Hamburg – Es dauerte bis um 17.22 Uhr am Samstag, als es amtlich war, dass der Hamburger SV zum ersten Mal in seiner Geschichte aus der Bundesliga abgestiegen war. Zwar gewannen die Rothosen mit 2:1 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach, doch als der Schlusspfiff in der Partie des VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Köln 4:1 (1:1) ertönte, war nichts mehr zu retten. Der HSV steigt somit als 17. der Tabelle direkt in die 2. Liga ab.

Die Leistung der Titz-Elf war gut, Hunt (11.) traf nach Videobeweis eines Zakaria-Handspiels per Strafstoß zur Führung. Die Hausherren machten Druck, waren dem zweiten Tor näher als die Gladbacher, denen nicht viel gelang, dem Ausgleich. Drmic (28.) änderte das überraschend nach einem Pass von Hazard zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel zeichnete sich Borussia-Torwart Sommer mehrfach aus und verhinderte ein Gladbacher Debakel. Ito und Kostic scheiterten gleich mehrfach an ihm. In der 63. Minute sorgte Holtby wieder für Hoffnung bei den Fans. Der überragende Ito bediente ihn zur 2:1-Führung. Wood erwischte einmal mehr keinen guten Tag und verließ den Platz nach 71 Minuten mit der Ampelkarte. Zweimal ein zu hartes Einsteigen in beiden Halbzeiten zeichneten für den US-Nationalspieler den Abgang.

Kurz vor dem Ende sorgten HSV-Anhänger hinter dem Tor von Sommer für ein Pyro-Inferno, das annährend an das der Kölner Fans vor sechs Jahren erinnerte. Die vernebelten damals in ihrem letzten Saisonspiel das halbe Stadion und stürmten den Platz. Die Hamburger standen ihnen am vergangenen Samstag in Nichts nach. Ein Platzsturm blieb im Volkspark aus. Die Partie wurde für 18 Minuten unterbrochen, bis Schiedsrichter Brych danach das Szenario mit einem Schiedsrichterball beendete.

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Wolfsburg trifft nun ab Donnerstag in der Relegation auf Holstein Kiel. Die Hamburger werden nach dem Sommer im Bundesliga-Unterhaus um den Wiederaufstieg spielen.

Dabei sein wird weiterhin Stephan Ambrosius, der schon vor dem letzten Spiel einen Profivertrag erhielt. Ebenfalls wird die Stadionuhr bestehen bleiben. Sie soll künftig die Zeitspanne seit der Clubgründung am 29. September 1887 anzeigen. Auch „Dino Hermann“ wird voraussichtlich das HSV-Maskottchen bleiben.

34. Spieltag:
München – Stuttgart 1:4
Hoffenheim – Dortmund 3:1
Berlin – Leipzig 2:6
Freiburg – Augsburg 2:0
Schalke – Frankfurt 1:0
Leverkusen – Hannover 3:2
Hamburg – Mönchengladbach 2:1
Mainz – Bremen 1:2
Wolfsburg – Köln 4:1

Pl.TeamSp.TorePkt.
1. Bayern München 346484
2. Schalke 04 341663
3. 1899 Hoffenheim 341855
4. Borussia Dortmund 341755
5. Bayer Leverkusen 341455
6. RB Leipzig 34453
7. VfB Stuttgart 34051
8. Eintracht Frankfurt 34049
9. B. Mönchengladbach 34-547
10. Hertha BSC 34-343
11. Werder Bremen 34-342
12. FC Augsburg 34-341
13. Hannover 96 34-1039
14. FSV Mainz 05 34-1436
15. SC Freiburg 34-2436
16. VfL Wolfsburg 34-1233
17. Hamburger SV 34-2431
18. 1. FC Köln 34-3522
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