Von Lübecker Problemen bis träumen von der 3. Liga

Regionalliga-Reform geht in die entscheidende Phase

Die Haupttribüne im Stadion an der Lohmühle des VfB Lübeck. Foto: Lobeca/Felix Schlikis
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Lübeck – 3. Liga? Nicht mit dem Norden. Zumindest aktuell nicht. Der VfB Lübeck ist weit weg vom Profifußball, hat interne Dinge zu klären (heute Abend bei der Jahreshauptversammlung) und beim Nachbarn 1. FC Phönix tüftelt man weiter an einem Traumstadion am Flugplatz. Die Voraussetzungen dafür sind allerdings nach wie vor nicht erfüllt.

15 Euro ziehen nicht

Möglich, dass die Adlerträger zukünftig weiter Gast auf der Lohmühle sind. Die Kosten dafür sind überschaubar, doch mehr Zuschauer lockt der Tabellenfünfte auch nicht in den Ground des Erzrivalen. Das 2:2-Unentschieden gegen Atlas Delmenhorst wollten gerade einmal 307 Zuschauer an. Dabei warb der Club im Vorweg mit folgendem Lockangebot: „Zwei Erwachsene können mit ihren Kindern auf der Tribüne der Lohmühle das Spiel ansehen und unsere Adler anfeuern.“ Der Preis dafür betrug 15 Euro. Die Einnahmen davon dürften vermutlich gerade so eben die Mietkosten gedeckt haben.

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Ohne VfB Viertletzter

Ohne das Heimspiel gegen den Nachbarn und Stadioneigentümer (3.148) wäre der Club von der Travemünder Allee bei gerade einmal 365 Fans pro Partie. In der Tabelle wäre man auf dem viertletzten Platz. Angekündigt war das Ausweichen bis zum vergangenen Wochenende. Gegen den Hamburger SV II ist der Platz mit Stadion Buniamshof im offiziellen Spielplan angekündigt. Doch ob der Rasen dort einen Anpfiff zulässt? Man wird sehen…

40.000 Euro pro Verein

Dabei treibt die Regionalliga-Reform „Meister müssen aufsteigen“ wieder einmal die Vereine aus allen 4. Ligen um. Auch wenn es noch rund anderthalb Monate bis zum Tag der Entscheidung dauert, treffen sich bereits jetzt Regionalverbände und Deutscher Fußball-Bund (DFB) um zu diskutieren. Natürlich geht es am Ende ums Geld. DFB-Präsident Bernd Neuendorf favorisiert das Kompass-Modell, wie man es auch in den Amateurklassen von Schleswig-Holstein bereits seit einigen Jahren hat. Vier Staffeln mit jeweils 20 Mannschaften, geografisch zusammengestellt. Der Clou: Der DFB will jedem Verein 40.000 Euro pro Jahr zahlen – für vier Jahre garantiert. Glücklich scheinen insbesondere die Vereine aus dem Süden nicht damit zu sein. Am Montag gab es eine Absage von fünf hessischen Clubs.  

42 statt 38 Spieltage

Ohne Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland wäre die erforderlich Zwei-Drittel-Mehrheit nicht zu schaffen. Einfacher dagegen scheint der Vorstoß aus Bayern zu sein. Die 3. Liga wird auf 22 Teams aufgestockt und es gibt fünf Aufsteiger. Die derzeitige Konstellation würde bestehen bleiben, nur die Aufstiegsspiele würden entfallen – alle wären wohl zufrieden. Bis auf die 3. Liga wohl selbst, denn aus 38 Spieltagen würde man so bei 42 Runden liegen. Diese Option würde eine einfache Mehrheit brauchen. Auch hier wäre der DFB wohl mit finanziellen Ausgleichszahlungen gefordert. So oder so: In Frankfurt am Main wird Geld locker gemacht werden müssen, um alle ruhigzustellen.

Stichtag vor Weihnachten

Das DFB-Präsidium befasst sich am kommenden Freitag erneut mit dem Reformantrag. Am 18. Dezember wird auf dem DFB-Bundestag entschieden. Fortsetzung folgt…

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Bildquellen

  • Lohmühle: Lobeca/Felix Schlikis
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