Pedro Calles hält Vorschusslorbeeren für den Neuzugang bereit: "Ich glaube, Lukas Meisner kann ein wichtiger Teil unseres Teams in der kommenden Saison sein" (Foto: Lobeca/Roberto Seidel)

Hamburg – Nach der erstmaligen Qualifikation für die Playoffs geht es für die Hamburg Towers am Montag (20.30 Uhr) bei den NINERS Chemnitz weiter. Das Nachholspiel vom 22. Spieltag überträgt Magenta Sport live ab 20.15 Uhr.

Viel Zeit zur Freude oder gar eine Pause zum Durchschnaufen gibt es für die Hamburg Towers nach der erfolgreichen Qualifikation für die Playoffs in der easyCredit-Basketball-Bundesliga nicht. Stattdessen stehen dem Team von Pedro Calles noch weitere sechs Hauptrundenpartien in den kommenden drei Wochen bevor. „Wir bleiben dabei, uns jeden Tag weiterentwickeln zu wollen“, erklärt der Hamburger Head Coach. An den Grundprinzipien der Arbeit festzuhalten sei für Calles, „nach der erfolgreichen Qualifikation der beste Weg, um sich auf die Playoffs vorzubereiten. Wir befinden uns ab sofort in der Playoff-Vorbereitung“. Doch ‚The same procedure as every day‘ gilt für den Spanier nicht. „Wir arbeiten über neun, zehn Monate auf unseren Höhepunkt hin. Nur auf einem Level zu agieren, ist für mich keine Option. Stattdessen möchte ich mein Team auf unterschiedlichste Szenarien vorbereiten“, so Calles weiter.

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Ebenso wie die letzten neun Erfolge gehören Unwägbarkeiten zum Entwicklungsprozess dazu. „Vor dem ersten Aufeinandertreffen hatten wir eine schwierige Phase. Wir konnten aufgrund zahlreicher Verletzungen über zwei, fast drei Wochen nicht wie geplant arbeiten und unsere selbstgesteckten Ziele im Training erreichen. Das Ergebnis war die Performance“, erinnert sich Pedro Calles an die Herausforderungen im Dezember. Mit 75:95 verloren die Hamburg Towers das erste Aufeinandertreffen gegen die NINERS Chemnitz. Drei Tage nach Heiligabend überzeugten die Sachsen mit fast 70-prozentiger Trefferquote. „Es war nicht einfach im Hinspiel, aber das lag vor allem an uns. Sie haben den Ball sehr gut bewegt. Anstatt ihren Angriff durch unsere Defense zu beeinflussen, haben sie unsere Verteidigung mit ihrer Offensive diktiert. Wir müssen ihnen es jetzt also schwer machen, den Ball zu bewegen und ihnen keine freien Würfe gestatten“ weiß TJ Shorts, welche Fehler aus dem Hinspiel sich am Montag nicht wiederholen dürfen.

Mit zehn Siegen rangieren die NINERS Chemnitz derzeit auf dem 13. Tabellenplatz. Auch wenn der Ligaverbleib rechnerisch noch nicht gesichert ist, haben die Sachsen beste Chancen, zeitnah für die kommende Spielzeit planen zu können. Drei der letzten sechs Partien bestreiten die NINERS gegen direkte Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Neben dem Hinspiel in Hamburg zeigen auch die Chemnitzer Erfolge gegen Bamberg und München, dass der Aufsteiger nicht zu unterschätzen ist. „Ihre Spieltaktik hat sich nicht grundlegend verändert. Ihre Kombination aus Disziplin und Kreativität macht sie vor allem offensiv stark. Deswegen müssen wir den Spielfluss diktieren. Bereits in der Hinrunde haben sie mit unterschiedlichen Verteidigungen agiert“, beschreibt Pedro Calles, worauf er sein Team gemeinsam mit den Assistant Coaches Miguel Zapata und Benka Barloschky vorbereitet.

Auf personeller Seite hat sich bei den NINERS Chemnitz dagegen einiges getan. Wes Clark, mit 18 Punkten Topscorer im Hinspiel, wechselte nach Italien. Der als Ersatz verpflichtete Jonathan Williams bestritt bisher acht Partien, seine Einsatzzeit ging zuletzt stetig herunter, während der letzten Partie gegen Crailsheim gehörte Williams nicht zum 12er Kader. Die beiden Big Men Jo Lawson und Jan Niklas Wimberg fehlen derzeit verletzt. So verteilt sich die Hauptlast des Chemnitzer Spiels auf die vier US-Amerikaner Marcus Thornton (13,7 PpS), George King (12 PpS), Terrell Harris (11,4 PpS) und Isiaha Mike (11, 1 PpS). Mit 13 Punkten feierte Malte Ziegenhagen sein BBL Career High ausgerechnet in Hamburg, seitdem verbuchte Chemnitz‘ Kapitän lediglich ein weiteres Mal eine zweistellige Punkteausbeute.

Bei den  Hamburg Towers steht hinter dem Einsatz der zuletzt angeschlagenen Bryce Taylor und Marvin Ogunsipe sowie bei Topscorer Maik Kotsar noch ein Fragezeichen. Der Einsatz des Trios wird sich erst kurzfristig entscheiden. „Dafür haben wir mit der Rückkehr von Johannes Richter eine erfreuliche Nachricht. Wir hoffen, dass er uns fortan wieder weiterhelfen kann“, erklärt Head Coach Pedro Calles. Schonen will der Hamburger Head Coach sein Personal auch mit Blick auf die Playoffs nicht. „Müdigkeit ist für mich nicht nur ein körperlicher Aspekt, sondern hat auch mit der Einstellung zu tun“, appelliert Calles an sein Team.

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Und die pflichten ihrem Head Coach bei. „Seit einiger Zeit bestreiten wir zwei Spiele pro Woche. Aber Müdigkeit darf in keinem Spiel eine Ausrede sein“, weiß auch Wirbelwind TJ Shorts. „Es ist unser Job, auch abseits des Feldes professionell zu sein“, erklärt der Hamburger Point Guard. Dazu zählt unter anderem „ausruhen, Physiotherapie und Eisbäder nutzen, auf unsere Körper achten.“

Kurzer Schnack vor dem Spiel:

Pedro Calles: „Vor dem ersten Aufeinandertreffen hatten wir eine schwierige Phase. Wir konnten aufgrund zahlreicher Verletzungen über zwei, fast drei Wochen nicht wie geplant arbeiten und unsere selbstgesteckten Ziele im Training erreichen. Das Ergebnis war die Performance. Ihre Kombination aus Disziplin und Kreativität macht sie vor allem offensiv stark. Ihre Spieltaktik hat sich nicht grundlegend verändert. Bereits in der Hinrunde haben sie mit unterschiedlichen Verteidigungen agiert. Deswegen müssen wir den Spielfluss diktieren. Wir bleiben dabei, uns jeden Tag weiterentwickeln zu wollen. Nach der erfolgreichen Qualifikation ist das für mich der beste Weg, um sich auf die Playoffs vorzubereiten. Wir befinden uns ab sofort in Playoff-Vorbereitung. Wir arbeiten über neun, zehn Monate auf unseren Höhepunkt hin. Nur auf einem Level zu spielen, ist für mich keine Option. Stattdessen möchte ich mein Team auf unterschiedlichste Szenarien vorbereiten. Wir haben noch einige Fragezeichen. Marvin Ogunsipe fehlte bereits beim letzten Spiel. Maik Kotsar und Bryce Taylor sind etwas angeschlagen, ihr Einsatz wird sich kurzfristig entscheiden. Dafür haben wir mit der Rückkehr von Johannes Richter eine erfreuliche Nachricht. Wir hoffen, dass er uns fortan wieder weiterhelfen kann.“

TJ Shorts: „Es war nicht einfach im Hinspiel, aber das lag vor allem an uns. Sie haben den Ball sehr gut bewegt. Anstatt ihren Angriff durch unsere Defense zu beeinflussen, haben sie unsere Verteidigung mit ihrer Offensive diktiert. Wir müssen ihnen es jetzt also schwer machen, den Ball zu bewegen und ihnen keine freien Würfe gestatten. Seit einiger Zeit bestreiten wir zwei Spiele pro Woche. Aber Müdigkeit darf in keinem Spiel eine Ausrede sein. Es ist unser Job, auch abseits des Feldes professionell zu sein. Wir müssen uns ausruhen, Physiotherapie und Eisbäder nutzen, auf unsere Körper achten.“ (PM Towers – Foto: Lobeca/Roberto Seidel)

Das Foto zeigt Towers-Head Coach Pedro Calles: „Ab sofort sind wir in der Playoff-Vorbereitung“ (Foto: Lobeca/Roberto Seidel)

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