Lübecker Basketball ist im vollen Gange Foto: Fishing4/Marcel Krause

Hamburg – Es ist ein besonderes Spiel – und das nicht primär aufgrund des Termins. Viel mehr sorgt die tabellarische Situation für Brisanz in der Weihnachtsbegegnung zwischen den Telekom Baskets Bonn und Hamburg Towers. Denn der Drittletzte trifft am Donnerstag, 26. Dezember, auf den Vorletzten. Sprungball ist um 15 Uhr.

Dass der Aufsteiger im unteren Drittel rangiert, war durchaus vorhersehbar. Die Platzierung des Vorjahressiebten überrascht hingegen. Denn während die Rheinländer in der Champions League als Gruppenerster Klubs wie Besiktas Istanbul hinter sich lassen, kriegen sie in der easyCredit Basketball Bundesliga kein Bein auf den Boden. Zwei Siegen stehen acht Niederlagen gegenüber. Zuletzt steigerten sich die Leistungen der Auswahl des im Sommer gekommenen Trainers Thomas Päch. An der 77:80-Pleite bei der BG Göttingen am vergangenen Spieltag änderte dies jedoch nichts. „Bonn hat seine Qualität international und beim Pokal-Erfolg in München nachgewiesen, ähnlich wie bei uns stellen sich die Resultate in der BBL noch nicht ein“, sagt Towers-Cheftrainer Mike Taylor.

Darauf deutete Mitte September nichts hin, als die Telekom Baskets zum Testspiel in Hamburg gastierten und nach drei ausgeglichenen Vierteln letztlich deutlich mit 98:79 gewannen. Eine Ursache für den Misserfolg ist die schwache Verteidigung. Auf 100 Ballbesitze normiert, kassiert Bonn 120,3 Punkte (Liga-Rang 16) und damit 0,9 mehr als die Towers. Auch blockt keine Mannschaft weniger gegnerische Würfe (1,9 Prozent). Doch Vorsicht: Mit der Dreierquote von 41,6 Prozent – der drittbesten – können die Gäste nicht mithalten. Diese geht vor allem auf Point Guard Brendan Frazier (14,9 Punkte pro Spiel) und Forward Benjamin Simons (11 PpS), der gegen Göttingen bei sechs Versuchen fehlerfrei blieb, zurück. Ein weiterer Leistungsträger ist Big Man Martin Breunig (11,1 PpS).

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Bei den Towers beschränkt sich die Weihnachtspause auf eine geringfügige Reduzierung des Trainingsumfangs und selbst diese ist vermutlich eher dem Spielplan als den Festlichkeiten geschuldet. Am Montag und Dienstag ist jeweils eine Einheit angesetzt, den ersten Weihnachtstag verbringt die Mannschaft im ICE in Richtung der ehemaligen Hauptstadt. „Wir machen stetige Fortschritte, was die Partien gegen Braunschweig und Berlin gezeigt haben, sind uns aber bewusst, dass am Ende die Ergebnisse zählen. Das Spiel in Bonn ist von großer Bedeutung“, betont Taylor. Dessen Weihnachtswunsch einer verletzungsfreien Mannschaft hat sich nicht ganz erfüllt, da Malik Müller aufgrund einer Bänderdehnung ausfällt. Der Einsatz des erkälteten Kevin Yebo ist fraglich.

Wer am zweiten Weihnachtstag Abwechslung von Geschenken, Essen und den anderen Annehmlichkeiten haben möchte, der wird gerne im Hamburger Ding am Nobistor 16 Asyl empfangen. Dort wird für Gleichgesinnte ab 14 Uhr das Public Viewing veranstaltet. Wer sich nicht aus dem Haus bewegen möchte – der kann daheim das Angebot von Magenta Sport nutzen. Die Übertragung beginnt um 14.45 Uhr.

(PM)

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