„Coach Esume“ alias Patrick Esume
Foto: Lobeca/Seidel

Hamburg – Seit Dienstag ist der Hamburger SV wieder im Training und arbeitet an der Vorbereitung für das nächste Spiel in der 2. Bundesliga am kommenden Sonnabend um 13 Uhr bei Erzgebirge Aue – und auch daran, die Derby-Schmach schnell zu vergessen.

Fein und Pohjanpalo wieder dabei

Während Adrian Fein schon zum Wochenstart mit seiner Gesichtsmaske (nach Jochbeinbruch) mitmischte, pausierte Joel Pohjanpalo noch, stieß allerdings am Mittwoch zum Team zurück. Im Stadtderby gegen den FC St. Pauli erlitt er eine Beckenkamm-Prellung. Auch Jan Gyamerah mischte über weite Teile des Mannschaftstrainings mit. Der Abwehrspieler zog sich Mitte September des vergangenen Jahres einen Wadenbeinbruch zu. Er befindet sich also auf dem Weg zurück.

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Gepostet von Coach Esume am Sonntag, 2. Februar 2020

Der „Coach“ mischt mit

„Coach Esume“ ist seit Mittwoch ebenfalls beim HSV dabei. Der Football-Trainer und TV-Moderator hospitiert beim Club vom Volkspark in den kommenden Tagen. Sportvorstand Jonas Boldt und Chef-Trainer Dieter Hecking setzten sich für den 46-Jährigen ein. Patrick Esume wird Hecking über die Schulter schauen. „Patrick hat sehr interessante Ansichten und Erfahrungen im Teamsport gesammelt, über die wir uns schon mehrfach ausgetauscht haben. Ich halte einen Blick über den Tellerrand hinaus auch zu anderen Sportarten immer für sinnvoll. Unser Trainerstab hat sich ebenfalls dafür ausgesprochen. Und da hat sich jetzt die Möglichkeit ergeben, diese Hospitationsidee umzusetzen “, sagt Boldt, der Esumes aus seiner Zeit bei Bayer Leverkusen kennt.

Boldt: „Die Wunde ist tief“

Der Sportvorstand sprach bei hsv.de im Übrigen über die Derby-Pleite und sagte dazu: „Das Ding hat gesessen und die Wunde ist tief. Das geht uns so und mir ist sehr bewusst, wie schlecht es den Fans damit geht, das haben wir ganz klar wahrgenommen. Ich bin jetzt schon ein paar Monate dabei und traue mir zu, einschätzen zu können, wie tief dieser Stachel bei allen HSVern sitzt. Das hat uns getroffen, das merkt man deutlich. Aber unser Ansatz ist trotzdem nicht, jetzt Trübsal zu blasen, sondern weiterzuarbeiten und es erneut zu packen, nach einem Rückschlag die Kräfte zu bündeln und unseren insgesamt guten Weg fortzusetzen – so bitter das Erlebte am vergangenen Wochenende auch war. Das schaffen wir aber nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Und mit alle meine ich wirklich alle, die es mit dem HSV halten. Für mich gibt es kein „wir hier“ und „die da“, sondern nur ein großes Wir. Das ist etwas, was wir als HSV immer wieder lernen müssen: Sich im Falle eines Rückschlags, so heftig er auch war, nicht einfach auf die Suche nach dem einen Schuldigen zu machen, sondern gemeinsam wieder nach vorn zu schauen und geschlossen die nächste Aufgabe anzugehen.“

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt
Foto: Lobeca/Kaben

Nächster Sommer-Transfer schon fix?

Hinter den Kulissen wird beim Hamburger SV fieberhaft an der Mannschaft für die neue Saison gearbeitet. Nach Amadou Onana (TSG Hoffenheim U19) soll der nächste Neuzugang schon so gut wie fix sein. Laut „Sport Bild“ ist sich Tobias Strobl von Borussia Mönchengladbach mit den Rothosen einig. Der Vertrag des 29-Jährigen bei den Fohlen läuft aus und der Mittelfeldspieler würde vermutlich nur an die Elbe wechseln, wenn der HSV aufsteigt. Strobl wäre der Fein-„Ersatz“, der im Sommer wohl zu allergrößter Wahrscheinlichkeit zurück zum FC Bayern München geht. Die Ausleihe ist dann beendet.

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