
Schönberg – Der FC Schönberg 95 hat das Flutlichtspiel gegen den SV Pastow mit 1:2 (0:1) verloren. Vor 104 Zuschauern hielten die Maurine-Kicker gegen den Tabellenzweiten lange gut mit, brachten sich durch zwei Fehler im Spielaufbau jedoch selbst um ein besseres Ergebnis. Tim Fürstenau (44.) und Jan Rudlaff (50.) trafen für die Gäste. Marco Bode gelang erst in der Nachspielzeit der Anschlusstreffer. Nach der dritten Saisonniederlage rutschten die Schönberger auf den zehnten Tabellenplatz der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern ab.
Schönberg hält dagegen – Pastow schlägt kurz vor der Pause zu
Die Gastgeber begannen engagiert. Salyvan Schmidt gab bereits in der 6. Minute den ersten Torschuss ab, verfehlte das Ziel allerdings deutlich. Beide Mannschaften lieferten sich anschließend zahlreiche Zweikämpfe, ohne zunächst größere Torgefahr zu entwickeln.
Nach einem Freistoß von Nick Heymann (20.) herrschte Unordnung im Pastower Strafraum, doch Gästetorhüter Zimmermann war zur Stelle. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb in der 36. Minute stumm, als Denis Godknecht im Strafraum zu Fall kam. Die Schönberger sahen darin ein elfmeterwürdiges Foul.
Zwei Minuten später hatte Godknecht die nächste Gelegenheit. Von der linken Seite zog er in Richtung langes Eck ab, doch Zimmermann parierte. Auch Heymann (42.) verfehlte mit einem Freistoß knapp das Tor.
Dann folgte der erste folgenschwere Fehler. Die Schönberger verloren im Spielaufbau den Ball, Pastow nutzte die Gelegenheit und ging durch Tim Fürstenau(44.) aus spitzem Winkel mit 1:0 in Führung.
Kurz vor dem Pausenpfiff verhinderte Schönbergs Torhüter Dankert gegen Jan Rudlaff einen weiteren Gegentreffer.
Nächster Fehler bringt das 0:2
Beide Mannschaften kehrten unverändert aus der Kabine zurück. Doch bereits fünf Minuten nach Wiederbeginn geriet Schönberg noch weiter ins Hintertreffen.
Diesmal unterlief Torhüter Dankert ein Fehler im Spielaufbau. Rudlaff (50.) eroberte den Ball und schob ihn zum 2:0 für Pastow ins leere Tor.
Die Nordwestmecklenburger bemühten sich um eine Antwort, fanden gegen die gut organisierte Defensive der Gäste jedoch nur selten eine Lücke. Pastow blieb seinerseits bei Gegenangriffen gefährlich.
In der 72. Minute kam Luca Thiel nach einer Ecke zum Kopfball, verfehlte aber das Tor. Zwei Minuten später landete ein Schuss von Marco Bode am Außennetz.
Die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte der eingewechselte Joshua Lee-Allan (82.) Pekrun. Nach einer Hereingabe von links kam er im Rückraum zum Abschluss und traf den Außenpfosten.
Bode trifft in der Nachspielzeit
Die Schönberger gaben sich nicht geschlagen. In der Schlussphase schickte Marco Bode seinen Mitspieler Fiete Hafemeister auf die Reise, doch Pastows Torhüter Zimmermann verhinderte mit einer starken Aktion den Anschlusstreffer.
Der fiel schließlich doch noch: In der vierten Minute der Nachspielzeit brachte Nick Heymann einen Freistoß vor das Tor, Bode köpfte zum 1:2 ein.
Für eine weitere Aufholjagd blieb keine Zeit mehr. Pastow nahm die drei Punkte mit und festigte damit den zweiten Tabellenplatz.
Gomig: „Heute haben Kleinigkeiten entschieden“
Schönbergs Sportlicher Leiter Andreas Gomig sah zwei Mannschaften auf Augenhöhe, bei denen letztlich die Fehler den Ausschlag gaben. „Es war von Beginn an das von mir erwartete Spiel auf Augenhöhe zwischen zwei defensiv gut organisierten Mannschaften, in dem Kleinigkeiten entscheiden würden. Ich glaube, dass wir gerade in der ersten halben Stunde das Momentum ein bisschen auf unserer Seite hatten. Wir hatten auch zwei ganz gute Chancen durch Denis Godknecht, die wir leider nicht genutzt haben.“
Besonders ärgerte ihn die Entstehung der beiden Gegentore: „Wir machen einen unnötigen Fehler im Spielaufbau und geraten dadurch mit 1:0 in Rückstand. Nach der Pause kommen wir vernünftig wieder raus, machen dann aber erneut einen Fehler im Spielaufbau und kassieren das 2:0. Gegen eine defensiv so gut organisierte Mannschaft wie Pastow ist es dann natürlich schwierig, noch etwas zu holen.“
Dennoch sah Gomig Möglichkeiten, die Begegnung noch einmal zu drehen. „Wir haben sehr viel probiert und hatten zehn Minuten vor Schluss einen Pfostentreffer von Joshua Pekrun. Wenn wir da das Tor machen, glaube ich, dass wir heute auch noch einen Punkt holen können. Aber das war uns leider nicht vergönnt. Wir machen dann spät in der Nachspielzeit das 2:1, aber zu spät“, so Gomig zu HL-SPORTS.
Am Ende erkannte der sportliche Leiter den Erfolg der Gäste an: „Alles in allem muss man sagen, dass heute Kleinigkeiten entschieden haben. Wir waren leider die Mannschaft, die zwei Fehler gemacht hat. Pastow blieb in der Defensive fehlerlos und hat deshalb in meinen Augen verdient gewonnen.“
Für die kommenden Aufgaben sieht Gomig einen klaren Ansatzpunkt: „Wir müssen in Zukunft schauen, dass wir in solchen Spielen gegen Mannschaften, mit denen wir prinzipiell auf Augenhöhe sind und denen wir Paroli bieten können, einfach keine Fehler mehr machen. Das wird der nächste Entwicklungsschritt für uns sein: in solchen Spielen zu 100 Prozent da zu sein und die Fehlerquote auf ein Minimum zu reduzieren. Dann werden wir in Zukunft auch gegen solche Mannschaften gewinnen.“
Bereits am kommenden Wochenende steht die nächste Aufgabe an. Gomig: „Das war uns heute nicht vergönnt. Es ist ein Lernprozess, wir müssen weiter dranbleiben. Jetzt heißt es, nächste Woche wieder drei Punkte zu holen, in Rostock gegen Hafen Rostock. Das wird schwierig genug werden.“
Schönberg fällt auf Platz zehn zurück
Durch die Niederlage bleibt der FC Schönberg 95 bei zehn Punkten aus sieben Spielen und belegt nun den zehnten Tabellenplatz. Der SV Pastow steht nach acht Begegnungen mit 19 Punkten auf Rang zwei. Spitzenreiter ist der 1. FC Neubrandenburg 04 mit 20 Punkten.
Der 8. Spieltag (23. – 24. Oktober)
FSV Bentwisch – Greifswalder FC II 3:5
Doberaner FC – VfL Bergen 4:1
FC Schönberg – SV Pastow 1:2
Malchower SV – Dynamo Schwerin 3:2
FC Förderkader – Warnemünde 0:1
Penzliner SV – Hafen Rostock 1:1
FSV Kühlungsborn – Rostocker FC 6:2
MSV Pampow – 1. FC Neubrandenburg 1:1
Die Tabelle
| Pl. | Mannschaft | Sp. | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|
| 1. | Neubrandenburg | 8 | +22 | 20 |
| 2. | Pastow | 8 | +19 | 19 |
| 3. | Malchow | 8 | +11 | 15 |
| 4. | Pampow | 7 | +2 | 13 |
| 5. | Kühlungsborn | 8 | 0 | 13 |
| 6. | Penzlin | 7 | +2 | 12 |
| 7. | Schwerin | 7 | -1 | 12 |
| 8. | Greifswald II | 7 | +7 | 11 |
| 9. | Warnemünde | 7 | 0 | 11 |
| 10. | Schönberg | 7 | +5 | 10 |
| 11. | Bentwisch | 8 | -4 | 7 |
| 12. | Hafen Rostock | 7 | -14 | 7 |
| 13. | Doberan | 8 | -11 | 6 |
| 14. | Rostocker FC | 7 | -10 | 5 |
| 15. | Bergen | 7 | -10 | 5 |
| 16. | FC Förderkader | 7 | -18 | 0 |
Bildquellen
- Somodi: Jens Upahl








