Vechta – Wenn’s läuft, dann läuft’s – getreu dem Motto ‚Never change a winning team‘ schickte der an die Seitenlinie zurückgekehrte Pedro Calles die gleiche Starting Five wie bereits bei den drei Siegen gegen die großen Bs auf das Parkett. Und hatte ein gutes Händchen: Die Hamburg Towers führten fast 32 Minuten und sicherten sich mit dem 88:82-Auswärtssieg bei RASTA Vechta den siebten Erfolg in Serie. Am Sonnabend (18 Uhr) steht bereits die nächste Partie in Berlin an.

Zu Beginn fehlte den Towers jedoch die zuletzt gezeigte Entschlossenheit. Das nutzten die Gastgeber aus und kämpften sich angeführt von Young, der in der ersten Halbzeit 14 Punkte auflegte, in Front. Eine Auszeit von Head Coach Calles brachte den nötigen Fokus. Mit einem 13:2-Lauf übernahmen die Hamburger die Führung und beendeten das erste Viertel mit einem zweistelligen Vorsprung (26:16). Mit langsam in Fahrt kommender Defensive trieben die Towers die RASTA-Fehlerquote mit Start des zweiten Viertels in die Höhe. Da die Hamburger jedoch zahlreiche Chancen – vor allem an der Dreier- (4/15, 27%) und Freiwurflinie (9/14, 64%) – ungenutzt ließen, gelang es nicht, den Vorsprung auszubauen. Stattdessen führte Sosa, mit zehn Punkten in weniger als drei Minuten, Vechtas Schlussspurt an. Bei den Towers hielt Maik Kotsar mit sechs Punkten in Folge – 12 Zähler hatte er bis zur Halbzeit gesammelt – dagegen. Nach zwei Freiwürfen von Kameron Taylor – ebenfalls mit 12 Punkten in der ersten Hälfte – ging es beim Stand von 49:41 für die Towers in die Pause.

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Nach dem Seitenwechsel agierten die Towers nicht nur defensiv entschlossen, sondern zeigten sich auch offensiv konsequent. Gekrönt von einem Hollatz-Freiwurf führten Maik Kotsar, am Ende mit 22 Punkten Towers-Topscorer, und Terry Allen die Hamburger in dreieinhalb Minuten zu einer 17-Punkte-Führung – der höchsten im gesamten Spiel. Doch der deutliche Vorsprung hielt nicht, da die Konstanz in der Verteidigung fehlte. So gelang es Vechta zum Ende des dritten Viertels bis auf zehn Punkte zu verkürzen (63:73). Da sich zu Beginn des Schlussabschnittes Treffer und Fehlwürfe bei beiden Teams abwechselten, schafften es die Towers nicht, sich vorentscheidend abzusetzen. Stattdessen mühten sich die Hamburger, Vechta an einer Aufholjagd zu hindern. Paradebeispiel für den nimmermüden Einsatz war einmal mehr Max DiLeo, der jedem Ball hinterher hechtete – zur Not auch über Werbebanden und vor die Füße von Magenta Sport Kommentator Daniel Pinschower. So blieb es beim Zehn-Punkte-Vorsprung, ehe Vechta in der Schlussminute mit Stop-the-Clock-Verteidigung alles auf eine Karte setzte und die letzten fünf Punkte des Abends erzielte. Am 88:82-Erfolg der Towers änderte das jedoch nichts mehr.

Kurzer Schnack nach dem Spiel:

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Pedro Calles: „Ich denke, wir haben heute nicht unser bestes Spiel in der Defensive gemacht. Aber ich möchte meinen Spielern gratulieren, dass sie trotzdem einen Weg gefunden haben, einen Sieg aus Vechta mitzunehmen. Unsere Defensive war nicht gut, vor allem die beiden Guards Sosa und Young haben uns Probleme bereitet. Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Spiel besser beenden. Ich wünsche RASTA Vechta noch viel Erfolg für den Rest der Saison.“

Max DiLeo: „Wenn ich auf die letzten Spiele zurückschaue, dann fühlt es sich schon gut an. Es ist auf jeden Fall etwas, das man haben will. Aber vor uns liegt ein Spiel, dessen Ausgang wir nicht kennen. Deswegen müssen wir jetzt in den nächsten Tagen darauf hinarbeiten. Das ist das was zählt. Die absolvierten Spiele zählen dann nicht mehr. Das Ende der Saison wird ziemlich verrückt. In der Regel haben wir zwei Spiele die Woche, es wäre als spielen wir in einem internationalen Wettbewerb. Es ist eine gute Erfahrung. Heute war es ein besonderes Spiel. Es war komisch, wieder hier in der Halle zu sein, die Mitarbeiter des Klubs wiederzusehen. Es hat mich gefreut, bei der Anreise ein wenig von der Stadt zu sehen. Es war also kein alltägliches Spiel. Ein bisschen habe ich das hier vermisst. Aber mit dem Start des Spiels habe ich nicht mehr drüber nachgedacht. Vielleicht war es auch ein bisschen glücklich, dass keine Fans hier waren, denn sonst wäre es wohl schwerer für mich gewesen. Es schmerzt ein wenig, Vechta am unteren Tabellenende zu sehen. Sie haben noch ein paar Spiele und ich denke, Coach Derrick Allen wird sein Team darauf richtig einstellen. Er ist er seit kurzem hier und ich bin gespannt, was er im Saisonendspurt mit dem Team noch erreichen kann.“ (PM Towers)

Zum Foto: Maik Kotsar (rechts) war mit 22 Punkten erfolgreichster Spieler der Towers – Foto: Lobeca/Marcus Kaben

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