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Lübeck – Es war nicht das erwartet schwere Auswärtsspiel. Überraschend leicht hatte es der TSV Travemünde beim 35:22 (21:13)-Sieg in Altlandsberg. Da das Spitzenspiel des Frankfurter HC gegen den Buxtehuder SV 23:23 endete, konnten die Raubmöwen ihre Tabellenführung zusätzlich ausbauen. Trainer Thomas Kruse war rundum zufrieden: "Heute haben wir konsequent das umgesetzt,  was wir uns vorgenommen haben. Mir persönlich ging es darum, nicht sofort unsere individuellen Stärken in die Waagschale zu werfen, sondern unsere Konzeption durchzuziehen. Das hat wunderbar geklappt, die Treffer waren gleichmäßig über die Mannschaft verteilt, alle Spielerinnen haben mehr als einmal getroffen. Eine absolut überzeugende Leistung von allen."

Frederikke Lærke gelang nach 92 Sekunden den ersten Treffer des "1860er"-Duells. Kurze Zeit später lag die Kruse-Sieben zwar mit 1:3 zurück. Doch keine Anzeichen von Nervosität, Laura Riehl und Luisa Kieckbusch mit je zwei Toren sowie Karen Wessoly sorgten bis zur neunten Minute für eine 6:3-Führung.

Das gab zusätzliche Sicherheit; Keeperin Charline Röhr hielt ihre ersten Bälle, das Umschalten von Abwehr auf Angriff und umgekehrt lief um einiges flüssiger. Der Halbzeitstand von 21:13 für den Tabellenführer war gerade hinsichtlich der Offensivleistung ein Beleg dafür.

Die zweite Hälfte begann von beiden Seiten sehr stockend, es dauerte über vier Minuten, ehe die Altlandsbergerin Sophie Lütke erstmals traf. Und abermals blieben die Gäste von der Ostsee cool. Laura Riehl, Leonie Wulf (2) und Katharina Naleschinski bauten den Vorsprung auf 25:14 aus.

Nach knapp 43 Minuten, Travemünde führte uneinholbar mit 29:17, bekam die zweite Torhüterin Lina Pooch ihre verdiente Einsatzzeit. Pooch führte sich mit zwei Paraden passend ins Spiel ein.

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In den letzten zehn Minuten hielt sich Travemünde  merklich zurück, sonst wäre die 40-Toremarke wahrscheinlich geknackt worden.

Sehr wohltuend war die Altlandsberger Gastfreundlichkeit auch außerhalb des Feldes. Thomas Kruse erhielt vom Vorstand stellvertretend für das Team zwei Flaschen Sekt für eine feucht fröhliche Rückfahrt.

Auch für Charline Röhr gab es nach dem Sieg eine Belohnung der besonderen Art: Ein Fan spendierte "Charly" die von ihr so geliebte eiskalte Milch.

Die Raubmöwen spielten mit: Röhr, Pooch – Wulf (4), Stammer (2), Riehl (3), Naleschinski (2), Schmidt (2), Haupt (7/1), Lærke (7/1), Kieckbusch (2), Wessoly (6).

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