Foto: Lobeca/Kaben

Hamburg – Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Saisonunterbrechung haben sich die Klubs der easyCredit Basketball Bundesliga in einer Videokonferenz nun darauf verständigt, die Saison 2019/20 nach Möglichkeit geordnet zu beendet. Demnach wird die Hauptrunde nicht zu Ende gespielt, stattdessen wird der Spielbetrieb direkt mit modifizierten Playoffs beginnen, die in Turnierform gespielt werden. Daran nehmen diejenigen zehn Mannschaften teil, die wegen ihrer spezifischen Situation an einer Fortsetzung interessiert sind. Die Hamburg Towers gehören nicht dazu. Da beschlossen wurde, dass es in dieser Saison keinen sportlichen Absteiger geben wird, steht für den Aufsteiger allerdings der Klassenerhalt fest.

Aus wirtschaftlichen Gründen kein Turniermodus für Towers

„Uns ist die Entscheidung nicht leichtgefallen, aber aus wirtschaftlichen Gründen ist eine Teilnahme an dem Turniermodus keine Option. Unsere Spielerverträge laufen planmäßig bis Anfang Mai, eine Verlängerung der Verträge bis Ende Juni ohne zusätzliche Einnahmen ist für uns nicht darstellbar. Wir fokussieren uns nun auf die kommende Saison und wollen dafür bestmöglich aufgestellt sein. Darüber hinaus möchten wir unser Engagement in der Nachwuchs-, Jugend- und Sozialarbeit fortsetzen, sobald dies wieder möglich ist“, sagt Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby.

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Kein Abstieg in erster Erstliga-Saison

Für die Towers ist damit die erste Erstliga-Saison der Vereinshistorie mit einer Bilanz von 3:17 Siegen und Platz 17 vorzeitig beendet. In der zweiten Hälfte der bisherigen Serie war ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar, der Aufstiegstrainer Mike Taylor überzeugt hat, dass seine Mannschaft aus eigener Kraft die nötigen Erfolge eingefahren hätte, um den Klassenerhalt sportlich zu schaffen. Besonders erfreulich: Die edel-optics.de Arena war bei sämtlichen neun Heimspielen mit 3400 Zuschauern restlos ausverkauft und ist damit eine von lediglich vier Hallen mit 100-prozentiger Auslastung. Bedauerlicherweise wurden ausgerechnet daheim keine Partien gewonnen, ihre drei Siege holten die Hamburger allesamt in der Fremde in Gießen, Braunschweig sowie Bonn. Als bester Scorer stach der zum Jahreswechsel verpflichtete Center Bogdan Radosavljevic (15,3 Punkte) hervor. Ebenfalls als Leistungsträger traten Ex-NBA-Profi Jorge Gutierrez (14,2 Punkte/5,9 Assists), der Venezolaner Michael Carrera (13,3), Niederländer Yannick Franke (13,2) und BBL-Legende Heiko Schaffartzik (11,7) in Erscheinung.

Jedes Spiel ausverkauft

„Wir bedanken uns bei unseren Fans und Partnern für den großartigen Support in dieser sehr außergewöhnlichen Saison. Für unser Premierenjahr in der BBL hätten wir uns sicherlich einen besseren Start und insbesondere auch ein besseres Ende gewünscht. Obwohl wir sportlich hinter unseren Erwartungen geblieben sind, war die edel-optics.de Arena bei jedem Spiel ausverkauft und die Fans standen zu 100 Prozent hinter der Mannschaft. Diese Unterstützung in schwierigen Zeiten lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken“, betont Towers-Geschäftsführer Jan Fischer. Zuschauer, die bereits Eintrittskarten für die ursprünglich angesetzten Heimspiele gekauft haben, werden in den kommenden Tagen von den Towers über die weitere Vorgehensweise informiert.
Einzelkarteninhaber, die auf eine Rückerstattung der Kosten verzichten möchten, können dies hier tun: https://www.hamburgtowers.de/helpthehelper-verzichtserklaerung-einzelticketkaeufer/
Für Dauerkartenbesitzer ist es an dieser Stelle möglich: https://www.hamburgtowers.de/helpthehelper-verzichtserklaerung-dauerkarteninhaber/

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Meisterrunde mit zehn Teams geht weiter

Um die Meisterschaft kämpfen nun noch Titelverteidiger FC Bayern München, die MHP RIESEN Ludwigsburg, HAKRO Merlins Crailsheim, ALBA BERLIN, EWE Baskets Oldenburg, RASTA Vechta, Brose Bamberg, BG Göttingen, ratiopharm ulm und FRAPORT SKYLINERS. Diese Teams würden zu einem Turnier an einem noch nicht bestimmten Ort zusammenkommen. Der Austragungsort wird am Montag, 4. Mai, bekanntgegeben. In zwei Gruppen zu je fünf Klubs spielt zunächst jeder gegen jeden. Anschließend geht es mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale in angepasstem Playoff-Modus weiter. Diese Turnierform wird ungefähr drei Wochen dauern. Vorab werden Vorbereitungs- und Trainingszeiten einkalkuliert.

Konzept wird erarbeitet

Die easyCredit BBL wird für die Fortführung der Spielzeit alle notwendigen Mittel ergreifen, um die Ausbreitung des Corona-Virus‘ zu verhindern und die Gesundheit aller Beteiligten bestmöglich zu schützen. Hierfür ist mit externer Unterstützung ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept in Erarbeitung, das den zuständigen Behörden kurzfristig zur Verfügung und Genehmigung vorgelegt wird.

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