteheide hatte einen guten Kader zur Verfügung und wurde durch Marcel Born und Max Christian Nolle aus dem Landesligakader verstärkt. Es war im ersten Durchgang eine ausgeglichene Angelegenheit mit Versuchen auf beiden Seiten. Beide Teams gingen wenig Risiko und versuchten geduldig aufzubauen. In der Schlussphase des ersten Durchgangs sollte es dann allerdings einen Foulelfmeter für die SG geben. Nico Lischka traf den Angreifer am Fuß. Für den Schiedsrichter war es zunächst kein strafwürdiger Kontakt, doch der Linienrichter sah es anders. Dies zum Ärger der Heimelf, die selbst zuvor gerne einen Strafstoß bekommen hätte. Nick Nordt (40.) trat an den Punkt und brachte die Gäste in Führung. Mit Pausenpfiff sollte dann sogar das zweite Tor folgen, denn Arian Janke (45.) traf. Hartenholm ging zu sehr ins Risiko. Somit ging es mit einer 2:0-Führung der Gäste in die Pause. Es war ein enges, ausgeglichenes Duell, das nicht so einseitig war, wie der Pausenstand vermuten ließ. Bargteheide machte allerdings mehr aus ihren Chancen und sollte daher mit komfortabler Führung in die Pause gehen.

Nach dem Seitenwechsel wollte Hartenholm schnell verkürzen und zurück ins Spiel finden. Bereits wenige Momente nach dem Wiederbeginn gab es die Doppelchance, doch zunächst blockte ein Verteidiger, bevor der zweite Versuch über das Tor segelte. Auch im Anschluss gab es Versuche, doch der Ball sollte nicht ins Tor gehen. Sowohl das Aluminium als auch ein starker Torhüter der Stormarner ließ die Platzherren verzweifeln. Die Kaltschnäuzigkeit fehlte, sowie das nötige Glück im Abschluss. Stattdessen sollte es 20 Minuten vor dem Ende den zweiten Elfmeter des Tages geben. Dieser war nun deutlich klarer als noch vor der Pause. Die Chance auf das 3:0 bot sich und Nordt (70.) traf wuchtig ins linke untere Eck. Mitten in einer guten Phase der Hausherren sollte die SG also den Deckel drauf machen. Der fünfte Auswärtssieg war zum Greifen nah, doch Hartenholm sollte doch noch zum Torerfolg kommen. Gejubelt werden durfte allerdings nur kurz, denn beim Kopfballtreffer von Joker Sabri Nasri lag eine Abseitsposition vor. Somit blieb es beim 0:3. Hartenholm versuchte es weiter und ging volles Risiko, sodass es mit der letzten Aktion den Konter für die SG gab, den Arian Janke (90.) zum 4:0 vollendete. Der Auswärtssieg war perfekt, sodass die Stormarner auf Rang drei kletterten. Der Sieg war nicht unverdient, doch etwas zu deutlich. Hartenholm war keine vier Tore schlechter.
Bargteheide/Hammoor setzt seine Form nun also weiter for. Dominik Sparr, Innenverteidiger der SG sagt zum Spiel: „Mittwoch Spiel bei Dauerregen und matschigen Platz. Die erste Hälfte begann sehr ausgeglichen. Nach 20 Minuten konnten wir uns aber immer mehr und mehr Sicherheit und ein Chancenplus erarbeiten. Wir haben einen klaren Elfmeter nicht bekommen aber wenig später folgte dann ein Foul im Strafraum und dann hat der Schiri auf den Punkt gezeigt. Zweite Hälfte hat Hartenholm gute Leute eingewechselt die es uns dann auch mächtig schwer gemacht haben. Wir konnten aber uns auch in der zweitenhälfte gut lösen und mit sauberen Passspiel weiter Tore erzielen. Am Ende sind wir der verdiente Sieger und haben einen sauberen geschlossen Auftritt hingelegt.“

Hartenholm II hat erneut keinen Sieg einfahren können. Zur dritten Niederlage in Serie sagte Trainer Timo Novak: „Vorab möchte ich sagen, dass wir aufgrund des Regens gestern um 16 Uhr den Platz gekreidet haben. Leider waren die Linien trotzdem nicht wirklich gut zu sehen dass es für alle schwer war. In der ersten Halbzeit haben wir einen ruhigen und kontrollierten Ball gespielt mit wenig Risiko. Wir hatten genug Chancen um in Führung zu gehen. Leider nutzen wir keine und es kommt wie es kommt. Wir bekommen einen fragwürdigen Elfmeter gegen uns den der Linienrichter entscheidet. Eine Minute vorher haben wir am gegnerischen Strafraum die gleiche Szene wo mir der Linienrichter sagt, dass es ein normaler Zweikampf ist wo etwas gehalten wird. Auf der anderen Seite entscheidet dann der andere Linienrichter auf Foul für ein minimales halten. Dann versuchen wir noch in der ersten Halbzeitauf den Ausgleich zu gehen und werden dafür bestraft. Da müssen wir uns kurz vor der Pause cleverer anstellen und dürfen nicht ins offene Messer laufen. In der zweiten Halbzeit hatten wir wieder genug Chancen um den Anschluss herzustellen aber es fehlte auch das Glück. Einmal Pfosten und zweimal hält der Keeper überragend. Dann gibt es noch einen Elfer für Bargteheide wo wir uns nicht clever anstellen. Am Ende bekommen wir noch das vierte weil wir nochmal alles noch vorne geschmissen haben Mit Ball war das wirklich in Ordnung aber man hatte das Gefühl dass Bargteheide es mehr wollte. Leidenschaftlicher das Tor verteidigt hat. Am Sonntag hoffe ich dass wir uns auch das Glück wieder auf unsere Seite ziehen.“
Ausblick auf den 14. Spieltag
TuS Teutonia Alveslohe – Tralauer SV (Fr., 20 Uhr)
Am Freitagabend steht ein Spiel auf dem Programm, das durchaus Topspielcharakter hat. Der TuS Teutonia Alveslohe begrüßt nämlich den Spitzenreiter Tralauer SV. Die Partie verspricht eine Menge, denn fußballerisch treffen zwei der stärksten Truppen der Kreisliga Südwest aufeinander. Die Segeberger gehen voller Selbstvertrauen ins Spiel gegen den Primus, denn die vergangenen drei Partien hat man allesamt gewinnen können. Zudem gab es nur eine Niederlage aus den zurückliegenden neun Spielen. Einzig gegen Henstedt-Ulzburg hatte der TuS das Nachsehen. Ansonsten war es ein richtig guter Saisonstart, sodass die Segeberger nun auf Rang sechs stehen. Zwar schmerzen die Punktverluste gegen Alsterland und Hartenholm II, wo man jeweils in der letzten Sekunde noch zwei Zähler verlor, doch ansonsten ist man absolut im Soll. Schaut man auf die vergangene Saison, dann stehen auf dem Konto Alveslohes bereits 19 Punkte mehr. Damals übernahm Dennis Rerop, nachdem der TuS einen Fehlstart hinlegte, und führte das Team letztlich auf Rang neun. Einen großen Anteil hatten die Heimspiele daran, denn nach der Winterpause wurden vergangene Spielzeit 15 von 18 Punkten zu Hause behalten. Heimstark ist man in diesem Jahr auch, auch wenn nur drei der sechs Heimspiele gewonnen wurden. Nun soll das vierte folgen, doch die Aufgabe wird alles andere als einfach.
Mit dem Tabellenführer erwartet Alveslohe eine echte Mammutaufgabe. Die bisherigen Niederlagen setzte es bisher nur gegen Spitzenteams, doch dies soll sich nun ändern. Man ist voller Vorfreude, auch wenn der Gegner am Dienstagabend einen späten Sieg trotz Rückschlägen einfuhr. TuS-Chef Dennis Rerop sagt: „Der 4:2-Sieg gegen Möhnsen gibt ihnen sicherlich nochmal mehr Aufwind. Sie spielen bisher eine super Runde, haben es letztes Jahr auch schon und dann eine kleine Schwächephase gehabt. Dieses Jahr hatten sie diese noch gar nicht. Sie sind spielerisch und im gesamten Mannschaftsgefüge und von der Qualität der Einzelspieler mit, wenn nicht sogar die beste Mannschaft der Liga. Kevin Öz ist sicherlich hervorzuheben. Wir wissen genau, was uns erwartet, darauf bereiten wir uns bestmöglich vor. Am Ende geht es auch in so einem Spiel darum, über die Kreisligatugenden ins Spiel zu finden und bei uns zu bleiben. Natürlich mit dem Blick auf die Stärken und Schwächen von Tralau, die wir ausgemacht haben, das dann auch zu bespielen. Trotzdem ist der Hauptfokus bei uns und darauf, dass wir ein gutes Spiel machen und bei uns in Alveslohe dem Gegner von Anfang an zeigen, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen, mutig und selbstbewusst spielen und einfach zeigen, dass wir Bock auf dieses Spiel haben. Das hat man im Training auch gespürt. Wir haben Spaß daran, uns mit so einem Gegner zu messen, und das ist das, worauf es ankommt. Das sind die Spiele, die man als Spieler irgendwie auch liebt. Für mich ist es immer das Größte gewesen, solche Spiele am Freitagabend, Flutlicht, Heimspiel. Sowohl als Trainer als auch Spieler gibt es eigentlich nichts Geileres.“

Dass die Mannschaft von der Schulstraße über hohe Qualität verfügt, das ist wohl jedem in dieser Liga klar. Nur eine Niederlage aus zwölf Spielen macht dies deutlich. Doch was genau zeichnet den Spitzenreiter aus? Der Alveslohe-Coach verriet es: „Es ist eine Mannschaft, die sowohl Fußball spielen als auch arbeiten kann, die von vorne bis hinten gut besetzt ist, einen hervorragenden Trainer hat und einfach auch ein Team ist. Das ist entscheidend in dieser Liga und auch wenn man ganz oben mitspielen möchte, muss man ein Team sein. Egal, ob es gut oder schlecht läuft, immer wieder Situationen im Spiel hat, wo es nicht so läuft, aber da muss man zusammenstehen und das ist das, was Tralau auch ausmacht, aber auch wir immer mehr hinkommen.“ Personell soll es für den Freitagabend noch Fragezeichen geben. Schon in den vergangenen Wochen hat man immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen gehabt und auch vor dem anstehenden Duell gibt es einige Wackelkandidaten. „Wir haben mit 13 Mann trainiert, das haben wir ewig nicht gehabt. Wir haben wieder ein paar Kranke vom Wochenende. Zwei, drei Angeschlagene und Verletzte, wo es eng wird bis Freitag und die Kadersituation ist insgesamt etwas schwierig.“ Gabriel Stockinger musste in Bad Oldesloe bereits zur Pause raus und auch Doppelpacker Felix Burkhardt verließ angeschlagen den Platz. Beide Ausfälle würden offensiv massiv schmerzen. Es gilt also zu hoffen, dass es für Freitag reicht und auch in der Defensive wieder einige Spieler zurückkehren.

Der vergangene Dienstag wird wohl bei nahezu allen, die es mit dem Tralauer SV halten, noch lange in Erinnerung bleiben. Der SV Borussia Möhnsen war zu Gast und trotz dem 2:0 in der 85. Minute sollte man diese noch verspielen, sodass die Gäste ausglichen. Es drohte der erste Punktverlust auf der heimischen Sportanlage, doch diese Saison hat vor allem eines gezeigt. Man darf Tralau auf keinen Fall abschreiben. Bereits mehrfach gab es in der Nachspielzeit noch den Siegtreffer und so war es auch im Nachholspiel. Tatsächlich wurde noch mit 4:2 gewonnen. Damit kletterten die Stormarner an die Spitze der Tabelle. Nun wartet am Freitagabend, drei Tage nach dem besagten Spiel, schon die nächste Partie. Der Primus reist nach Alveslohe, wo eine weitere schwierige Aufgabe wartet. Es ist ein ganz anderes Spiel als am Dienstag, denn der kommende Gegner wird deutlich mehr spielerische Lösungen suchen und seltener das Mittel des langen Balles beanspruchen. Tralau-Coach Roman Ismagilov sagt zum kommenden Gegner: „Wir hören aktuell viel Gutes über Alveslohe und freuen uns auf einen Gegner mit vielen jungen Spielern und einer klaren Spielphilosophie. Aufgrund der hohen Belastung und des Spiels unter der Woche konnten wir uns diesmal nicht so intensiv vorbereiten, wie wir es gerne getan hätten. Trotzdem werden wir mental und körperlich bereit sein, alles auf den Platz zu bringen. Ich bin gespannt, welchen Ansatz Alveslohe gegen uns wählen wird. Ob sie uns eher den Ball überlassen und auf Konter setzen oder versuchen, uns früh und hoch anzulaufen, kann ich aktuell schwer einschätzen. Beides kann ich mir gut vorstellen. Wir werden auf beide Szenarien vorbereitet sein und versuchen, unserem Spiel unabhängig davon unseren Stempel aufzudrücken.“
Personell sah es beim Tralauer SV die vergangenen Wochen nicht optimal aus. Immer wieder fielen Spieler aus oder aber gingen angeschlagen in die Partie. Nun feierte Kevin Öz nach Wochen zumindest wieder seine Rückkehr in die Startelf und stand dabei über die volle Distanz auf dem Feld. Nun muss man allerdings schauen, wer am Freitagabend zur Verfügung steht, denn der Sieg am Dienstag kostete durchaus Körner: „Das intensive Spiel am Dienstag gegen Borussia Möhnsen steckt uns natürlich noch in den Knochen. Wir müssen schauen, wer rechtzeitig wieder fit wird, wer gesund bleibt und welche Spieler möglicherweise zurückkehren. Grundsätzlich haben wir aber keinen Grund zu meckern. Die Jungs ziehen trotz der hohen Belastung hervorragend mit und finden Woche für Woche Lösungen.“ Vergangene Saison trafen sich beide Teams bereits. Beide Spiele gingen dabei an den späteren Tabellendritten aus dem Kreis Stormarn. Das Hinspiel in Travenbrück entschied der TSV mit 3:1. Dabei stand es bis in die letzten 20 Minuten 1:1, doch am Ende war es ein Doppelschlag, der den Sieg perfekt machte. In Alveslohe sollte Tralau mit 3:2 gewinnen. Dabei führte die Heimelf nach 23 Minuten mit 2:0. Ein Doppelschlag stellte allerdings bereits nach einer halben Stunde auf 2:2. Am Ende hatten die Gäste das letzte Wort und feierten den Sieg.

Die Tabelle der Kreisliga Südwest
| 1. | Tralauer SV | 12 | 50 : 17 | 31 |
| 2. | SV Wahlstedt | 13 | 43 : 23 | 29 |
| 3. | Bargteheide-Hammoor | 13 | 35 : 30 | 27 |
| 4. | FSG Alsterland | 13 | 37 : 27 | 24 |
| 5. | Henstedt-Ulzburg | 13 | 38 : 21 | 23 |
| 6. | Teutonia Alveslohe | 12 | 38 : 23 | 23 |
| 7. | TuS Hoisdorf | 13 | 29 : 28 | 22 |
| 8. | SV Eintracht Segeberg | 12 | 36 : 26 | 21 |
| 9. | SSV Großensee | 12 | 27 : 36 | 16 |
| 10. | TuS Hartenholm II | 13 | 21 : 37 | 15 |
| 11. | Leezener SC | 12 | 22 : 27 | 13 |
| 12. | SV Bor. Möhnsen | 13 | 24 : 33 | 11 |
| 13. | SV Sülfeld | 13 | 18 : 33 | 11 |
| 14. | Bargfelder SV | 12 | 21 : 33 | 9 |
| 15. | TSV Trittau II | 10 | 21 : 29 | 8 |
| 16. | VfL Oldesloe | 12 | 8 : 45 | 1 |







