Nusse – Mit zwei vermeidbaren Niederlagen im Gepäck kehren die Nusse Rams von ihren Auswärtsauftritten zurück. In Oldenburg unterlagen die hiesigen Rollstuhlbasketballer am 6. Spieltags der Regionalliga der RSG Langenhagen 54:59 (8:12, 29:28, 43:42) und dem gastgebenden RSC mit 37:58 (10:20, 20:31, 45:30).

Damit stehen bei den Widdern bereits fünf Niederlagen (bei drei Siegen) in der Tabelle zu Buche, und der Klassenerhalt ist wieder in Gefahr geraten. In Nusse wird man daher in den kommenden Wochen die Ergebnisse der Konkurrenten genau beobachten. Eingreifen kann das Team in die Geschehnisse nicht, da die Rams bis Anfang Februar spielfrei sind. „Mit dieser Spielplangestaltung waren wir von Anfang an nicht einverstanden“, ärgert sich Trainer Bernd Eickemeyer, der seine Befürchtungen jetzt bestätigt sieht. Denn bedingt durch personelle Ausfälle und einige unglückliche Niederlagen in den letzten vier Wochen, in denen acht Ligaspiele absolviert wurden, ist seine Mannschaft in diese Situation geraten.

Unglücklich verlief denn auch die Schlussphase der Partie gegen die RSG Langenhagen. Nach verschlafenem Start gaben die Widder das erste Viertel knapp an die Niedersachsen ab, drehten das Spiel aber in den zweiten zehn Minuten zu ihren Gunsten. Nach dem Seitenwechsel dann schlug die große Stunde von RSG-Routinier Markus Zeiske, der insgesamt  24 Punkte erzielte. Der Langenhagener traf aus allen Lagen und konnte vom jungen Nusser Team nie kontrolliert werden. Zudem hatten die Rams, die nur mit fünf Spielern angereist waren, keine Wechseloptionen, was sich in den Schlussminuten rächte. Für Nusse spielten Jan Wienk (26, davon 1 Dreier), Lasse Eickemeyer (14), Timo Nabil (12), Patrick Gädicke (2) und Nadine Bollgehn.

Die nicht vorhandenen Bankoptionen machten auch eine erfolgreiche Gegenwehr in der darauf folgenden Partie gegen Gastgeber RSC Oldenburg unmöglich. Mutig starteten die Nusser mit einer offensiven Verteidigungsvariante in die Begegnung. Doch Oldenburg brach diese Taktik durch geschicktes Blockspiel immer wieder auf und kam zu leichten Punkten. Coach Eickemeyer reagierte, doch alle taktischen Korrekturen sollten nicht fruchten, so dass die Gastgeber ihren Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf elf Zähler ausbauten.

Das bis hierhin immer wieder erfolglose Anrennen hatte bald die letzten Reserven aufgebraucht, so dass die Gegenwehr der Rams in den verbleibenden Spielabschnitten immer weiter schwand. „Wir mussten es geschehen lassen“, ärgerte sich der Coach anschließend, der sich als letzte Option noch selbst einwechselte. Die Punkte erzielten L. Eickemeyer (12), Gädicke (9), Nabil und Wienk (je 8).