Eutin 08 II holt 1:3 spät auf – Tensfeld beendet Sieglosserie

Fehmarn setzt Heimserie fort

Der SV Rickling und Eutin 08 II trennten sich Remis. Shafi Bakari (l.) und Lennard Jakubenko (r.) trafen jeweils doppelt. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Oldenburg – In der Kreisliga Südost stand der vorletzte Spieltag der Hinrunde auf dem Programm. Auf sechs Plätzen rollte der Ball, zwei Spiele sollten aufgrund von Unbespielbarkeit des Platzes ausfallen. So rollte in Bösdorf und Bornhöved nicht der Ball. Ansonsten gab es spannende, enge Duelle sowie deutliche Duelle.

TSV Lütjenburg – FT Preetz 2:5 (1:3)

Das Tabellenschlusslicht TSV Lütjenburg empfing am Freitagabend die FT Preetz. Die ersten Punkte der Saison waren das klare Ziel, doch man ging als klarer Außenseiter in die Partie. Nach dem ausgefallenen Spiel in der Vorwoche gegen Oldenburg, wo die personelle Situation alles andere als gut war, sollte es personell nun etwas besser aussehen. Die Gäste aus dem Fichtestadion konnten wieder auf Stürmer Michel Danberg setzen, der seine Sperre absaß, sodass man sich noch mehr offensive Durchschlagskraft erhoffte. Auch Stammkeeper Deniz List kehrte zurück. Unter Flutlicht sollte es an der Kieler Straße keine 20 Minuten dauern, bis die Gäste in Führung gingen. Michel Danberg (18.) traf. Lütjenburg sollte allerdings mutig bleiben, sich keineswegs verstecken und sich durch den Ausgleich in Person von Eduard Christian Bauer (21.) zurückmelden. Man war im Spiel, machte es keineswegs schlecht und dennoch sollte das Schlusslicht mit einem Rückstand in die Kabine gehen. Özal Berk (41.) und Ugurcan Er (43.) stellten auf 3:1.

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Es war in der Offensive eine Steigerung zur Niederlage gegen Kirchbarkau am Dienstag, auch wenn es immer noch nicht das Maximum war, das die Mannen von Florian Manstein ablieferten. Dies lag zum einen an einer Rotation, denn einige Spieler sollten Einsatzzeit bekommen, und zudem fehlte in einigen Situationen die letzte Konsequenz. Lütjenburg wollte nach dem Doppelschlag vor der Pause schnell zurück ins Spiel finden. Dazu brachte Coach Michael Müller zwei frische Kräfte. Es dauerte keine 120 Sekunden, da sollte es dann erneut Bauer (47.) sein, der das Spiel wieder spannend machte. Doch nur für kurze Dauer, denn erneut Er (51.) stellte den alten Abstand wieder her. Mit dem 5:2 durch Michel Wartenberg (63.) war die Messe endgültig gelesen. Weitere Treffer blieben aus, doch wären durchaus möglich gewesen. So feierte die FT dennoch einen hochverdienten Auswärtssieg. Dennoch gibt es noch Luft.

SG Insel Fehmarn – TSV Dannau 7:1 (2:1)

Die SG Insel Fehmarn hatte in Gremersdorf mit großen personellen Sorgen zu kämpfen. Es war ein dünner Kader, der an den Bankendorfer Weg reiste, sodass am Ende nichts zu holen war. Dennoch war für das Team von Andre Hack mehr möglich, denn zum einen war es letztlich nur eine knappe 2:3-Pleite und außerdem sollte Fabian Plöger vom Elfmeterpunkt den Ausgleich und somit seinen Dreierpack liegenlassen. Nun hat es sich personell nicht wirklich verbessert, doch es konnte mithilfe der A-Jugend aufgestockt werden. So war es ein sehr junges Team, das den Aufsteiger TSV Dannau empfing. Trotzdem war Fehmarn der klare Favorit gegen den in der Fremde noch sieglosen Gast. Zu Hause sollte die Siegesserie fortgesetzt werden, denn in dieser Spielzeit wurde dort noch kein Punkt abgegeben. Eine Kuriosität war mit Blick auf die beiden Startaufstellungen festzustellen. Auf Seiten der Heimelf startete Co-Trainer David Beljan, der bereits häufiger in dieser Saison zum Einsatz kam, doch auf der anderen Seite sollte auch Dannau-Coach Philipp Schwab in der ersten Elf stehen. Für diesen war es das Saisondebüt.

Der Aufsteiger agierte sehr abwartend und stand erst einmal tief hinten drin. Sie ließen die junge SG Insel kommen. Man schaffte es, den Favoriten vor Herausforderungen zu stellen, denn so richtig schaffte es dieser noch nicht, Lösungen zu finden. Nach 25 Minuten war es dann Max Mackeprang (25.), der den Bann brach. Der Außenverteidiger erzielte das 1:0, bevor elf Minuten später Nico Müntz (36.) erhöhte. Mit Pausenpfiff sollte Dannau durch Maurice Stöffer (44.) verkürzen. Daher wollte der Aufsteiger im zweiten Durchgang mutiger werden und versuchen, schnell auszugleichen. Die Folge waren mehr Räume für die Ostholsteiner, die durch erneut Müntz (52.) erhöhten. Damit zogen sie dem Gegner den Stecker. Im Anschluss gab es 20 Minuten wenige Highlights, bei Spielkontrolle der Insulaner, doch ein Eigentor sollte dann die Vorentscheidung besorgen. Nun ging es also nur noch um Schadensbegrenzung für Dannau, doch es kam ganz bitter. Sie zerfielen in den letzten Minuten in ihre Einzelteile, sodass Doppelpacker Justin Simon (84./88.) sowie Jesse Lafrentz (92.) den 7:1-Heimerfolg perfekt machten. Es war ein ungefährdeter und am Ende hochverdienter Sieg der Mannschaft von der Insel. Co-Trainer Beljan sagt dazu: „Absolut verdienter Sieg auch in der Höhe, wir haben in der ersten Halbzeit leider nicht genügend Ideen gehabt, das Bollwerk von Dannau zu brechen. In der zweiten Halbzeit haben wir das recht ordentlich gemacht. Großes Lob an die A-Jugendlichen, die das sehr gut gemacht haben, darauf können wir aufbauen. Auch das Schiedsrichtergespann hat das sehr, sehr gut gemacht, die hatten das komplette Spiel im Griff und haben sehr viel Ruhe ausgestrahlt.“

SG Göhl/Oldenburg – SC Cismar 2:1 (2:0)

Die SG Göhl/Oldenburg ist das Team der Stunde. Seit Wochen überzeugen die Ostholsteiner mit deutlichen Siegen und einer hohen Offensivqualität. So kletterte man in der Tabelle immer weiter nach oben. Nun begrüßte die SGGO den SC Cismar, der in der Vorwoche einen schwachen Auftritt hinlegte und sich der FSG Saxonia geschlagen gab. 75 Minuten lang wurde kaum etwas von dem, was Trainer Sascha Pretzel der Mannschaft auf den Weg gab, eingehalten, sodass die Aufholjagd nach 1:4-Rückstand zu spät kam. Nun sollte es über die volle Distanz einen überzeugenden Auftritt geben, doch personell sah es bei Weitem nicht optimal aus. Lange Zeit sollten es nur elf bis zwölf Spieler sein, die einsatzbereit für die Auswärtsaufgabe in Oldenburg waren, doch letztlich sollten es 15 Spieler sein. Dennoch fehlten einige Leistungsträger. Die Ausrichtung war daher eher abwartend gegen den spielstarken Gegner, der zwei Wochenenden in Folge nicht spielte. Man wollte lange Zeit hinten sicher stehen, doch nach bereits zehn Minuten gerieten die Grömitzer in Rückstand. Mattis Markmann (10.) traf. Coach Mario Markmann sagt: „Das war schon wieder so ein für uns typisches Spiel. Wir waren spielerisch ordentlich und hatten viel Ballbesitz, aber machen die Tore nicht. So wird es am Ende dann noch mal eng. Wir machen in der zehnten Minute mit einem gut herausgespielten Tor das 1:0. Danach legen wir aber nicht nach, weil wir nicht intensiv genug sind und die Qualität der Pässe im Spielaufbau nicht gut war. So plätschert das Spiel dann dahin. Kurz vor der Pause schaffen wir dann nach einer Ecke zumindest das zweite Tor.“ Tim Röben-Müller (42.) erhöhte.

Der Coach der SGGO setzte fort: „Auch in der zweiten Halbzeit machen wir es eigentlich ordentlich. Wir haben das Spiel durch viel Ballbesitz unter Kontrolle. Es fehlt aber der letzte Kick, um zum Torerfolg zu kommen. So kommt es, dass kurz vor Schluss durch eine Unachtsamkeit in der Abwehr noch der Anschlusstreffer fällt.“ Linus Munzel (86.) verkürzte und machte das Spiel nochmal richtig spannend. Kurz vor dem Ende kam es dann zur Szene des Tages, die für große Aufregung sorgte. Markmann schilderte diese wie folgt: „Dann wären wir beinahe noch um zwei Punkte beraubt worden, nachdem der Schiedsrichter auf Tor entschieden hat, obwohl der Ball offensichtlich nicht im Tor war. Gut, dass der Schiedsrichter dann nach Rücksprache mit dem Linienrichter richtigerweise auf kein Tor entschieden hat. Dass wir solche Spiele jetzt ziehen, die wir zu Beginn der Saison eventuell noch aus der Hand gegeben hätten, zeigt, dass die Mannschaft sich weiterentwickelt.“ Cismar-Trainer Sascha Pretzel sagte zum Spiel: „Knappe Niederlage gegen einen starken Gegner in Oldenburg … durch unseren starken Personalmangel wollten wir defensiv stehen und schnell umschalten. Das gelang über weite Strecken auch gut, trotzdem geht Oldenburg verdient mit 2:0 in die Halbzeit. Zweite Halbzeit kommen wir spät noch zum Anschluss und erzielen den vermeintlichen Ausgleich, der nach fünf Minuten Überlegungen im Schiriteam wieder zurückgenommen wurde. Ärgerlich, aber über 90 Minuten ein verdienter Sieg für Oldenburg, aber Respekt an die Leistung meiner Mannschaft. Kritik möchte ich aber deutlich an den Statuten des Fußballverbandes äußern: Wenn U23-Spieler im Vorspiel in der Oberliga oder Ähnliches spielen und danach bei der tieferen Mannschaft auch eingesetzt werden dürfen am selben Tag, ist das sportlich schwer zu verstehen … Keinen Vorwurf an den OSV, die Möglichkeit würde andere Vereine auch nutzen, aber im Sinne der Sportlichkeit finde ich diese Statuten eher fragwürdig.“

SV Großenbrode – SG Dersau/Kalübbe 1:5 (1:3)

Zwei Gegensätze trafen am Sonntag aufeinander. Während der SV Großenbrode seit Wochen auf einen Sieg wartet und immer mehr nach unten schauen muss, sollte die SG Dersau/Kalübbe zuletzt überzeugen, achtmal ungeschlagen bleiben und den Blick klar nach oben richten. Daher war die Favoritenrolle auch geklärt. Großenbrode ging als klarer Außenseiter ins Spiel und wollte nach einem rabenschwarzen Tag in Kirchbarkau eine Steigerung zeigen. Nach 20 Minuten sollte es allerdings bereits ganz schwierig für die Heimmannschaft werden. Dustin Riedel (14.) und Keanu Brunswieck (19.) stellten früh auf 2:0. Doch Großenbrode gab sich nicht auf und sollte durch Rico Wetendorf (27.) verkürzen. Das letzte Wort in Halbzeit eins hatte allerdings Hendrik Ohler (37.), der zum 3:1 erhöhte.

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Mit einer Zwei-Tore-Führung gingen die Keiler in die Pause, doch entschieden war hier noch gar nichts. Daher war das Ziel ganz klar, mit Schwung aus der Kabine zu kommen und schnell alles klar zu machen. Dies sollte durch erneut Riedel (51.) sowie Shefqet Smajli (55.) gelingen. Mit dem 5:1 war die Messe gelesen, sodass es für die Ostholsteiner nur noch um Schadensbegrenzung ging. Trainer Peter Thomm sagt: „Ich habe meiner Mannschaft eigentlich ganz wenig vorzuwerfen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, der Unterschied zu Dersau war nur einfach die Effektivität. Aus sechseinhalb Chancen machen sie fünf Tore und wir haben wirklich ein gutes Spiel gemacht. Die Einstellung passte, wir haben gepresst, haben viel gekämpft, doch Effektivität schlägt uns einfach. Das ist etwas, woran wir weiter arbeiten, aber meine Truppe hat über 90 Minuten Vollgas gegeben. Aus dem Nichts kam das 0:1, bitter für uns. Nichtsdestotrotz gehe ich zufrieden aus dem Spiel, denn meine Mannschaft hat alles gegeben. Wir müssen das 2:2 durch zwei, drei Chancen, die wir haben, machen. Es ist bitter, denn die Höhe des Ergebnisses spiegelt das Spiel nicht ganz wider.“

TuS Tensfeld – TSV Gremersdorf 2:1 (1:0)

Beim TuS Tensfeld gab es zuletzt durchaus Entwicklungen zu sehen. Vor allem die Defensive sollte deutlich stabiler stehen, als es noch vor einigen Wochen der Fall war. So gab es knappe Niederlagen sowie Punktgewinne, doch ein Sieg liegt nun schon einige Wochen in der Ferne. Daher wurde ein neuer Anlauf am Sonntag genommen und mit dem TSV Gremersdorf gastierte ein Spitzenteam, das beim letztmaligen Aufeinandertreffen mit 0:1 beim TuS unterlag. Personell sah es beim TSV dramatisch aus. Viele Spieler fielen aus, wobei vor allem ein Ausfall besonders schmerzen sollte. Mittelfeldmotor Lennart Petersen fiel aus. Es sollte also spannend werden, wie sich die dezimierte Truppe schlagen würde. Trainer Christian Ippig sagte: „Mit einer Rumpfmannschaft sind wir in Tensfeld angetreten. Nach den Ausfällen von Lennart Petersen, Mathias Ruske, Felix Severin, Luca Zielinski, Patrick Eichholz sowie dem Langzeitverletzten kamen heute Vormittag mit einer Erkältung noch Dustin Gabbey und Tim Keibel dazu. Tim-Ole Uhtenwoldt spielte trotz seiner Schulterverletzung. Da das Spiel der Dritten ausfiel, konnten wir noch Ole Fritzinger und Fynn Busche in den Kader nehmen. Den eingesetzten jungen Spielern der Zweiten/Dritten wie Torge Petersen und Conner Jensen muss ich ein Kompliment machen. Toll, wie sie sich eingebracht haben. Trotzdem konnten wir die ganzen Ausfälle nicht kompensieren. Insgesamt haben wir die Partie verdient verloren, bei drei Torschüssen und einem Tor. Tensfeld hat noch einige Chancen liegen gelassen. Glückwunsch an Tensfeld. Für uns heißt es, Mund abputzen, gut zu trainieren und am Samstag wieder angreifen.“

Mit einem Doppelpack brachte Luka-Noel Pietzsch (17./48.) die Segeberger auf die Siegerstraße und sollte mit seiner Abschlussqualität auf 2:0 stellen. Zwar verkürzte Rune Jäkel (50.) nur zwei Minuten später, doch so richtig spannend wurde es nicht. Tensfeld verpasste mehrfach, den Sack zuzumachen. Einige Chancen blieben ohne Ertrag. Bestraft sollte dies allerdings nicht werden, sodass der Sieg perfekt war. Das Warten hatte ein Ende. Trainer Christoph Hinz sagt: „Natürlich freuen wir uns über den Heimsieg. Vor allem aber bin ich mit der Art und Weise zufrieden, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist. Das war eine wirklich gute und geschlossene Teamleistung. Wir haben es über weite Strecken geschafft, Gremersdorf nicht ins Spiel kommen zu lassen, waren aufmerksam, gut organisiert und haben als Mannschaft sehr konsequent gearbeitet. Deshalb denke ich auch, dass der Sieg absolut verdient ist. Ein Lob möchte ich heute auch dem Schiedsrichtergespann aussprechen, das die Partie wirklich gut geleitet hat.“

SV Rickling – Eutin 08 II 3:3 (0:1)

Für den SV Rickling war das Ziel am Sonntagnachmittag klar. Es sollten im Heimspiel dringend Punkte her, damit sich im Tabellenkeller Luft verschafft werden kann. Zu Gast war mit Eutin 08 II ein Team, das in dieser Saison Höhen und Tiefen durchlebte. Nach einem Fehlstart folgte der steile Aufwärtstrend, doch zuletzt gab es wieder zwei Spiele ohne Sieg. Daher war auch für Eutin das Ziel klar, denn gegen den neun Punkte hinter sich liegenden Gegner sollte gewonnen werden, um den Abstand nach unten großzuhalten. Dabei kehrte Monty Gutzeit zurück, der Stürmer fehlte in der Vorwoche gegen Tensfeld. Dort wurde vor allem mit der Offensive gehadert, denn zu wenig Durchschlagskraft wurde entwickelt. So war es auch in Rickling vor der Pause. Der erste Durchgang war sehr zäh, denn es schlichen sich viele Ungenauigkeiten ein. Dies hatte zur Folge, dass es auch nicht allzu viele klare Chancen gab. Rickling schien dabei die etwas besseren zu haben, doch auch Eutin war vereinzelt gefährlich. Kurz vor dem Pausenpfiff sollte dann allerdings ein schwerer Fehler in der Hintermannschaft des SVR unterlaufen, den Monty Gutzeit (45.) bestrafte. Der Torjäger hatte nur noch leichtes Spiel, sodass Eutin mit einer Führung in die Halbzeit ging. Co-Trainer Lennard Jakubenko sagte: „Wie es auf einem Sonntag so ist, hat man immer Angst davor, dass es ein Sonntagskick wird. Wir haben uns eigentlich vorgenommen, dass wir es anders angehen, damit es das nicht wird. Es fing dann auch gleich mal in Strömen an zu regnen mit Anpfiff, das ist dann auch nochmal eine Umstellung für viele. Ich glaube, erste Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes, zerfahrenes Spiel mit wenig Chancen insgesamt. Wir gehen mit dem 1:0 noch relativ gut in die Halbzeit. Ich fand es nicht unbedingt glücklich, wir waren zufrieden damit und es ging auch in Ordnung, glaube ich.“

Spannend sollte es werden, was die zweiten 45 Minuten bieten würden. Jakubenko sagte: „Wir kommen sehr gut aus der Halbzeit raus, spielen dann zwei, drei Chancen heraus, wo das 2:0 zwingend fallen muss und der Deckel dann glaube ich auch drauf ist, weil so viel von Rickling auch nicht kam. So wie es dann nun mal ist, machst du den vorne nicht rein, bekommen wir wieder einmal einen Standard gegen uns, wo wir viel zu schlecht stehen und zu lange brauchen, an den Männern zu sein. Sie führen schnell aus und es war das 1:1.“ Auf der einen Seite scheiterte Eutin am Pfosten und auf der anderen Seite sollte Innenverteidiger Dominik Lembke (51.) ausgleichen. Die Segeberger kamen nun besser ins Spiel, während sich Eutin sehr schwertat. Die Schlussviertelstunde brach an und plötzlich traf Shafi Bakari (74.) zum 2:1. Das Spiel war gedreht und Eutin erhöhte das Risiko. Jakubenko übte nun eine offensivere Rolle aus, doch einen Konter vollendete erneut Bakari (80.) zum 3:1. Es deutete sich eine Niederlage für die Ostholsteiner an, die in der Schlussphase allerdings nochmal richtig Druck machten.

Rickling versuchte gegen die drückenden Rosenstädter dem Druck standzuhalten, doch es gelang ihnen nicht. Lennard Jakubenko (85.) köpfte zum 2:3 ein und sie machten weiter. Ein Abseitstor folgte kurz darauf, bevor der Verteidiger (89.) erneut traf. Innerhalb kürzester Zeit holten sie den 1:3-Rückstand auf und es war noch nicht Schluss. Eutin wollte mehr, sie drückten auf den Siegtreffer und Rickling wurde zu passiv. Dies sollte beinahe bestraft werden, doch Joker Jelle Haas ließ die Riesenchance liegen. Aus kurzer Distanz schob er den Ball am Pfosten vorbei. Es war die letzte Chance, sodass es am Ende keinen Sieger gab. Beide wussten nicht wirklich, wie diese Punkteteilung einzuordnen ist. Jakubenko sagte: „Wir müssen eigentlich als Sieger vom Platz gehen. Aber nach dem 3:1, wo jeder sagt, wenn du hier irgendwie einen Punkt mitnimmst, ist es irgendwie in Ordnung, ist es dann am Ende auch in Ordnung. Es sind gemischte Gefühle. Unzufrieden, weil wir uns mehr vorgenommen haben und mehr drin war, aber auch irgendwo auch gewisse Zufriedenheit, weil du eben einen Punkt nach 1:3-Rückstand mitnimmst.“ Es ist nun wieder das dritte Spiel ohne Sieg für den Vizemeister, der im Mittelfeld der Tabelle bleibt. Von Spitzenambitionen ist man daher weit entfernt. Der spielende Co-Trainer ordnete dies wie folgt ein: „Man kann einfach mal festhalten, dass wir dieses Jahr einfach noch kein Top-Team sind. Wir sind in einem kleinen Umbruch, den brauchen wir auch und wir geben uns dort auch Zeit. Wir sind eine U23 und wollen Spieler aufbauen, da müssen wir an unserer Idee noch weiter arbeiten. Durch Urlaube usw. hatten wir auch eine schwierige Phase, aber wir sind auf dem richtigen Weg und langfristig sollte das Ziel auch sein, Spieler zu entwickeln, die dann auch den Weg in die Erste finden. Das läuft, da sind wir auf dem richtigen Weg, aber den Status Top-Mannschaft müssen wir uns erst einmal zurück erarbeiten.“

Der 14. Spieltag im Überblick

TSV Lütjenburg – FT Preetz 2:5
SG Insel Fehmarn – TSV Dannau 7:1
SG Göhl/Oldenburg – SC Cismar 2:1
SV Großenbrode – SG Dersau/Kalübbe 1:5
TuS Tensfeld – TSV Gremersdorf 2:1
SV Rickling – Eutin 08 II 3:3
SG Bösdorf/Malente – SV Kirchbarkau (Abs.)
FSG Saxonia – TSV Lensahn (Abs.)

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