
Preetz – Am Dienstagabend kam es in der Kreisliga Südost zu einem Nachholspiel. Der TSV Gremersdorf gastierte beim FT Preetz. Eine schwierige Aufgabe wartete auf den Verbandsligaabsteiger, der mit großem Respekt ins Fichtestadion fuhr. Am Ende sollte es dennoch drei Punkte geben, sodass der zweite Platz gefestigt wurde.
Preetz wartet auf Heimsieg
Nach einem deutlichen 6:0-Heimsieg gegen den SV Rickling galt es für den TSV Gremersdorf am Dienstagabend nachzulegen. Der Verbandsligaabsteiger belegt Platz zwei und ist daher derzeit Verfolger Nummer eins von Ligaprimus Lensahn. Umso wichtiger war es, dass man keine Punkte liegenlassen würde. Dies war in der Fremde bereits zu oft der Fall in dieser Saison. So wurde beispielsweise das Gastspiel in Tensfeld verloren. Dort war es allerdings vor allem die schwierige Personalsituation, auf die die Pleite zurückzuführen war. Nun sollte ein gut besetzter Kader des TSV ins Fichtestadion reisen. Dort war das Ziel für die heimische FT ebenfalls klar. Es sollte nach vier sieglosen Spielen zu Hause mal wieder gewonnen werden. Die gewohnte Heimstärke ist etwas abhandengekommen, auch wenn nur zweimal verloren wurde. Gegen Fehmarn und Dersau gab es eben auch Remis, wobei man in beiden Spielen ganz klar zwei Punkte verlor. Man war dem Dreier dort jeweils näher. Nun hoffte die Mannschaft von Florian Manstein auf die Defensivstärke, denn als zweitbeste Defensive der Liga ging diese ins Spiel. Personell gut aufgestellt mit einem neuen, jungen Keeper im Tor sowie ohne den gesperrten Focke galt es, dem Gegner möglichst lange das Leben schwer zu machen. Mit einem Sieg würde die FT nach kleiner Durststrecke wieder im oberen Drittel anklopfen.
Wenig los in Halbzeit Eins
In der ersten Halbzeit sollte der Plan der Preetzer aufgehen. Man stand sehr tief, kam über Kompaktheit und versuchte, auf schnelle Umschaltmomente zu lauern. Zwar gab es offensiv wenige Akzente, doch hinten wurde ebenfalls kaum etwas zugelassen. Eine ereignisarme erste Halbzeit war die Folge. Diese endete ohne Tore. Gästecoach Christian Ippig sagte: „Eine quasi ereignislose erste Halbzeit. Preetz stand in der eigenen Hälfte und machte die Räume eng. Wir haben dagegen keine Lösungen gefunden, auch weil wir uns zu wenig bewegt und zu viele lange Bälle gespielt haben.“ Nach dem Seitenwechsel hoffte der Gast auf eine Steigerung. Mehr Tempo und Dynamik sowie Geduld waren nun gefragt. Dies brachten die Ostholsteiner nun auf den Platz, denn Ippig sagte: „Ganz anders sind wir dann in die zweite Halbzeit gestartet. Plötzlich waren alle wach und endlich haben wir uns dann auch durch mehr Bewegung Räume geschaffen. Vor allen Dingen haben wir nach Ballverlust sofort umgeschaltet und die Bälle zurückerobert. Preetz hat seine Ordnung verloren und nur noch lange Bälle gespielt. Schon vor dem 0:1 hatten wir uns Chancen erarbeitet. Nach dem Tor haben wir den Druck hochgehalten, leider einige Chancen nicht genutzt.“
Gremersdorf kommt in Fahrt
Felix Severin (59.) sollte die Führung für Gremersdorf nach rund einer Stunde besorgen. Es war die verdiente Führung. Ein Doppelwechsel bei den Platzherren sollte wieder mehr Ordnung bringen, sodass Spielertrainer Manstein und Co-Trainer Kay Warkotsch sich entschieden, mit Clemens Bosse Kiosz und Luke Fingerhut zwei frische, junge Kräfte zu bringen. Dennoch blieb der TSV Gremersdorf am Drücker und sollte nach einigen vergebenen Chancen durch Lennart Petersen (81.) nachlegen. Bereits Saisontor Nummer elf war es für den wichtigen Mittelfeldmotor. Die Vorentscheidung sollte dies allerdings noch nicht sein, denn nur drei Minuten später sollte Joker Piet Schööps (84.) den Anschlusstreffer erzielen. Nur eine Minute später wurde der 18-jährige FT-Keeper Lukas Schmidt, der sonst in der U19 regelmäßig zum Einsatz kommt, allerdings zum dritten Mal überwunden. Ein ruhender Ball von Petersen sollte den großgewachsenen Rune Jäkel (85.) finden, der nach seiner Einwechslung ebenfalls erfolgreich war. Der Deckel war nun drauf, sodass Gremersdorf die drei Punkte mit zurück an den Bankendorfer Weg nahm. Der siegreiche Coach sagte: „Insgesamt eine sehr gute zweite Halbzeit mit viel Bewegung und Einsatz. Dadurch haben wir uns den Sieg verdient.“








