Missglückter Bundesliga-Abschied mit dezimiertem Kader für JFV Lübeck

Trainer insgesamt dennoch zufrieden

Adam Schmidt (Kapitän JFV Lübeck) ärgert sich. Archivfoto: Lobeca/Niklas Runne

Bielefeld – Es war ein Tag zum Vergessen für die U19 des JFV Lübeck. Im Saisonfinale in der DFB-Nachwuchsliga gelang es den Lübeckern nicht, sich gebührend aus der Bundesliga zu verabschieden. In Bielefeld führten Personalmangel und fehlendes Spielglück am Ende zu einer deutlichen 0:9-Niederlage.

Komplette Umstellung

Dabei standen bereits vor Anpfiff die Vorzeichen schlecht für das Team von Berkan Algan: „Wir hatten schon vor dem Spiel große personelle Probleme. Unter der Woche sind zwei Spieler mit Grippe ausgefallen und am Spieltag kamen morgens noch einmal drei weitere Absagen dazu. Wir sind am Ende mit nur 14 Spielern nach Bielefeld gefahren und mussten komplett umstellen. Spieler, die seit Wochen nicht gespielt hatten oder die ganze Woche krankheitsbedingt nicht trainieren konnten, standen plötzlich in der Startelf.“

Torwart muss aufs Feld

„Dafür haben die Jungs es in der ersten Halbzeit wirklich ordentlich gemacht. Wenn wir da mit einer 3:1-Führung in die Pause gehen, hätte sich niemand beschweren können. Wir hatten einen Pfosten- und einen Lattentreffer, ein Tor, das nicht gegeben wurde, und aus unserer Sicht auch zwei nicht gepfiffene Elfmeter. Auf der anderen Seite bekommen wir selbst zwei sehr strittige Strafstöße gegen uns“, ärgerte sich der JFV-Coach. „In der zweiten Halbzeit hat man dann aber gemerkt, dass uns körperlich einfach die Kräfte gefehlt haben. Bielefeld wollte unbedingt noch etwas fürs Torverhältnis tun und hat enorm Druck gemacht. Wir dagegen konnten kaum noch reagieren, weil wir personell komplett am Limit waren. Teilweise mussten Spieler durchziehen, die wochenlang verletzt oder krank gewesen waren. Sogar unser vierter Torwart kam am Ende noch als Feldspieler zum Einsatz.“

„Absolut lehrreich“

Dennoch zeigte sich Algan abschließend zufrieden mit der Spielzeit: „Trotz der deutlichen Niederlage bin ich mit der Entwicklung der Mannschaft insgesamt sehr zufrieden. Viele hatten uns in dieser schweren Gruppe kaum etwas zugetraut und am Ende holen wir 13 Punkte. Natürlich wären nach einigen Spielverläufen auch deutlich mehr drin gewesen, aber die Mannschaft hat sich individuell und taktisch enorm entwickelt. Für unsere erste Bundesliga-Saison war das absolut lehrreich und ein wichtiger Schritt für alle Beteiligten. Jetzt gilt es, daraus zu lernen und nach vorne zu schauen.“

Die Abschlusstabelle

1.SV Babelsberg 031454 : 2132
2.Hertha BSC1449 : 2628
3.1. FC Magdeburg1440 : 2428
4.DSC Arminia Bielefeld1434 : 1928
5.Hallescher FC1434 : 3316
6.JFV Lübeck1423 : 6113
7.F.C. Hansa Rostock1420 : 427
8.Blumenthaler SV1422 : 507

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