Hamburg Towers zurück in der Spur

Derby-Sieg gegen Rostock

Lukas Meisner (Towers Hamburg) motiviert Jonas Wohlfarth-Bottermann (Veolia Towers Hamburg) Archivfoto: Lobeca/Andreas Hannig

Hamburg – Die Hamburg Towers gewannen, ohne einmal in Rückstand zu geraten, mit 105:89 gegen die Rostock Seawolves. Die Hamburger trotzten zahlreichen Widrigkeiten im Nord-Derby. Aleksander Dziewa (22) und Mark Hughes (21) führten ihr Team im Scoring an.

Hamburger behalten kühlen Kopf

Die Hamburger eröffneten den zweiten Spielabschnitt mit drei Freiwürfen. Und es blieb bei weitem nicht der einzige Gang an den Charity Stripe. Denn das Duell der beiden Nordklubs nahm deutlich an Intensität und Körperlichkeit zu. Beirren ließ sich die Mannschaft von Benka Barloschky dadurch aber nicht. Und so erneuerte Aleksander Dziewa, erster Tower in Double Figures, von der Freiwurflinie die Neun-Punkte-Führung. Während der Pole mit einem kühlen Kopf bestach, ließ sich das Schiedsrichtergespann zunehmend von der hitzigen Atmosphäre aus dem Konzept bringen. Unter der auf beiden Seiten gleichermaßen fehlenden Linie litt die Ansehnlichkeit des Derbys deutlich. Die Towers schienen das Durcheinander besser wegzustecken: Jonas Wohlfarth-Bottermann, Leif Möller aus der Distanz und Will Christmas brachten ihr Team zweistellig in Führung. Und der Forward hatte noch nicht genug. Erst legte Christmas am Perimeter nach, dann riss er mit einem Dunk über alle fünf Rostocker Verteidiger hinweg jeden Zuschauer vom Sitz. Bis auf 16 Zähler wuchs die Führung, nur ein Pünktchen weniger (58:43) trennte die Kontrahenten mit der Pausensirene.

Towers halten Seawolves auf Abstand

Konträr zum zweiten Viertel, das eine gefühlte Ewigkeit dauerte, verging die Halbzeitpause wie im Flug. Und so zeigten beide Teams keinerlei Anlaufschwierigkeiten zum Start der zweiten Hälfte. Weil sich die Veolia Towers jedoch drei Ballverluste leisteten, schlossen die Seawolves, angeführt vom sehr präsenten Derrick Alston Jr., auf sieben Zähler. Am Derby-Charakter hatte sich nichts geändert: Jeder Ballbesitz war bis auf den letzten Zentimeter umkämpft. Dass Aleksander Dziewa sein viertes Foul beging, wirkte sich zunächst nicht negativ aus. Denn angeführt von Mark Hughes, der erst einen Dreier und dann einen Dunk im Korb unterbrachte, hielten die Hamburger ihre Kontrahenten auf Abstand. Mit einer Ganzfeldpresse und Punkten durch Tyler Nelson hielt Rostock den Druck am Anschlag. VJ King, mit sechs Punkten in Serie, fand dennoch immer wieder eine Lücke. Und weil die Ostseestädter in den letzten Sekunden die Übersicht verloren, versenkte Mark Hughes noch einen langen Zweier zum 83:66 nach drei Vierteln.

Big Shots zum Derby-Sieg

Mit Beginn des Schlussabschnitts wechselten die Rostock Seawolves in nahezu jedem Hamburger Angriff ihre Verteidigungsvariante – mal Zone, mal Ganzfeldpresse, dann wieder Mann-gegen-Mann. Und dieses gewollte Durcheinander zeigte erst einmal Wirkung. Über drei Minuten brachten die Towers lediglich zwei Punkte auf die Anzeigetafel. Auswirkungen auf die Differenz hatte das allerdings nicht. Denn auch die Hamburger verteidigten weiterhin eisern. Und auf einen Glücksdreier, den Robin Amaize über das Brett in den Zylinder mogelte, hatte Aleksander Dziewa in Korbnähe eine passende Antwort. Gleiches galt für seine Teamkollegen: Zum Start in die letzten fünf Minuten versenkten Seth Hinrichs und Mark Hughes jeweils einen Dreier. Von der Freiwurflinie erzielte Mark Hughes anschließend die höchste Führung (20) des Abends. Bis zur Schlusssirene hielten die Hanseaten den Vorsprung in dieser Höhe jedoch nicht. Umrandet von weiterhin fragwürdigen Pfiffen – die sich unrühmlich wie ein roter Faden durch das Nord-Derby zogen – verkürzte Rostock noch einmal. Doch weder diese negativ auffallende Fußnote, noch die wurfstarken Rostocker, die allerdings ihre letzten drei Versuchen verfehlten, verhinderten den 105:89-Derbysieg.

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„Unseren Plan durchgezogen“

Benka Barloschky (Coach der Towers): „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Wir haben vor dem Spiel über die Konstellation gesprochen: zwei Teams, die versuchen zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Es gab heute viele Sachen, in denen wir uns hätten verlieren können. Wir haben uns aber auf den Moment konzentriert, detaillierter gespielt, nicht so wild. Und so ordentlich unseren Plan durchgezogen. Ein Lob geht an unsere großen Jungs, Jonas und Olek, die unter dem Korb heute alles zu Gold gemacht haben. Und auch Leif ist aufgeblüht, hat 26 Minuten gespielt. Seth hat sehr wichtige Rebounds geholt. Ganz besonders stolz bin ich, dass wir trotz 15 Punkten Vorsprung auch die zweite Halbzeit gewonnen haben.“

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