Binz – Der eine, ein Favorit mit Vorschusslorbeer, holt wieder Gold – der andere, ein Neuling auf Meisterschaftsebene, gewinnt Silber: John Bielenberg und Erik Adamyan haben die Erfolgsstory ihres Vereins bei den Internationalen Deutschen U17-Meisterschaften um ein ganz exquisites Kapitel fortgeschrieben. Und Tolga Tanriverdi, Chef im Ring beim Boxclub Lübeck, lobte Trainer Athar Ghazal: „Er hatte wieder das richtige Händchen bei einem wichtigen Turnier und konnte die gute Arbeit im Boxclub Lübeck vor großer Kulisse mit seinen Sportlern präsentieren.“

Das Ausnahmetalent John Bielenberg (Foto, bei der Siegerehrung), Deutscher Meister und Vize-Europameister 2017 in der Klasse bis 60 kg, verteidigte seinen Vorjahrstitel bravourös und feierte mit seinem Heimtrainer Athar Ghazal in der Ringecke einen großartigen Erfolg.

Bielenberg traf in Binz auf ein sehr stark besetztes Feld mit im Stützpunkt geförderten Boxern und mehrfachen Deutschen Meistern. Doch Bielenberg ließ nichts anbrennen. In seinem ersten Kampf gewann er durch technischen K.o. in der 3. Runde. Seinen Viertelfinal- und Halbfinalkampf entschied der Lübecker souverän mit 5:0-Punktrichterstimmen und zog ins Finale ein. Mit Niko Zdunowski aus Delmenhorst stand ihm ein zweimaliger Deutscher Meister gegenüber. Doch Bielenberg ließ in den drei Rundne keine Zweifel aufkommen, wer als Goldjunge den Ring verlassen würde: 5:0 auch diesmal das Votum der Punktrichter – und damit war der Vize-Europameister Internationaler Deutscher Meister der U17.

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Erik Adamyan debütierte bei der DM in der Gewichtsklasse bis 42 kg. Mit geringer Anzahl von Kämpfen eher einer der unerfahrenen Nachwuchsboxer in diesem Turnier, trumpfte er im Halbfinale mit „einer bärenstarken Leistung“ (Tolga Tanriverdi) auf und zog ins Finale gegen Ali-Turpal Baymuradow aus Frankfurt am Main ein. Beide Boxer lieferten sich einen Kampf auf Augenhöhe, den Baymuradow schließlich für sich entschied. „Mit Silber bei seiner ersten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft erfüllte er jegliche Erwartungen“, kommentierte Tolga Tanriverdi.

Die Bilanz seines Klubs, der seit Jahresbeginn dem Hamburger Amateurbox-Verband angehört, hätte kaum besser ausfallen können. Der Hamburger Verband sammelte so (mit sechs Sportlern) fünf Medaillen ein: 2x Gold, 1x Silber und 2x Bronze.

 

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