„In einem solchen Spiel entscheidet nicht nur die Qualität“ – Wer bucht das erste Finalticket?

Landesliga gegen Oberliga am Donnerstagabend

Trainer Serkan Rinal möchte mit seinem TSV 1982 ins Finale. Foto: Lobeca/Niklas Runne
Anzeige

Lübeck – Am Donnerstagabend geht es um das erste Finalticket im Kreispokal Lübeck. Der TSV 1982 Lübeck empfängt den SC Rapid Lübeck zu einem spannenden Duell. Letzterer ist als Oberligist favorisiert, doch der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze. Dementsprechend darf man sich auf ein packendes Pokalduell unter Flutlicht freuen.

Zum dritten Mal in Serie unter den Top-Vier

Der TSV 1982 Lübeck steht erneut, wie bereits in den vergangenen beiden Jahren, im Halbfinale. Einmal ging es ins Endspiel, doch im vergangenen Jahr wurde dieses knapp verpasst. Nun stehen die Lübecker also zum dritten Mal in Folge unter den Top-Vier der Hansestadt, durchaus ein Erfolg für den Verein. Die Aufgabe gegen den SC Rapid Lübeck wird nun allerdings alles andere als einfach. Man geht als Außenseiter in die Partie gegen den Oberligaaufsteiger, doch nach zwei Siegen in Folge und drei Erfolgen aus vier Spielen ist das Selbstvertrauen groß. Dennoch waren es auch enge Siege, denn die besagten drei Erfolge waren allesamt mit einem Tor Unterschied. Gegen den Tabellenvorletzten SVG Pönitz (1:0) und Schlusslicht SC Rönnau 74 (3:2) waren es zwei knappe, späte Siege. Nun braucht es eine klare Steigerung, denn es wird eine schwierige Aufgabe gegen den Favoriten. Trainer Serkan Rinal sagt: „Wir wissen, dass wir als Landesligist gegen einen Oberligisten nicht der Favorit sind. Aber wir bestreiten nicht das Pokalspiel, um uns das Trikot des Gegners anzuschauen. Wir wollen den Favoriten ärgern und zeigen, dass wir uns auch gegen eine höherklassige Mannschaft behaupten können. In einem solchen Spiel entscheidet nicht nur die Qualität, sondern auch Einstellung, Leidenschaft und der unbedingte Wille. Wir werden jeden Meter gehen und alles auf dem Platz lassen. Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir dem Oberligisten einen richtig unangenehmen Abend bereiten. Und genau das ist unser Ziel. Wir wollen ins Finale.“

- Anzeige -
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
VfB Lübeck
Anzeige
AOK
Anzeige

Rapid verfolgt zwei übergeordnete Ziele

Beim SC Rapid Lübeck gilt es am Donnerstag, eine Reaktion zu zeigen und den Einzug ins Finale, erstmals seit 2024, wieder perfekt zu machen. Im Rücken hat man eine 2:12-Klatsche beim FC Kilia Kiel, die es schnell abzuhaken galt. Nun soll vor dem anstehenden Ligaheimspiel gegen den SV Eichede das Selbstvertrauen zurückgeholt werden. Die bisherige Pokalreise war keine einfache, denn nach einem kampflosen Achtelfinaleinzug durch Nichtantritt des SV Olympia Bad Schwartau, Sieg gegen den FC Dornbreite (4:1) und zuletzt ungefährdetem Erfolg in Stockelsdorf (5:0) erreichte die Mannschaft vom Kasernenbrink das Halbfinale. Vor diesem Spiel sind durchaus auch die Vorkommnisse am Kasernenbrink Anfang der Saison ein Thema. Nach diesen durfte der TSV 1982 nicht mehr dort seine Heimspiele austragen. Doch dass es dadurch noch einmal hitziger zugehen könnte, dem nahm Christian Arp, Trainer des Oberligisten, schnell den Wind aus den Segeln. Außerdem verriet er, dass dies bei seinem Team kein Thema sei. Vor dem Pokalspiel sagt er: „Wir haben mit dem Kreispokalsieg und dem Nichtabstieg in der Oberliga zwei übergeordnete Ziele, die wir fokussiert verfolgen und wollen am Donnerstag die nächste Sprosse auf der Leiter erklimmen. Wer eine Prise Hass in diese Partie streuen möchte aufgrund der Vorfälle am Anfang der Saison auf unserer Anlage, den muss ich leider enttäuschen. Beide Mannschaften kennen sich gut untereinander und sind zum Teil auch privat miteinander verbandelt. Von daher ist das überhaupt kein Thema bei uns, sondern ein ganz normales Fußballspiel. Natürlich mit dem gängigen Ehrgeiz zu gewinnen, so wie es sich für beide Teams in einem Pokalfight gehört. Vom Sportlichen her ist es nach den Ergebnissen beider Teams in den vergangenen Wochen ein typisches 50-50-Spiel, welches wir natürlich gewinnen wollen. Wir hoffen, den mentalen Schalter wieder umlegen zu können und wissen ganz genau, wie stark sich der Gegner bisher im Kreispokal präsentiert hat.“

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein