Lübeck – Die rund 200 Zuschauer sahen am Montag beim letzten Lübecker Hallenturnier des Jahres einen verdienten Sieger aus der Kreisliga. Am Ende siegte der Kreisligist VfL Bad Schwartau gegen die starke Hamburger A-Jugend des Rahlstedter SC.

Bereits in der Vorrunde konnten sich beide Teams mit jeweils vier Siegen ohne Punktverlust für das Halbfinale qualifizieren. Dabei kam es in den Gruppenspielen zu 75 Toren. Die Stimmung stieg in der Hansehalle bei dem wohl kuriosesten Spiel zwischen dem Türkischen SV und dem TSV Seedorf-Sterley. Beim Stand von 2:2 gab es für die Lauenburger eine doppelte Zwei-Minuten-Strafe, die der Lübecker Vertreter erst kurz vor Ablauf nach etlichen Chancen zur Führung nutzen konnte. Als die Uhr nur noch 33 Sekunden Restspielzeit anzeigte, musste der Türkische SV nun ohne zwei Spieler auskommen. Die Spannung bei den Zuschauern riesengroß, denn nun drängten die Seedorfer auf den Ausgleich, denn auch hier kam es zu einigen Hochkarätern, die nicht genutzt wurden. Letztendlich trudelte ein Ball der Seedorfer Angriffsbemühungen dann vier Sekunden vor der Schlusssirene über die Linie ins Tor des TSV zum 3:3-Ausgleich, was die Halle zum jubeln brachte. Dieses Spiel sorgte noch einige Zeit für Gesprächsstoff, bis im Halbfinale jeweils das Neunmeterschießen herhalten musste. Neben den beiden Gruppenersten qualifizierten sich auch Gastgeber Viktoria 08 sowie Grün-Weiß Siebenbäumen für die Semifinals. Die Rahlstedter Junioren kamen gegen die Lauenburger mit einem 3:2 weiter und die Marmeladenstädter schafften es in einem langen Entscheidungsschießen über die Viktorianer (6:5) ins Finale.
Im Spiel um den dritten Platz behielt die Mannschaft von Viktoria-Trainer Hakan Temnur die Oberhand und konnte mit 4:2 (ebenfalls im Neunmeterschießen) gewinnen.

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Im Endspiel zwischen dem VfL Bad Schwartau und dem Rahlstedter SC sah es früh nach einem klaren Erfolg für den Lübecker Kreisligisten aus. Leonid Lang brachte seine Farben mit 2:0 in Führung, doch die Hamburger Junioren steckten nicht auf und schafften in der letzten Minute den Anschlusstreffer durch Mateo Evers. RSC-Keeper Denny Cyganec hätte Sekunden vor dem Ende mit einem Distanzschuss aus dem eigenen Strafraum fast noch den Ausgleich erzielen können, doch sein sehenswerter Versuch landete nur am Pfosten. Da ging ein Raunen durch die Zuschauerränge. Danach war Schluss und der VfL sicherte sich den Sieg beim 32. Traditionsturnier.

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