Nordwestmecklenburg jubelt doppelt und hat eine Schuh-Story dazu

Sieben Tore für Maurine Kicker, starke Antwort von Sieg-Team

Foto: Lobeca/Michael Raasch
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Schönberg – Erfolgreiches Wochenende für die beiden Leistungsclubs aus Nordwestmecklenburg: Der FC Schönberg 95 feierte in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern einen deutlichen Auswärtssieg beim SV Hafen Rostock 61. Auch der FC Anker Wismar hatte Grund zum Jubeln und setzte sich in der NOFV-Oberliga Nord gegen die Füchse Berlin Reinickendorf durch. Beide Mannschaften meldeten sich damit nach ihren Niederlagen am vorherigen Spieltag zurück.

Schönberg dreht nach Anlaufschwierigkeiten auf

Der FC Schönberg 95 hat beim SV Hafen Rostock 61 einen deutlichen 7:0-Auswärtssieg gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Norbert Somodi benötigte allerdings einige Zeit, um in die Begegnung zu finden. In den ersten 25 Minuten wirkten die Gäste noch unsicher. Erst nach einer taktischen Umstellung übernahm Schönberg zunehmend die Kontrolle. Marco Bode (34.) erzielte die Führung, Dennis Godknecht (38.) erhöhte wenig später auf 2:0. Zuvor hatten die Maurine-Kicker einen Elfmeter vergeben, außerdem verhinderte die Latte einen weiteren Treffer.

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Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zu einer klaren Angelegenheit. Tim Niklas Cordt (49.) traf zum 3:0, Salvyen Schmidt (55.) erhöhte auf 4:0. Dennis Godknecht (60.) schnürte anschließend seinen Doppelpack, ehe Schmidt (62.) ebenfalls zum zweiten Mal erfolgreich war. Joshua Lee-Allan Pekrun (80.) stellte schließlich den 7:0-Endstand her.

Somodi zeigte sich gegenüber HL-SPORTS entsprechend zufrieden: „Der Sieg des FC Schönberg war absolut verdient und geht auch in der Höhe völlig in Ordnung. Wenn man sich die Chancen im zweiten Durchgang noch einmal anschaut, hätte das Ergebnis zwar durchaus noch höher ausfallen können, aber wir sind mit dem Resultat vollends zufrieden.“

Der Trainer verwies allerdings auch auf die Schwierigkeiten zu Beginn: „In der Anfangsphase bis zur 25. Minute wirkte die Mannschaft noch etwas fahrig und unsicher, sodass sich das Spiel phasenweise sowohl mit als auch gegen den Ball schwierig gestaltete. Wir mussten uns zunächst ordnen und taktisch umstellen. Danach haben wir zunehmend die Kontrolle übernommen, mehr Ballbesitz generiert und uns im Offensivbereich klar gesteigert.“

Ein kaputter Schuh und zwei Tore

Eine besondere Geschichte lieferte Godknecht. Nach rund einer Viertelstunde ging dem Schönberger der Schuh kaputt. Hilfe kam von Heiko, der ihm kurzerhand seinen linken Schuh überließ. Mit dem geliehenen Schuh gelangen Godknecht anschließend zwei Treffer.

Somodi berichtete dazu: „Nach rund einer Viertelstunde ging Dennis Godknecht der Schuh kaputt, woraufhin ihm Heiko kurzerhand seinen linken Schuh ausleihen musste. Im Anschluss hat Godknecht groß aufgespielt und beide Tore wunderschön selbst erzielt, womit Heiko natürlich indirekt seinen Anteil an den Treffern hatte.“

Mit dem deutlichen Erfolg verbessert sich Schönberg auf den siebten Tabellenplatz. Nach acht Spielen stehen 13 Punkte und eine Tordifferenz von 24:12 zu Buche. Am kommenden Sonntag empfängt die Mannschaft den Rostocker FC.

Anker Wismar zeigt starke Reaktion

Auch der FC Anker Wismar hatte Grund zum Jubeln. Eine Woche nach dem 0:5 bei Optik Rathenow gewann die Mannschaft von Trainer Tobias Sieg ihr Heimspiel gegen die Füchse Berlin Reinickendorf mit 2:1 (1:1). Leon Navrmann (14.) brachte die Gastgeber in Führung, ehe Enes Mert Aslan (39.) für die Berliner ausglich. Nach der Pause sorgte Max Hauer (54.) für den entscheidenden Treffer.

Für Sieg war der Erfolg verdient. „Ein unterm Strich verdienter Sieg gg die Füchse“, erklärte der Trainer gegenüber HL-SPORTS. Vor allem die Leistung im zweiten Durchgang überzeugte ihn: „Das war heute nicht ausschließlich leidenschaftlich, sondern vor allem in der zweiten Halbzeit auch fußballerisch eine ansprechende Leistung.“

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Sein Fazit fiel entsprechend emotional aus: „Das Team hat heute alles reingeworfen und damit meine ich jeden einzelnen. Krasse Energie. Maximal stolz auf die Truppe“

Durch den Erfolg klettert Anker Wismar mit 16 Punkten aus zehn Spielen auf den sechsten Tabellenplatz. Die Füchse Berlin rutschten mit 17 Zählern von Rang zwei auf vier. Kommenden Sonntag geht es zu Sparta Lichtenberg.

Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern – 9. Spieltag (30. Oktober – 1. November)

Pastow – FC Förderkader 4:2
Greifswalder FC II – Malchow 0:2
Neubrandenburg – Doberan 5:0
Dynamo Schwerin – Kühlungsborn 3:0
Rostocker FC – Penzlin 3:5
Hafen Rostock – Schönberg 0:7
Warnemünde – Pampow 4:2
Bergen – Bentwisch 1:3

Die Tabelle

Pl.MannschaftSp.Diff.Pkt.
1.Neubrandenburg9+2723
2.Pastow9+2122
3.Malchow9+1318
4.Penzlin8+415
5.Schwerin8+215
6.Warnemünde8+214
7.Schönberg8+1213
8.Pampow8013
9.Kühlungsborn9-313
10.Greifswald II8+511
11.Bentwisch9-210
12.Hafen Rostock8-217
13.Doberan9-166
14.Rostocker FC8-125
15.Bergen8-125
16.FC Förderkader8-200

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NOFV-Oberliga Nord – 10. Spieltag (30. Oktober – 1. November)

Hertha Zehlendorf – Neustrelitz 3:0
Lichtenberg 47 – Siedenbollentin 1:1
Hansa Rostock II – Rathenow 0:1
Makkabi – Berliner AK 0:1
Stendal – Mahlsdorf 0:4
Klosterfelde – Mecklenburg Schwerin 1:1
Anker Wismar – Füchse Berlin 2:1
TeBe Berlin – Sparta Lichtenberg 1:2

Die Tabelle

Pl.MannschaftSp.Diff.Pkt.
1.Mahlsdorf10+1022
2.Berliner AK10+419
3.Zehlendorf10+1118
4.Füchse Berlin10+317
5.Rathenow10+416
6.Anker Wismar10-416
7.Siedenbollentin10+515
8.Lichtenberg 4710+215
9.Hansa II10+713
10.TeBe Berlin10-112
11.Sparta10-312
12.Schwerin10-311
13.Klosterfelde10-610
14.Stendal10-79
15.Makkabi10-138
16.Neustrelitz10-97

Bildquellen

  • lobeca_3855_Michael_Raasch_20180501: Foto: Lobeca/Michael Raasch
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