Kameron Taylor (links): Die Defensive macht mein Spiel aus - Foto: Lobeca/Marcus Kaben

Hamburg – Bei der Last-Second-Niederlage in Chemnitz fehlte der Fokus. Am Freitag (23.4.) gegen s.Oliver Würzburg wollen die Hamburg Towers Konzentrationsschwächen vermeiden. Magenta Sport überträgt ab 18.45 Uhr live aus der edel-optics.de Arena.

Zum Wochenstart endete die Neun-Siege-Serie der Hamburg Towers. Da kommt es dem Team von Pedro Calles durchaus gelegen, dass man bereits am Freitag gegen s.Oliver Würzburg für eine Trendwende sorgen kann. Damit diese gelingt, dürfen sich die Fehler aus der Partie gegen Chemnitz allerdings nicht wiederholen. „Während des dritten Viertels haben wir den Fokus auf unser Spiel verloren. Wir haben uns zu sehr mit den Schiedsrichtern beschäftigt, zu viel lamentiert. Das hat uns nicht geholfen. Das sollten wir als Lehre mitnehmen“, so der spanische Übungsleiter, der auch Positives aus der unglücklichen 97:98-Niederlage mitnimmt. „Die Energie, der Einsatz und unser Kampfgeist waren bis zum Schluss vorhanden“, resümiert Calles.

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Der Schlüssel des Comebacks in Chemnitz war die Defensive. „Wir haben in den letzten zehn Minuten sehr hart gespielt, den Gegner über das gesamte Spielfeld verteidigt“, so Head Coach Pedro Calles. Mit 9,1 Steals pro Partie zählen die Hamburg Towers weiterhin zu den stärksten Defensivteams der Liga. „Verteidigen macht mir Spaß und die Defensive macht mein Spiel aus. Ich glaube, wenn man ohne Spaß verteidigen würde, dann könnte man sich darüber auch nicht auszeichnen“, erklärt Kameron Taylor, der mit durchschnittlich 1,8 Steals als zweitbester Balldieb der Bundesliga besticht. Spaß bei der Arbeit – das Geheimrezept der Hamburg Towers.

Auch bei den Würzburgern kehrt die Freude langsam, aber sicher zurück. Für den Aufsteiger von 2015, der in den letzten fünf Jahren überwiegend um die Playoffs kämpfte, steht in der Saison 2020/21 der Ligaverbleib ganz oben auf der Agenda. „Das Bild des Würzburger Teams hat sich aufgrund vieler Verletzungen immer wieder verändert. Auch die Quarantäne im Februar hat ihren Rhythmus etwas durcheinandergebracht“, beschreibt Pedro Calles die diesjährigen Herausforderungen des kommenden Gegners. Gleich drei Akteure aus dem Hinspiel, das die Towers 61:90 gewannen, gehören nicht mehr zum Team von Denis Wucherer. „Deswegen fällt es schwer, etwas aus dem Hinspiel als Vergleich heranzuziehen. Ich denke, wir haben dort ein gutes Spiel gemacht. Wir sind stark gestartet, wenn uns das gleiche hier gelingt, dann bin ich zuversichtlich“, so Jordan Swing.

Mit Lowery (10,8 PpS), Chapmann (9,9 PpS), Holloway (12 PpS) und Jones (7,2 PpS) meldeten sich vier zuletzt verletzte Importspieler pünktlich zum Saisonendspurt wieder zurück. „Das kann nur einen positiven Effekt auf das Team haben. Lowery ist ein wirklich guter Spieler. Gleiches gilt für Chapmann und Holloway – er hat viel Erfahrung, ist sehr stark und voller Power. Sobald sie zurück sind, werden sie Würzburg helfen“, weiß Pedro Calles. Topscorer bei den Unterfranken ist weiterhin Cameron Hunt (13 PpS), der neben Tyson Ward und Florian Koch zu den wenigen Würzburgern gehört, die noch kein Ligaspiel verpasst haben. Am Mittwoch verhalfen die Rückkehrer den Würzburgern zum 82:78-Sieg gegen Bamberg.

Bei den Towers haben sechs Akteure noch keine Partie verpasst. Einer davon Jordan Swing, der 2020/21 mit 42,1 Prozent bei über viereinhalb Versuchen pro Partie den Dreier so sicher trifft, wie noch nie in seiner Karriere. „Es gibt Tage, an denen fühlt sich der Korb so weit wie das Meer an, andere Abende kommt einem der Korb eher wie eine Espresso-Tasse vor“, erklärt Jordan Swing und fügt hinzu: „Viel hängt von der Spielvorbereitung ab. Dann ist es auch egal, ob du den ersten Wurf triffst oder nicht. Das Vertrauen in die eigene harte Arbeit hilft dir.“

Bryce Taylor verpasste dagegen bereits sieben Partien – aktuell arbeitet er sehr hart an seinem Comeback. „Wir wussten bei der Verpflichtung, dass es nach zwei Achillessehnen-OPs Ups und Downs geben kann. Wir sind aber sehr positiv, dass er noch in dieser Saison aufs Feld zurückkehren wird“, blickt Pedro Calles zuversichtlich voraus. Doch auch wenn der Kapitän zuletzt nicht auf dem Feld mitwirken konnte, „macht er einen hervorragenden Job. Egal ob auf oder abseits des Spielfeldes – solche Führungsqualitäten habe ich bisher noch nicht gesehen“, betont der Head Coach Taylors Stellenwert.

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Kurzer Schnack vor dem Spiel:

Pedro Calles: „Während des dritten Viertels in Chemnitz haben wir den Fokus auf unser Spiel verloren. Wir haben uns zu sehr mit den Schiedsrichtern beschäftigt, zu viel lamentiert. Das hat uns nicht geholfen. Das sollten wir als Lehre mitnehmen. Wir haben in den letzten zehn Minuten sehr hart gespielt, den Gegner über das gesamte Spielfeld verteidigt. Die Energie, der Einsatz und unser Kampfgeist waren bis zum Schluss vorhanden. Das Bild des Würzburger Teams hat sich aufgrund vieler Verletzungen immer wieder verändert. Auch die Quarantäne im Februar hat ihren Rhythmus etwas durcheinandergebracht. Wir können also nicht viel aus dem Hinspiel mitnehmen – ihr Kader hat sich verändert, außerdem ist die Partie zu lange her. Wenn die Verletzten zurückkehren, kann das nur einen positiven Effekt auf das Team haben. Lowery ist ein wirklich guter Spieler. Gleiches gilt für Chapmann und Holloway – er hat viel Erfahrung, ist sehr stark und voller Power. Sobald sie zurück sind, werden sie Würzburg helfen.“

„Bryce Taylor arbeitet extrem hart, um dem Team so schnell wie möglich wieder helfen zu können. Wir wussten bei der Verpflichtung, dass es nach zwei Achillessehnen-OPs Ups und Downs geben kann. Wir sind aber sehr positiv, dass er noch in dieser Saison aufs Feld zurückkehren wird. Gleichzeitig muss ich betonen, dass er – egal ob auf oder abseits des Spielfeldes – einen hervorragenden Job als Kapitän macht. Solche Führungsqualitäten habe ich bisher noch nicht gesehen.“

Jordan Swing: „Das Team hat sich sehr verändert. Deswegen fällt es schwer, etwas aus dem Hinspiel als Vergleich heranzuziehen. Ich denke, wir haben dort ein gutes Spiel gemacht. Wir sind stark gestartet, wenn uns das gleiche hier gelingt, dann bin ich zuversichtlich. Es gibt Tage, an denen fühlt sich der Korb so weit wie das Meer an, andere Abende kommt einem der Korb eher wie eine Espresso-Tasse vor. Viel hängt von der Spielvorbereitung ab. Dann ist es auch egal, ob du den ersten Wurf triffst oder nicht. Das Vertrauen in die eigene harte Arbeit hilft dir.“

Kameron Taylor: „Verteidigen macht mir Spaß und die Defensive macht mein Spiel aus. Ich glaube, wenn man ohne Spaß verteidigen würde, dann könnte man sich darüber auch nicht auszeichnen. Die Statistiken kommen dann ganz von allein.“

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