Mit unbändigem Kampfgeist hat Kroatien das Team der „Three Lions“ mit einem 2:1 nach Verlängerung niedergerungen. Und England ist wieder einmal nur Zuschauer in einem WM-Finale. Kroatien zieht zum ersten Mal in ein WM-Endspiel ein – am Sonntag, 17 Uhr, gegen Frankreich, an gleicher Stätte wie gestern. England bleibt das Spiel um Platz 3 am Sonnabend in St. Petersburg.

Erst nach einer Stunde waren die Kroaten im Spiel, bis dahin wähnten sich die englischen Fans im Fußball-Himmel über dem Moskauer Luschniki-Stadion. In der 5. Minute gingen die Engländer durch ein Freistoß-Tor in Führung. Über die Abwehrmauer hinweg flog der von Kieran Trippier geschossene Ball ins Tor. Fortan bestimmten die Engländer Tempo und Spiel. Aber dann die 68. Minute: Ivan Perišić drückt mit hohem Bein eine Flanke von Sime Vrsaljko über die Linie – 1:1. Und England zerbrach an diesem Treffer, die Kroaten wurden von Minute zu Minute stärker – hatten wenig später Pech bei einem Pfosten-Schuss von Perišić (72.). Bis zum Ende der regulären Spielzeit sollte das entscheidende Tor nicht mehr fallen.

Zum dritten Mal bei dieser WM mussten die Kroaten in die Verlängerung – und sie erhöhten den Druck, England wankte. Und der WM-Traum platzte nach 108 Minuten: Mario Mandžukić, einst in Diensten beim VfL Wolfsburg und mit Bayern München 2013 Triple-Gewinner, jetzt bei Juventus Turin ein Star, traf in bester Torjäger-Art aus spitzem Winkel zum 2:1.

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Fußballspielen und das Kämpfen hat Mandžukić im schwäbischen Ditzingen gelernt. Dorthin kam er Anfang der 1990er Jahre während des Bosnien-Kriegs als Flüchtlingskind mit seinen Eltern nach Deutschland. Später musste er nach Kroatien zurück.

Kroatiens Co-Trainer Ivica Olic, der frühere HSV-Spieler, kommentierte überglücklich: „Unser Traum geht weiter.“

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