Foto: Lobeca/Marcus Kaben

Hamburg – Auftakt zur Rückrunde für die Hamburg Towers. Zeit, etwas zu verbessern – Stichwort: erster Heimsieg. Zeit, an etwas festzuhalten: einem Nichtabstiegsplatz. Beides steht direkt auf dem Spiel, wenn die MHP RIESEN Ludwigsburg am Sonnabend, 8. Februar, in der edel-optics.de Arena gastieren. Das Match gegen den Tabellenzweiten beginnt, Vorsicht, bereits um 18 Uhr.

Achtung ist allerdings nicht nur bei der Einlasszeit geboten. Denn die Schwaben, die das erste Aufeinandertreffen mit 94:83 entschieden, sind dem Aufsteiger auf dem Papier in so ziemlich allen Belangen überlegen. „Ludwigsburg hat bewiesen, dass es zurecht zu den Topteams gehört“, betont Towers-Coach Mike Taylor. Beweis gefällig? Die Riesen haben sowohl ALBA BERLIN als auch als bislang einzige Mannschaft den FC Bayern München bezwungen. Am vergangenen Spieltag musste mit RASTA Vechta (85:78) ein weiterer Hochkaräter dran glauben.

Um auf der Erfolgswelle zu surfen, setzt Trainer-Genie John Patrick auf sein bewährtes System: rücksichtsloser Einsatz in der Verteidigung – der drittbesten der easyCredit Basketball Bundesliga – und eine Attacke, die auf die Schultern möglichst vieler Guards verteilt ist. Die größten Namen darunter sind MVP-Kandidat Khadeen Carrington (17,4 Punkte), der zweitbeste Scorer der Liga, Bulldozer Marcos Knight (15,4 Punkte/1,8 Steals), der drittbeste Balldieb, und Allrounder Nick Weiler- Babb (12,9 Punkte). Der Vorjahres-Neunte ist ein Team der Eins-gegen-Eins-Zocker. Nur 52,5 Prozent der Feldkörbe geht ein Assist voraus, der mit Abstand niedrigste Wert. Zugleich verlieren die Ludwigsburger aber auch nur bei jedem zehnten Angriff das Spielgerät – ebenfalls die mit Abstand geringste Anzahl. Nahe des Korbs weist der Ex-Klub von Heiko Schaffartzik und Bogdan Radosavljevic mit dem erst vor zwei Partien verpflichteten Center Cameron Jackson (12,5 Punkte/6 Rebounds) und Forward Thomas Wimbush (10,6 Punkte) ebenfalls Qualität auf.

„Sie spielen sehr athletisch und sind schnell in der Transition. Unsere Defense muss auf gleich mehrere Herausforderungen vorbereitet sein“, warnt Taylor. Abgesehen davon, dass Malik Müller (Bänderriss im Knöchel) immer noch fehlt, hat der US-Amerikaner jedoch alle Kapazitäten zur Verfügung. Zwar waren Schaffartzik, Michael Carrera, Kevin Yebo und René Kindzeka zwischenzeitlich erkältet, sind nun aber wieder voll belastbar. Die vorangegangen zwei Wochen wurden sinnvoll genutzt. „Ich bin wirklich zufrieden mit unserer Trainingsleistung, wir sind vorangekommen und wachsen immer mehr zusammen.“ Besonders die Addition von Demarcus Holland, der am Samstag debütieren wird, macht dem 47-jährigen Hoffnung: „Er passt menschlich hervorragend und – davon habe ich mich überzeugen können – auch spielerisch.“ Sieben Heimspiele ohne Erfolg seien dennoch nicht spurlos an seinen Akteuren vorübergegangen. „Die Jungs geben trotzdem weiter alles, und wir Trainer ermutigen sie, etwas zu versuchen, freie Würfe zu nehmen.“

Das Duell gegen die Süddeutschen wird ab 17.45 Uhr von magenta sport übertragen, sowie beim Public Viewing im Hamburger Ding am Nobistor 16. Das Event mitten auf dem Kiez in der schmucken Cappellini Lounge beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt kostet zehn Euro, ein Freigetränk gibt es inklusive.

(PM)