Eichede – Ein Sieg wäre für den SV Eichede drin gewesen, der als Tabellenletzter der Regionalliga Nord tief im Abstiegssumpf steckt. Ein 4:5 (1:2) brachte die Mannschaft von Oliver Zapel am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen den Goslarer SC im Ernst-Wagener-Stadion auf den tiefen Rasen, der durch Dauerregen schlecht bespielbar war. Die Partie wogte hin und her.

Die Hausherren gaben sofort Gas und kamen in der 3. Minute durch Haris Huseni zur ersten Chance. Der Stürmer kam im Goslaerer Strafraum zum Schuss, den David Grof im Gäste-Tor zur Ecke lenken konnte. In der 8. Minute nutzte Fousseni Alassani einen Pass in die Spitze und schob das Leder aus neun Metern ins lange Eck zur 1:0-Führung für den SVE.

Garrit Golombek hatte zwei Minuten danach die Chance zum Ausgleich, doch der Niedersachse traf nur den Pfosten. Der Gastgeber setzte weiter nach und Alassani hatte in der 12. Minute eine Doppelchance, die er allerdings nicht verwertete. Danach übernahmen die Gäste das Kommando und kamen in der 33. Minute zum verdienten Ausgleich. Einen Pass von Thomas Ströhl legte Adnan Hotic mit der Hacke auf Kewin Pannewitz zurück, der aus zwei Metern das 1:1 erzielte.

Die nächste Möglichkeit für die Harz-Kicker hatte Nils Pichinot in der 38. Minute, doch seine Volleyabnahme im Strafraum ging knapp am Kasten von Fabian Lucassen vorbei. In der 41. Minute dann ein kleiner Schock für die Zapel-Elf, denn Huseni musste verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Abou Khalil. Kurz darauf hatte Simon Koops die erneute Führung auf dem Fuß, doch er rutschte am Ball vorbei. Sekunden vor der Halbzeit erhöhten die Goslarer auf 2:1, nachdem SVE-Kapitän Jan-Ole Rienhoff bei einem langen Ball klären wollte und diesen als Bogenlampe über seinen eigenen Torhüter ins Netz beförderte.

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Nach dem Wechsel machten die Goslarer da weiter, wo sie vor der Pause aufhörten. Kevin Kahlert stieg im Eicheder Strafraum am höchsten, sein Kopfball ging nur knapp über die Latte. Aus heiterem Himmel schöpfte der Tabellenletzte Hoffnung, als der eingewechselte Khalil einen Zuckerpass von Alassani mit der Fußspitze ins lange Eck zum 2:2 verwertete. Die Antwort der Gäste folgte prompt, denn in der 56. Minute traf Kahlert zur 3:2 aus kurzer Entfernung ins Netz. Es ging munter weiter, denn in der 57. Minute wurde Khalil im gegnerischen Strafraum gefoult und der SVE bekam den ersten Elfmeter in seiner Regionalliga-Geschichte. Alassani trat an und ließ Grof keine Chance mit dem Ausgleich zum 3:3.

Die Stormarner witterten ihre Chance und kamen über Flodyn Baloki in der 65. Minute zur inzwischen nicht unverdienten Führung. Der Mittelfeldspieler schoss nach einem Solo durch die Gäste-Abwehr von der rechten Strafraumkante den Ball ins kurze Eck zum 4:3. Pichinot machte die Hoffnung jedoch wieder zunichte, als er in der 74. Minute das Leder zum 4:4 über die Linie drückte. Die Gäste danach wieder mit Oberwasser und Lucassen musste zwei Mal retten, als Kahlert (77.) und Pannewitz (79.) die erneute Führung der Gäste auf dem Fuß oder dem Kopf hatten. Der für Alassani eingewechselte Arnold Lechler hatte in der 85. Minute das 5:4 für die Gastgeber auf dem Fuß, doch der Winkel war zu spitz und der Ball trudelte parallel zur Torlinie nicht ins Netz. Dafür machte es der GSC zwei Minuten später besser und erzielte den 5:4-Siegtreffer. 

Vor dem Spiel wurde bekannt, dass die Stormarner in der neuen Saison nicht mehr mit Malik Issahaku und Huseni planen. „Zur Zeit sieht es so aus, dass die beiden sich anders orientieren wollen", hieß es. Für Issahaku steht ein Studium in Köln an und Husseni hat anscheinend Angebote aus der dritten Liga.

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