Aufregung um Platzverweise: Tabellenführer gewinnt deutlich in doppelter Überzahl

Verfolger gewinnen deutlich

Der TSV Lensahn feierte einen deutlichen Heimsieg im Topspiel. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Eutin – Der letzte Hinrundenspieltag der Kreisliga Südost bot nochmal einiges. Es gab deutliche Siege wie in Kirchbarkau oder Lensahn. Doch auch enge Partien, wie in Tensfeld oder Eutin. Die Partie des SC Cismar gegen den TSV Lütjenburg fand nicht statt. Der Gast konnte aufgrund von zu wenigen Spielern nicht antreten.

SV Kirchbarkau – FSG Saxonia 4:0 (2:0)

Sowohl der SV Kirchbarkau als auch die FSG Saxonia hatten in der Vorwoche spielfrei. Beide Spiele wurden abgesagt, denn der Platz war nicht bespielbar. Nun waren sie wieder beide gefordert und es sollte an den Vorwochen angeknüpft werden. Dort punkteten die beiden Kreisligisten fleißig. Kirchbarkau schaffte es sogar, ins obere Drittel zu klettern. Beide Mannschaften kennen sich aus der Vergangenheit noch nicht, sodass mit Spannung auf das Duell geschaut wurde. In der Anfangsphase gab es bereits auf beiden Seiten erste Annäherungen, wobei der Abschluss allerdings ausblieb. Es wäre dabei durchaus mehr möglich gewesen. Nach zehn Minuten sollte es für die Gäste dann einen ganz bitteren Moment geben. Torjäger Andrej Knaub musste früh verletzungsbedingt vom Feld. Nach etwas mehr als 20 Minuten fiel dann der erste Treffer und die Hausherren jubelten. Jesse Schlüter (22.) stellte seine Qualität wieder einmal unter Beweis und sorgte für die Führung. Eine Viertelstunde später sollte dann der zuletzt bereits formstarke Felix Viehweger (36.) den Turbo starten und zum 2:0 erhöhen. Es folgten weitere Chancen des SVK, der völlig beflügelt auftrat, doch bis zur Pause nicht mehr nachlegen konnte.
Nach der Pause sollte es auf beiden Seiten gute Gelegenheiten geben. Ein Distanzschuss der FSG landete an der Latte, bevor auf der anderen Seite Felix Viehweger am Torhüter scheiterte. Kirchbarkau ging anschließend etwas vom Gas, sodass das Spiel etwas dahinplätscherte. Saxonia wurde nicht so richtig zwingend. Mit dem 3:0 durch Sascha Böttcher (76.) war die Messe daher gelesen. In der Nachspielzeit folgte sogar noch das vierte Tor, erneut durch den starken Felix Viehweger (92.). So gab es am Ende einen souveränen und verdienten Sieg für die Heimelf, die oben dran bleibt.

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Eutin 08 II – SV Großenbrode 1:0 (0:0)

Nachdem der Trend bei Eutin 08 II nach dem Horrorstart zwischenzeitlich nach oben zeigte, sollte es zuletzt wieder drei sieglose Spiele geben. Zweimal gab es ein Remis, jeweils gegen Teams aus dem Tabellenkeller. Daher sollte es nun endlich wieder einen Sieg geben, doch diesen visierte auch der Gegner an. Der SV Großenbrode blieb nämlich sieben Mal ohne Sieg, sodass das Warten nun ein Ende haben sollte. Man wollte am Auftritt gegen Dersau anknüpfen, wo es zwar eine deutliche Niederlage gab, allerdings die Einstellung absolut stimmte. Der Respekt vor Eutin war allerdings sehr groß, so zeigte sich Peter Thomm, Trainer des SVG, sehr verwundert über die Tabellenplatzierung des Vizemeisters. Dieser musste ohne Torjäger Monty Gutzeit auskommen, der an diesem Sonnabendnachmittag fehlte. Stattdessen sollte der junge Andrii Stepanov wieder beginnen, Jannik Sarnow rückte in die Innenverteidigung und mit Konrad Kohlwes und Ashraf Ghaleb sollten zwei weitere Spieler aus dem Landesligakader von der Partie sein. Richtig überzeugend sollte die Eutiner U23 allerdings an diesem Tag nicht sein. Sie taten sich schwer, kamen nicht so richtig in ihr Spiel und schafften es so zur Pause auch nicht, in Führung zu gehen. Die Folge waren keine Tore nach 45 Minuten. Zwar hatte man mehr Spielanteile und den Ball, doch der Plan der Gäste, es dem Favoriten mit einer disziplinierten Arbeit gegen den Ball schwer zu machen, sollte aufgehen.

Nach dem Seitenwechsel sollte dann allerdings die Defensive des SV Großenbrode geknackt werden. Konrad Kohlwes (50.) brachte die Zweitvertretung in Führung. Im Anschluss verpasste man allerdings, die Führung auszubauen, sodass die Partie bis zum Ende offen blieb. Ausgleichen konnte Großenbrode allerdings nicht mehr, sodass es am Ende einen knappen 1:0-Heimsieg der Rosenstädter gab. Eine Glanzleistung war es allerdings nicht von der jungen Eutiner Truppe. Trainer Florian Schumacher zog folgendes Fazit: „Es gibt zwei positive Erkenntnisse. Erstens drei Punkte und zweitens, dass wir zu null gespielt haben.“ Gästetrainer Peter Thomm sagte: „Eutin war spielbestimmend, aber so wirklich hundertprozentige Chancen hatten sie nicht. Erste Halbzeit war ausgeglichen. Sie hatten zwar mehr Spielanteile, aber so richtige Lösungen hatten sie nicht. Bitter war natürlich, dass ich nach fünf Minuten schon wieder wechseln musste. Wir sind eigentlich ganz gut klargekommen und gehen mit 0:0 in die Halbzeit. Dies war auch verdient tatsächlich und das 1:0 fällt dann aus einer ganz klaren Abseitsposition. Es ist ein Freistoß, der Stürmer steht schon im Sechzehner drin, meine Mannschaft formiert sich am Sechzehner, also es war glasklares Abseits. Das war bitter für meine Mannschaft. Glückwunsch an Eutin, das ist eine sympathische Truppe. Einen Punkt hätten wir uns auf jeden Fall verdient gehabt.“

TSV Gremersdorf – SV Rickling 6:0 (2:0)

Der TSV Gremersdorf wollte nach der Niederlage in Tensfeld wieder eine Reaktion zeigen. Die Niederlage war bitter, doch der Personalsituation geschuldet. Es fehlten einige Spieler, darunter Mittelfeldstratege Lennart Petersen. Dieser sollte nun zurückkehren, wie auch weitere Leistungsträger, sodass erstmals seit vielen Wochen mal wieder ein großer Kader zur Verfügung stand. Christian Ippig hatte somit also einige Optionen für das Heimspiel, doch mit dem SV Rickling gastierte ein Gegner, den man unter keinen Umständen unterschätzen wollte. In der Vorwoche punktete der Aufsteiger gegen Eutin 08 II und zeigte dabei eine ansprechende Leistung. Erst zum Ende schwanden die Kräfte, sodass eine 3:1-Führung aus der Hand gegeben wurde. Nun wollte man erneut aus einer kompakten Defensive heraus spielen und Stürmer Shafi Barkari suchen, der zuletzt immer besser in Form kam. Der Plan sollte allerdings bereits früh über den Haufen geschmissen werden. Es dauerte keine 120 Sekunden, bis Jonas Kock (2.) zur Führung traf. Die Heimmannschaft bestimmte klar das Spiel, ließ den Ball gut laufen und erspielte sich einige Chancen. Das Manko war lediglich die Chancenverwertung. In der 22. Minute sollte es dann einen Freistoß geben, Kock (22.) übernahm die Verantwortung und traf sehenswert zur Führung. Es war zugleich der Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel folgte prompt das dritte Tor der Hausherren durch Felix Severin (46.). Keine 60 Sekunden war der zweite Durchgang dort alt. Im Anschluss sollten die Ostholsteiner dann allerdings etwas den Fuß vom Gas nehmen. Mehrfach kam Rickling so zu Chancen, doch der Treffer blieb, auch dank eines starken Fabian Mandt im Tor, aus. So fuhren die Gastgeber sich nochmal hoch und sollten durch Dustin Gabbey (68.), Lennart Petersen (76.) und Rune Jäkel (87.) das halbe Dutzend voll machen. Es war der Schlusspunkt, sodass keine Zweifel am Heimsieg des Favoriten aufkamen. Trainer Ippig sagte: „Ein souveräner Heimsieg. Einzig die Effektivität vor dem Tor und die Eckbälle sind zu kritisieren. In der ersten Halbzeit lassen wir nichts zu und Jonas Kock, mit direktem Freistoß in den Winkel, schießt das Tor des Monats. Leider nutzen wir nicht alle unsere Chancen. Direkt nach der Halbzeit machen wir das 3:0, betteln danach aber mehrfach um das Gegentor. Da können wir uns bei unserem Keeper Fabian Mandt bedanken, der das zu null hält. Gut, dass wir vielen Spielern Einsatzzeiten verschaffen konnten. Auf diese Leistung lässt sich aufbauen.“

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TSV Lensahn – SG Göhl/Oldenburg 5:1 (3:0)

Das Topspiel am Wochenende in der Kreisliga Südost stieg am Sonntagmittag im Jahnstadion. Der TSV Lensahn empfing als Tabellenführer die SG Göhl/Oldenburg. Beide Mannschaften haben die vergangenen fünf Spiele allesamt gewonnen und dabei mit hoher Offensivqualität überzeugt. Daher war ein munteres Offensivspiel zu erwarten. Personell sah es auf beiden Seiten sehr gut aus, sodass die Vorzeichen für ein packendes Duell zweier Aufstiegsaspiranten positiv waren. Die Heimelf wollte an der gewohnten Herangehensweise nichts verändern. Man vertraute voll und ganz auf die gewohnten Stärken, die zuletzt für den Sprung an die Tabellenspitze sorgten. Oldenburg wollte ebenfalls nicht zu sehr vom eigenen Spiel abweichen, doch insgesamt etwas vorsichtiger agieren. Mattis Markmann startete im Sturm, während Mika Wölk auf dem Flügel agierte. Man nahm sich viel vor, denn unter Zugzwang waren eher die Gäste, die als Verfolger ins Spiel gingen. Die Konter des TSV galt es zu vermeiden, doch der Start in die Partie begann sehr unglücklich. Es gab nach zwei Minuten die erste Ecke, diese sollte Thorben Ratje (2.) zunächst an den Pfosten und anschließend im Tor unterbringen. Bitter für die Oldenburger, die sich kurz darauf bei Torhüter Rico Ott bedanken durften, der einen Freistoß von Lasse Köppen stark parierte. Ansonsten war es ein Spiel mit wenigen Offensivaktionen aus dem Spiel heraus. Nach sieben Minuten musste der Tabellenführer das erste Mal wechseln, denn Verteidiger Wilhelm Gradert konnte aufgrund von Kreislaufproblemen nicht mehr weitermachen.

Nach etwas mehr als 20 Minuten gab es dann die Schlüsselszene in diesem Topspiel. Wölk ging nach einem vermeintlichen Foul von Mostafa Zourgani zu Fall, das allerdings nicht geahndet wurde. Stattdessen sollte der junge Offensivspieler dem Lensahner einen leichten Tritt mitgeben, im Rücken des Schiedsrichters und auch außerhalb des Sichtbereichs des Assistenten. Doch die Lensahner Bank sollte sich massiv beschweren. Nach wenigen Momenten fiel dem Assistenten dann doch etwas auf, sodass er den Hauptschiedsrichter über ein mögliches Vergehen aufklärte. Dieser sollte zunächst Haruna Jammeh den Platzverweis zeigen, doch diesen schnell korrigieren. Der Lensahner Angreifer hatte mit dieser Situation nichts zu tun. Anders war es beim jungen Wölk, der bereits auf der anderen Seite des Platzes zur Ecke bereit war. Er sah die Rote Karte, eine sehr harte Entscheidung, die schwer nachvollziehbar war, da es offensichtlich keiner der drei Schiedsrichter gesehen hatte. So musste Oldenburg also ab der 25. Minute in Unterzahl agieren. Hinzu kam der Rückstand, sodass die Aufgabe nun richtig schwer werden würde. Die Räume auf dem großen Rasenplatz sollten für den TSV größer werden, auch weil der Gast in den Folgeminuten ungeordnet war. Dies nutzte Finn-Ole Ratje (30.) aus, der eiskalt ins lange Eck traf. Dann reagierte Gästecoach Mario Markmann, nahm seinen Kapitän Ben Ehrich runter und brachte dafür einen neuen Außenspieler mit Tim Doormann. Keine 60 Sekunden später sollte es aber das dritte Gegentor geben: Nach Vorarbeit von Prüss traf Haruna Jammeh (32.).

Die Partie war mit 3:0 für Lensahn und der Roten Karte zur Pause bereits entschieden. Es war bitter für den Gast, denn dieses Ergebnis sollte das Spiel überhaupt nicht widerspiegeln. Die spielerisch bessere Mannschaft war die SGGO, doch ein Standard am Anfang sowie zwei Treffer, als der Gegner durch die umstrittene Rote Karte dezimiert und noch nicht ganz geordnet war, sollten den Tabellenführer auf die Siegerstraße bringen. Ansonsten ging wenig aus dem Spiel, einzig Jammeh verpasste. Zur zweiten Hälfte reagierten die Gäste. Man brachte Rasheed Jano und somit noch etwas mehr Tempo. Es galt, an die Schlussminuten des ersten Durchgangs anzuknüpfen, wo man einige Abschlüsse und Chancen verzeichnete, wie beispielsweise durch Tim Röben oder auch Lukas Röhrle. Nach einer Stunde folgte dann allerdings nach einem langen Ball der vierte Treffer für die Platzherren, denn Finn-Ole Ratje (60.) kam vor Ott an den Ball und drückte diesen über die Linie. Nach weiteren Chancen, wie durch Jammeh oder auch erneut Finn-Ole Ratje, sollte der fünfte Treffer noch folgen. Torjäger Jammeh (76.) traf. Nun wurde es deutlich, doch dies lag vor allem daran, dass die SGGO immer weiter mutig nach vorne spielte. In der 83. Minute sollte es dann allerdings den zweiten Platzverweis des Tages geben, denn Mattis Markmann hörte einfach nicht auf, mit dem Schiedsrichter zu diskutieren, sodass er binnen weniger Sekunden die Ampelkarte sah. Die Schlussminuten wurden somit mit neun gegen elf beendet und tatsächlich gelang in doppelter Unterzahl der Ehrentreffer. Es gab den Elfmeter für Oldenburg, den Raheed Jano (92.) zum 1:5-Endstand verwandelte.

Nach 90 Minuten stand ein 5:1-Sieg für den TSV Lensahn unter dem Strich, doch dieser sollte vor allem durch die Rote Karte nach 25 Minuten entstehen. Es war der Knackpunkt in einem bis dato ausgeglichenen Spiel. Beide Mannschaften begegneten sich lange Zeit auf Augenhöhe trotz einer deutlichen Führung. Am Ende stand der Verfolger mit leeren Händen da und zwei Sperren für das nächste Spiel. Trainer Mario Markmann war bedient und sagte zum Spiel: „Wir verlieren das Spiel heute in Lensahn aufgrund von katastrophalen Entscheidungen der Schiedsrichter. Wir bekommen in der ersten Minute nach einer Ecke und einer unübersichtlichen Situation aus einem Gestochere das 0:1. Das verteidigen wir nicht gut. Aber ein Gegentor in der ersten Minute ist auch nicht dramatisch. Wir spielen dann ordentlich und bekommen das Spiel mehr und mehr geordnet und sind die spielerisch bessere Mannschaft. Die Konter von Lensahn bekommen wir verteidigt. Schon in der Phase hätte der Schiedsrichter viel mehr die Fouls unterbinden müssen. Dann gibt der Schiedsrichter diese völlig irre Rote Karte. In einer Situation, in der unser Spieler gefoult wird und das Aufstehen von ihm am Ende wohl als Nachtreten gewertet wird. Der Linienrichter reagiert aber erst viel später, nachdem die Lensahner Bank ihn angeschrien hat. Dann gibt es eine gelbe Karte gegen einen Lensahner Spieler, die er wieder zurücknimmt und dann Rot gegen unseren Spieler. Völlig irre Situation. Dann fangen wir kurz danach durch die Unterzahl das zweite Tor. Dass wir in der Folge weitere Gegentore fangen, liegt daran, dass wir in Unterzahl weiter offensiv spielen. Die Höhe des Ergebnisses ist dann irrelevant. Es macht ja keinen Sinn, über die Leistung des Schiedsrichters und die Verteilung der gelben Karten noch was zu sagen. Es ist das zweite Spiel, das wir durch eine bewusste Fehlentscheidung eines Schiedsrichters verlieren. Ich bin mir sicher, das Spiel wäre anders ausgegangen, wenn wir es mit elf Spielern hätten zu Ende spielen dürfen. Wir hatten selbst in Unterzahl phasenweise die besseren Spielanteile. Daher kann ich der Mannschaft nach der Roten Karte auch keine Vorwürfe machen. Die Jungs haben engagiert gespielt.“

TuS Tensfeld – TSV Dannau 3:3 (0:1)

Der TuS Tensfeld hat zuletzt einen klaren Aufwärtstrend hingelegt. Nach den schwierigen Wochen gab es zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen. Sowohl gegen Eutin II (1:1) als auch Gremersdorf (2:1) wurde nicht verloren, sodass man sich zurückmeldete. Nun stand das Heimspiel gegen den TSV Dannau an und dort sollten die Segeberger der klare Favorit sein. Dannau steht derzeit unter dem Strich, acht Punkte hinter dem jüngsten Gegner. Dieser wollte den Vorsprung vergrößern und sich weiter Luft verschaffen. Dabei fehlten wieder einige Spieler. Die Gäste konnten wieder auf Schlüsselspieler wie Tristan Anders oder auch Maurice Stöffer setzen, doch ansonsten war es ein dünner Kader, der an den Bahndamm reiste. Die Heimelf startete gut in die Partie und sollte sich früh erste Torchancen erspielen. Es war genau das, was sich die Verantwortlichen vorgestellt hatten, doch einzig der Ertrag blieb aus. Man konnte sich noch nicht belohnen. Stattdessen sollte es auf der anderen Seite zu einer kniffligen Situation kommen, wo der Ball vermeintlich an die Hand eines Verteidigers der Segeberger sprang. Es gab den Handelfmeter. Paul Schreiber (24.) trat an den Punkt und brachte den Aufsteiger in Führung.
Das 0:1 war zugleich der Pausenstand aus Sicht des TuS, der den Faden verlor. Man konnte nicht mehr an die Anfangsphase anknüpfen, stand hinten nicht gut und sollte das zweite Gegentor kassieren. Simon Schlichting (72.) legte nach einem Standard für Dannau nach, das nun auf Kurs war, den ersten Sieg in der Fremde einzufahren. Bennet Nagel (81.) sollte allerdings verkürzen, doch nur für kurze Zeit, denn ein Eigentor von Sinakovs stellte den alten Abstand wieder her. Nach 83 Minuten stand es somit 1:3 aus Sicht der Tensfelder, die kurz davor waren, wieder ein Spiel zu verlieren, doch dann war es eine starke Moral. Alex Borgart (87.) verkürzte auf 2:3 und in der Nachspielzeit sollte er sogar (92.) den Ausgleich erzielen. Es war die späte Aufholjagd, sodass doch noch ein Punkt in der „Kuhle“ blieb. Zufriedenheit herrschte dennoch nicht so richtig. Cheftrainer Christoph Hinz sagte: „Wir starten richtig gut und müssen nach 15 Minuten eigentlich schon deutlich führen. Dann kommt der Handelfmeter, den ich ehrlich gesagt nicht gegeben hätte, und wir verlieren komplett unseren Rhythmus. Danach machen wir zu viele Fehler, kassieren ein Standardtor und legen mit einem Eigentor noch einen drauf. Umso wichtiger war es, dass die Jungs sich nicht aufgegeben haben und wir am Ende noch einen Punkt zu Hause behalten. Das nehmen wir mit. Trotzdem gibt es einiges aufzuarbeiten, denn so dürfen wir uns nicht aus dem Spiel bringen lassen.“

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