Alveslohe und Hoisdorf setzen Serien fort und springen ins obere Tabellendrittel

Auftakt in den letzten Hinrundenspieltag

Der TuS Teutonia Alveslohe gewann in Hammoor. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Hammoor – Am Freitagabend kam es in der Kreisliga Südwest zu zwei Spielen. Der 15. Spieltag wurde unter Flutlicht eröffnet und dabei sollte es zwei Siege geben. Während es in Hammoor ein ungefährdeter Auswärtserfolg gegen eine harmlose SG war, sollte Hoisdorf ihre Serie fortsetzen. Der Sieg war ein hartes Stück Arbeit, doch verdient.

SG Bargteheide/Hammoor – TuS Teutonia Alveslohe 0:2 (0:1)

Die 1:4-Niederlage beim TSV Trittau II war für die SG Bargteheide/Hammoor ein ordentlicher Dämpfer. Nach dem zwischenzeitlichen Sprung auf Rang drei war die Hoffnung groß, sich oben festzusetzen, doch ein enttäuschender Auftritt hatte das Gegenteil zur Folge. Es wurde noch enger oben und Rang drei verloren. Nun sollte eine Mannschaft nach Hammoor reisen, die mit ordentlich Selbstvertrauen kam. Nach nur einer Niederlage aus zehn Spielen und dem Sieg in der Vorwoche gegen Tralau hat der TuS Teutonia Alveslohe auf sich aufmerksam gemacht. Nun sollte der Sprung vorerst in die Top-Drei gelingen, doch der Aderlass durch einige fehlende Spieler in der Offensive, wie Felix Burkhardt und Jonas Ihde, war groß. Stattdessen sollte es Aron Kruse im Sturm richten, der zuletzt nach starker Form ausgebremst wurde. Auch Gabriel Stockinger kehrte nach seiner leichten Verletzung aus dem Oldesloe-Spiel zurück. Von Beginn an sollten die Gäste das Zepter in die Hand nehmen und torgefährlich werden. Nach nicht einmal 60 Sekunden gab es die erste Ecke, die allerdings leichte Beute für SG-Keeper Leon Wulf war. Eine Minute später unterlief diesem allerdings ein kleiner Fehler, der beinahe bestraft wurde, doch Kruse bekam den Ball nicht aufs Tor. Die Segeberger wollten direkt an der Vorwoche anknüpfen und spielten mit hohem Tempo nach vorne. Es ging über rechts in Person vom schnellen Stockinger, doch in der Mitte sollte der Abschluss deutlich über das Tor gehen. Drei Annäherungen nach vier Minuten zeigten, in welche Richtung es hier gehen sollte.

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stockinger dribbling @ Alveslohe und Hoisdorf setzen Serien fort und springen ins obere Tabellendrittel
Gabriel Stockinger war einer der auffälligsten Offensivspieler bei Alveslohe. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Die Rollenverteilung war klar, denn die Gäste übernahmen die Spielkontrolle, während Hammoor kompakt stehen und über lange Bälle in Richtung Nick Nordt nach vorne kommen wollte. Zwingende Chancen gab es für die Segeberger bisher noch keine, doch ungefährlich blieb es auch nicht. Dennoch fehlte die letzte Zielstrebigkeit. Nach nicht ganz einer Viertelstunde sollte dann der Treffer fallen. Tom Städing eroberte den Ball, dann gab es zunächst die dicke Chance, wo Wulf stark pariert, doch beim zweiten Ball sollte Gabriel Stockinger (13.) den Ball über die Linie drücken. Es war sein siebtes Saisontor. Im Anschluss forderten weitere Chancen, erneut durch den Torschützen, der am Keeper scheiterte, oder auch Schnitzke und Kruse, die knapp das Tor verfehlten. Hammoor kam offensiv gar nicht zur Geltung, verzeichnete mit Ausnahme einer unübersichtlichen Aktion im Gästestrafraum nicht einen Schuss aufs Tor. So war die Pausenführung des TuS hochverdient. Damit war die SG zudem gut bedient. Trainer Flemming Strufe sagte: „Es war wirklich ein Tag zum Vergessen. Ich möchte eigentlich nicht groß über die Bedingungen sprechen, aber wir haben wirklich einige Verletzte kurzfristig gehabt und auch Spieler, die zu spät gekommen sind. Es war schwierig, den vollen Fokus auf das Spiel zu kriegen. Das hat man früh gemerkt, dass die spielerischen Abläufe sehr fehlten. Wir sind nach 15 Minuten ein bisschen umgeschwankt und dann körperlich auf lange und zweite Bälle gespielt. Alveslohe hat es in der ersten Halbzeit sehr viel über lange Bälle, Zweikämpfe und Intensität gespielt. Auf unserem Rasen muss das dann eigentlich unser Spiel sein, aber es ging dann eher an Alveslohe. Sie gehen auch verdient in Führung vor der Halbzeit und es kann auch schon höher stehen. Wir kommen eigentlich kaum zu Torchancen.“

Nach der Pause wollte Hammoor zwingender werden und versuchen, ins Spiel zu kommen. Es gab einen Distanzschuss, als Gästekeeper Bohmann zu weit aus dem Tor stand, doch dieser segelte deutlich am Kasten vorbei. Auf der anderen Seite fuhr sich Alveslohe dann wieder hoch und sollte durch Stockinger am erneut stark reagierenden Torhüter der Heimelf scheitern. Auf der anderen Seite rutschte der Ball nach einer Hereingabe knapp am Tor vorbei, es war eine unübersichtliche Situation, doch kein Spieler der Stormarner kam ran. Nach einer Stunde sollte dann SG-Kapitän Andre Martins die Gelb-Rote Karte sehen. Es war eine von zahlreichen Verwarnungen wegen Meckerns, doch für den Innenverteidiger sollte es bereits die zweite an diesem Abend sein, sodass es nicht einfacher wurde für Bargteheide. Elf Gelbe Karten sollte es in diesem Spiel geben, überwiegend wegen Meckerns und Lamentierens, neun davon für die Hausherren. Diese haderten mit dem Auftreten des Spielleiters und seiner Kartenverteilung. Zugleich fehlte es der SG allerdings oftmals auch an Cleverness. Mit der nächsten Aktion sollte ein Standard dann in den Strafraum segeln, Jannik Schnitzke (63.) erst die Latte treffen, doch den zweiten Versuch im Tor unterbringen.

Das 2:0 der Gäste war die Vorentscheidung, denn Alveslohe spielte es souverän runter. Bargteheide kam zu einer einzigen klaren Chance, als Dominik Sparr an Torhüter Bohmann scheiterte. Ansonsten verpasste eher der Gast, das Ergebnis noch weiter auszubauen. So war es am Ende ein hochverdienter Auswärtserfolg, mit dem sie auf Rang drei klettern. Trainer Dennis Rerop sagt: „Am Ende war es ein hochverdienter Sieg. Wir haben hinten raus sehr souverän gewonnen. Ich war ein bisschen überrascht, wie Bargteheide gespielt hat, weil ich eigentlich gedacht habe, dass sie fußballerisch auch ganz guten Fußball spielen. Sie haben viel über lange Bälle operiert, aber das haben wir weitestgehend im Griff. Erste Halbzeit haben wir viele gute Angriffe gehabt, aber im letzten Drittel etwas die Zielstrebigkeit vermissen lassen und verpasst, das Ergebnis höher zu schrauben. Es war mit 1:0 zur Halbzeit auch absolut verdient. Zweite Halbzeit haben wir gesagt, dass wir das Spiel killen wollen. Es ist uns nicht ganz gelungen, aber trotzdem war es spätestens nach der Gelb-Roten Karte so, dass wir noch mehr überlegen waren und es eine Frage der Zeit war, bis wir das zweite oder dritte Tor nachlegen können. Wir wollten unbedingt auf Platz drei springen, das war das große Ziel, damit wir gucken können, was der Rest am Wochenende macht, und das haben sich die Jungs auch verdient. Sie haben sehr erwachsen gespielt heute, ich bin deswegen maximal zufrieden.“

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Hammoor-Coach Strufe haderte mit der Niederlage und den Voraussetzungen aufgrund von personellen Ausfällen. Zum zweiten Durchgang sagte er: „In der zweiten Hälfte sind wir griffiger drauf, nehmen die Zweikämpfe an, das kämpferische Spiel an. Immer wenn Momentum gekommen ist, gab es dann eine Spielunterbrechung. Es war häufig so, dass wir ein bisschen ins Spiel reinkamen, Momentum hatten und dann gab es immer wieder eine Spielunterbrechung. Ich weiß nicht die Gründe immer, aber es wurde sehr viel unterbrochen. Mit zehn Mann bekommen wir keinen großen Druck nach vorne und wollten es auch nicht riskieren, ganz aufzumachen mit den neu formierten Reihen. Mit den neuen Spielern war mir das zu heiß und Alveslohe ist auch kein Risiko gegangen, sodass das Spiel hin und her plätscherte. Im Großen und Ganzen war es kein schöner Tag für uns. Wir müssen nach vorne gucken, haben jetzt Tralau. Wir sind momentan ein bisschen am Schwächeln, man merkt auch, dass wir gerade wenig Unterstützung von oben, viele Kranke haben und jetzt müssen wir uns schütteln und gegen die beste Mannschaft der Liga auswärts eine Reaktion zeigen.“

TuS Hoisdorf – Bargfelder SV 3:2 (1:0)

Der TuS Hoisdorf ist das Team der Stunde in der Kreisliga Südwest. Sechs Spiele blieben sie ungeschlagen, holten dabei 16 von 18 Punkten. Der Knoten ist endgültig geplatzt und man klopft nun immer mehr oben an. Diese Form sollte fortgesetzt werden, doch die Aufgabe war alles andere als eine einfache. Mit dem Bargfelder SV gastierte ein Team, das dringend Punkte benötigt und zuletzt dreimal in Serie verlor. Daher nahm sich die Mannschaft vom Waldweg einiges vor. Hoisdorf musste einen schmerzhaften Verlust im Team hinnehmen. Der zuletzt formstarke Carlos Alonso Brockmann verletzte sich im Training. Ein Bänderriss, nachdem er umgeknickt war, bremst den Offensivspieler und besten Torschützen aus. Also mussten es andere richten. Man machte es nicht schlecht, bestimmte das Spiel und kam auch zu guten Chancen. Diese wurden mit dem Führungstor durch Sinan Ince (39.) kurz vor der Pause belohnt. Dennoch machte es der Tabellenvorletzte nicht schlecht. Trainer Michael Burg sagte: „Wir sind gut in die Partie gegen den TuS Hoisdorf gekommen und haben im Vergleich zum letzten Spiel die Zweikämpfe angenommen und deutlich enger am Gegner gestanden. Zwar hatte der Gastgeber in der ersten Halbzeit die klareren Chancen, dennoch konnten auch wir immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchen. Umso ärgerlicher war der Rückstand kurz vor der Pause.“

Nach der Pause wollten die Platzherren nachlegen und die Partie frühzeitig entscheiden. Es gab Chancen und durch Jannes Ackermann (52.) auch den Treffer zum 2:0. Die Entscheidung war dies allerdings noch nicht, denn Tim Richter (54.) verkürzte nur kurz darauf und auch der Ausgleich durch Niklas Kurras (71.) ließ nicht lange auf sich warten. So war plötzlich wieder alles auf Null. Der Bargfelder Trainer sagt: „Nach dem Seitenwechsel erhöhte Hoisdorf zunächst den Druck und legte das 2:0 nach. Doch meine Mannschaft zeigte eine überragende Moral, erzielte postwendend den Anschlusstreffer und belohnte sich wenig später verdient mit dem Ausgleich. Leider haben wir bei einem Freistoß nicht konsequent genug verteidigt und dem Gastgeber damit die Möglichkeit zum entscheidenden Siegtreffer gegeben.“ Jarron Punzius (78.) sollte die Führung der Heimelf wiederherstellen, auf die der Gast keine Antwort mehr hatte. Es war der Schlusspunkt, sodass das siebte Spiel in Serie nicht verloren wurde und die Serie der Heimelf weiter anhält. Der siegreiche Coach Andre Meins sagte: „Wie ich gesagt habe, war es ein enges Spiel. Enges Spiel, weil wir unsere Torchancen nicht genutzt haben (entweder hält der Torwart oder das Aluminium ist da) und Bargfeld durch individuelle Fehler eingeladen haben. Wir gehen mit 1:0 in die Halbzeit für uns und wir wollten unbedingt das 2:0 nachlegen, was uns dann auch geglückt ist. Danach laden wir Bargfeld ein, durch zwei Fehler im Spielaufbau machen sie das 2:2. Durch einen Freistoß gehen wir wieder in Führung zum 3:2 und dem Endergebnis. Insgesamt war es kein gutes Spiel von uns, aber wir belohnen uns trotzdem wieder durch eine gute Moral und Kampfgeist. Bargfeld wünsche ich weiterhin viel Erfolg und ein Dankeschön an das gute Schiedsrichtergespann.“

Bargfeld schafft es nicht, sich im Keller vom 15. Platz zu lösen und beendet den letzten Hinrundenspieltag unter dem Strich. Dennoch war es auch kein schlechter Auftritt, den das Kellerkind ablieferte. Man zeigte eine starke Moral und nutzte die Fehler des Gegners effizient aus. Nun gilt es, hinten noch mehr Stabilität zu bekommen, denn drei Gegentore sind schwer aufzufangen. An diesem Tag hätte es um einen Hauch sogar mit dem späten Remis geklappt, doch es wurde sich nicht belohnt. Trainer Burg sagt: „Trotz der Niederlage möchte ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir haben nie aufgegeben, immer weiter nach vorne gespielt und bis zum Schluss auf den Ausgleich gedrängt. Wenn wir diese Energie, diesen Einsatz und vor allem die Freude am Fußball in die nächsten Spiele mitnehmen, werden wir uns auch wieder mit Punkten belohnen.“

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