
Kiel – Holstein Kiel steht im Achtelfinale des DFB-Pokals! Die Störche setzten sich am Mittwochabend in der 2. Runde gegen Bundesligist TSG Hoffenheim nach einem dramatischen Elfmeterschießen mit 4:3 durch. Nach 90 Minuten und der Verlängerung hatte es 1:1 (1:1) gestanden. Adrian Kapralik (23.) glich die frühe Führung der Gäste durch Adam Hlozek (11.) aus. Zum entscheidenden Mann wurde ausgerechnet Ersatzkeeper Timon Rothenhagen, der den letzten Strafstoß von Mats Rots parierte und damit den Einzug in die nächste Runde perfekt machte.
Hoffenheim trifft früh – Kiel antwortet sofort
Holstein-Trainer Tim Walter nahm nach dem 3:0-Erfolg gegen Dynamo Dresden vier Veränderungen in seiner Startelf vor. Unter anderem erhielt Rothenhagen den Vorzug vor Weiner im Tor. Die Gäste erwischten den besseren Start und bestimmten zunächst das Geschehen. Zwar hatte Kapralik (5.) die erste gute Gelegenheit für Kiel, doch Hoffenheim übernahm zunehmend die Kontrolle. Hlozek (9.) scheiterte zunächst an Rothenhagen, ehe der Offensivspieler (11.) nach einer Flanke von Burger und einer unglücklichen Kopfballabwehr von Nekic per Volley zur Führung traf.
Die TSG schien wenig später sogar nachzulegen. Lemperle (22.) schob den Ball nach einem Steckpass von Gendrey an Rothenhagen vorbei ins Tor. Nach Überprüfung durch den VAR wurde der Treffer allerdings wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Praktisch im Gegenzug schlug Holstein zu. Sekine trieb den Ball durch das Mittelfeld und schickte Kapralik (23.) auf die Reise. Der Kieler setzte sich auf der rechten Seite durch und traf mit der Pike ins lange Eck zum 1:1.
Anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene und umkämpfte Begegnung. Hoffenheim musste Gendrey (33.) verletzungsbedingt auswechseln, während Kiel zunehmend besser ins Spiel fand. Kurz vor der Pause bot sich Harres (45.+1) die große Gelegenheit zur Führung, doch der Angreifer scheiterte frei vor dem Tor an einer Fußabwehr von TSG-Schlussmann Philipp.
Hoffenheim trifft den Pfosten
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Hoffenheim zunächst den Druck. Rothenhagen (50.) verhinderte nach einem eigenen Fehler gegen Asllani einen Rückstand. Wenig später hatten die Kieler Glück, als Asllani (56.) nach einer Ecke den linken Pfosten traf. Von dort sprang der Ball gegen Hranac und anschließend am Tor vorbei.
Mit zunehmender Spielzeit befreite sich Holstein aus der Druckphase und wurde selbst wieder gefährlicher. Ugoh (58.) und Nekic (66.) verfehlten mit ihren Abschlüssen das Ziel. Balzi (73.) versuchte es aus der Distanz, ehe Davidsen (81.) nach einer Ecke am zweiten Pfosten aus kurzer Entfernung zum Kopfball kam. Philipp verhinderte mit einer Parade die Kieler Führung. Auch Nekic (85.) verfehlte nach einer Freistoßflanke das Tor.
Weil beide Mannschaften ihre Möglichkeiten nicht nutzten, ging es in die Verlängerung.
Keine Entscheidung nach 120 Minuten
In der zusätzlichen Spielzeit hatte zunächst Hoffenheim etwas mehr vom Spiel. Daghim (97.) wurde bei seinem Abschluss geblockt, Bernardo (100.) schoss knapp über die Latte. Auf der Gegenseite sorgte der eingewechselte Tolkin sofort für Gefahr. Seine Flanke fand Kvilitaia (104.), dessen Kopfball knapp über das Tor ging.
Auch im zweiten Abschnitt der Verlängerung blieb die Entscheidung offen. Rothenhagen parierte einen Distanzschuss von Kramaric (111.), während Harres (120.) nach einem Zweikampf an der Strafraumkante wuchtig über das Tor schoss. Zuvor hatte Asllani (119.) das Kieler Gehäuse aus der Distanz knapp verfehlt. Nach 120 Minuten stand weiterhin das leistungsgerechte 1:1 auf der Anzeigetafel.
Rothenhagen entscheidet den Elfmeterkrimi
Das Elfmeterschießen begann für Holstein denkbar schlecht. Kvilitaia traf mit dem ersten Versuch nur den linken Pfosten, während Kramaric für Hoffenheim verwandelte. Doch die Kieler ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Nekic und Balzi trafen für die Gastgeber, Asllani war zwischenzeitlich für die TSG erfolgreich.
Dann kippte das Duell zugunsten der Störche. Avdullahu setzte seinen Strafstoß über das Tor, während de Regt trotz einer Berührung durch Torhüter Philipp zum 3:2 traf. Prass glich für Hoffenheim noch einmal aus, ehe Harres mit seinem Versuch in die Tormitte Kiel erneut in Führung brachte.
Die Entscheidung lag damit bei Rothenhagen. Der Kieler Schlussmann tauchte beim Schuss von Rots in die rechte Ecke ab und parierte den letzten Elfmeter. Damit war der Pokalcoup perfekt: Holstein Kiel steht nach einem ausgeglichenen Duell mit dem Bundesligisten im Achtelfinale des DFB-Pokals.
Acht Bundesligisten draußen
Der VfL Bochum schmiss den 1. FSV Mainz raus. Bundesliga-Aufsteiger Elversberg schied zuhause gegen Darmstadt 98 aus. Auch Schalke flog raus, unterlag bei Dynamo Dresden. Der Hamburger SV verlor zuhause gegen Eintracht Frankfurt (HL-SPORTS berichtete). Damit sind nur noch zehn Bundesligisten im Wettbewerb.
DFB-Pokal – 2. Runde (27. – 28. Oktober)
SG Sonnenhof Großaspach – FC Augsburg 2:4
Rot-Weiss Essen – RB Leipzig 1:2
VfL Bochum 1848 – 1. FSV Mainz 05 2:0
Hamburger SV – Eintracht Frankfurt 1:3
1.FC Köln – 1. FC Union Berlin 5:0
Borussia Dortmund – SV Werder Bremen 3:2
Borussia Mönchengladbach – Karlsruher SC 2:0
SV Elversberg – SV Darmstadt 98 0:2
SSV Jeddeloh – Hertha BSC 0:2
SG Dynamo Dresden – FC Schalke 04 2:0
SC Paderborn 07 – VfB Stuttgart 0:1
Sport-Club Freiburg – VfL Wolfsburg 3:2
Holstein Kiel – TSG Hoffenheim 5:4 n.E.
Bayer 04 Leverkusen – 1. FC Nürnberg 5:2
Hannover 96 – 1. FC Kaiserslautern 0:2
FC Bayern München – 1. FC Magdeburg 6:1







