VSG Lübeck unterliegt WiWa Hamburg
Foto: Lobeca/Raasch

Lübeck – Spannender konnten die Voraussetzungen für das Hinrunden-Finale der Regionalliga Nord nicht sein. Der Fünfte VSG Lübeck empfing die punktgleichen Tabellennachbarn VG WiWa Hamburg. Die Lübecker Heimspielkulisse in der Thomas-Mann-Schule zeigte sich ebenfalls von ihrer besten Seite, jedoch konnten die Spieler der VSG sich und die Zuschauer nicht mit einem Heimsieg belohnen. Sie unterlagen 1:3 (16:25, 30:28, 20:25, 21:25).

Zu Beginn des ersten Satzes spiegelte sich die Punktgleichheit in der Tabelle in einem offenen Schlagabtausch der beiden Teams wieder, doch das selbstbewusste und konstante Auftreten der Gäste führte dazu, dass die Heimmannschaft um Kapitän Philipp Rey den Anschluss verlor und den ersten Durchgang deutlich (16:25) verlor.

Als Konsequenz veränderte Coach Marco Schlicht die Aufstellung, sodass Paulus Chardon, der niederländische Neuzugang und spätere MVP, die Aufgabe des Zuspielers übernahm und Christoph Menge als Diagonalangreifer eingesetzt wurde. Die gewonnene Motivation durch eine vollbesetzte Halle und die Besinnung auf den eigenen Spielplan ließ die lübschen Jungs mit einer 5-Punkte-Führung in den zweiten Satz des Abends starten. Sämtliche Spielelemente wie Annahme, Zuspiel und Angriff funktionierten nun besser, doch die Hamburger hielten dagegen und holten Punkt für Punkt auf. In der Crunchtime, die mit einem Punktestand von 22:22 eingeläutet wurde, entwickelte sich nun ein nervenzerreißender Kampf um den Satzgewinn. Beide Mannschaften wehrten mehrere Satzbälle ab, bis schließlich der Heimvorteil die Lübecker zum Gewinn des zweiten Satzes (30:28) trug. Zitat des Neuzugangs dazu: „Dit is Volleyball!“. Wohl wahr!

Der dritte Satz war gleichermaßen eng umkämpft, jedoch konnten die Lübecker Volleyballer die Euphorie und Spannung aus dem zweiten Satz nicht vollends nutzen, sodass dieser 20:25 verloren ging.

Nun brach der vierte Satz an, den die VSG Lübeck gewinnen musste, um einen entscheidenden Tiebreak zu erzwingen. Doch gleich zu Beginn des Satzes zeigten sich ungewohnte Schwächen im Spiel der Heimmannschaft, sodass die Gäste aus Hamburg sich einen komfortablen Vorsprung von zwischenzeitlich acht Punkten erspielten. Beim Stand von 14:23 für die Hamburger starteten die Lübecker jedoch noch eine erstaunliche Aufholjagd, die zu einem 21:24 führte. Den dritten von fünf Matchbällen nutzte die VG WiWa schließlich und belohnte sich somit für ein starkes und konstantes Spiel. Auf der Seite der Heimmannschaft war die Enttäuschung verständlicherweise groß, weil ein erfolgreicher Abschluss der Hinrunde misslungen war, jedoch überwog die Dankbarkeit für eine tolle Unterstützung der Zuschauer in der Halle.

Die Pause zwischen Hin- und Rückrunde beträgt nur eine Woche, folglich sind bereits am nächsten Wochenende die Tabellenzweiten aus Schwerin in der Hansestadt zu Gast. Auf dieses Spiel fokussieren sich die Lübecker nun, um sich für die Hinrunden-Niederlage bei den Schwerinern zu revanchieren.