Eichede – Wieder zurück nach dem absolvierten fünftägigen Trainingslager in der Türkei laufen die Planungen für den Rückrundenstart beim SV Eichede (9. Februar) weiter auf Hochtouren. Trainer Oliver Zapel zeigte sich zufrieden und sagte zu HL-SPORTS: „Es war großartig für Spieler und Trainer, wenigstens einmal für fünf Tage mehrmals täglich miteinander arbeiten zu können. Alleine in dieser kurzen Zeit haben wir gemerkt, welch große Fortschritte man dadurch erzielen kann. Wir haben jede Minute in der Türkei genossen und in abwechslungsreichen Einheiten auf und abseits des Platzes unter Profibedingungen trainiert. Dadurch sind wir nochmals enger zusammen gerückt und haben uns auf die extrem schwierige Phase in den kommenden Monaten vorbereitet. Jetzt gilt es, diese Stimmung zu halten, auch wenn uns der Alltag bereits gestern Abend wieder eingeholt hat, als wir bei Eisregen trainieren mussten.“

Dabei soll noch diese Woche eine der „größten Baustellen“ der Stormarner behoben werden – möglichst in der Offensive  nachgelegt werden. Notwendig geworden ist dieses nicht zuletzt durch den verletzungsbedingten Ausfall von Arnold Lechler. Beim „Edeljoker“ (6 Tore) wurde vor zehn Tagen ein „verschleppter“ Leistenbruch diagnostiziert, der bei der nun am Freitag anstehenden OP in Lübeck behoben wird.

Trotzdem droht dem Angreifer laut Trainer Zapel „das Aus bis zum Saisonende.“ So ist der Regionalligist gezwungen zu handeln – und hat auch schon jemanden ins Auge gefasst. Vom Ligakonkurrenten SV Wilhelmshaven soll möglichst Abdel Abou Khalil ans Ernst-Wagener-Stadion gelotst werden. Die Zeichen, das das auch gelingt stehen nicht schlecht. So soll der 22-jährige, gebürtige Hamburger mit libanesischen Wurzeln, der auch mit in die Türkei gereist war und dort die Verantwortlichen der Stormarner überzeugt hatte, durchaus Interesse bekundet haben, in die Nähe seiner Geburtsstadt zurückzukehren. Eine Entscheidung könnte schon am Freitag fallen – und die soll laut SVE-Coach Oliver Zapel möglichst auch positiv ausfallen. „Für uns wäre das eine echte Bereicherung, würde uns weiterbringen“, glaubt der 46-Jährige.

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Unabhängig davon testet Eichede bereits ab Mittwoch wieder. Das Regionalligateam kickt am 22. Januar um 19:30 Uhr an der Jenfelder Allee auf der Sportanlage des Hamburger Fußballverbandes gegen den SV Altengamme. Am Samstag geht es auf den Kunstrasenplatz in Bad Segeberg gegen den Niendorfer TSV (Oberliga Hamburg). Am Sonntag ab 14 Uhr folgt ebenfalls in Segeberg die Partie gegen den FC Elmshorn (Oberliga Hamburg).

Und auch das SH-Liga-Team des SVE hat einen vollen Terminplan. Am Mittwoch (19:00 Uhr) geht es in Berkenthin gegen den TSV Pansdorf (Verbandsliga Süd-Ost). Drei Tage später in Bad Segeberg (12:00 Uhr) gegen den Hamburger Sechstligisten TuRa Harksheide (Hammonia-Staffel). Dazu am Sonntag an selbiger Stelle (12:00 Uhr) gegen den in der Hansa-Staffel beheimateten Hamburger Landesligisten SC Schwarzenbek.

Zapel sagte diesbezüglich zu HL-SPORTS: „Die nächsten Testspiele werden wir dazu nutzen, die Abläufe im Regionalliga- und SH-Liga-Team zu stabilisieren. Dabei liegt der Fokus aber eindeutig auf der Regionalliga, denn die startet schließlich zwei Wochen eher als die SH-Liga. Außerdem geht es natürlich für jeden auch darum, sich für die anstehenden Aufgaben zu empfehlen. Wer jetzt nicht Gas gibt und bedingungslos überzeugt, darf sich später nicht beschweren. Eine Vorbereitung ist schließlich kein Ausflug in den Zoo! Da muss man Schmerzen und Unannehmlichkeiten auch mal ausblenden können. Nur wer das schafft, der kann auch Abstiegskampf.“

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